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10.11.2010

Wenn ei­ner dauhn deit, wat hei deiht, denn kann hei nich mihr dauhn, as hei deiht. *)

Anlässlich des 200. Geburtstags des Schriftstellers Fritz Reuter stellte der Staatssekretär beim Bundesministerium der Finanzen, Werner Gatzer, am 5. November im Schleswig-Holstein-Haus in Schwerin die Sondermarke vor.

Im Kulturforum der Landeshauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern mit seinem zauberhaften Ambiente und bedeutenden Exponaten von Dali, Matisse, Miro, Goya und anderen wurde damit einer der meistgelesenen Autoren des 19. Jahrhunderts gewürdigt, der auch heute noch große Popularität genießt. Fritz Reuter war nicht nur ein bedeutender Dichter für die niederdeutsche Mundart, sondern zählt auch zu den großen Persönlichkeiten der deutschen Demokratiegeschichte, denn er trat als junger Mann für die Einheit Deutschlands, Freiheit und Demokratie ein. 1833 wurde er dafür zum Tode verurteilt. Dieses Urteil wurde in eine Festungshaft von 30 Jahren umgewandelt, aber nach siebenjähriger Haft wurde Reuter amnestiert. Nach abgebrochenem Jurastudium und vielen Ortswechseln begann er mit 40 Jahren mit seinen Werken in plattdeutscher Sprache. Die zu dieser Zeit unbeachtete Landbevölkerung bekam durch seine Romane und Gedichte eine Stimme. Seine eigenen Erfahrungen verarbeitete er in seinen Werken, in denen man aber keine Verbitterung, sondern Lebensweisheit, Heiterkeit und Humor spürt. Die Gesamtauflage seiner Bücher, in 11 Sprachen übersetzt, beträgt weit über 5 Millionen Exemplare.

Die Sondermarke wurde von dem Grafikerteam Karen Weiland und Jens Müller aus Düsseldorf gestaltet und ist ab dem 11. November 2010 an den Verkaufsstellen der Deutschen Post erhältlich.

Staatssekretär Werner Gatzer und Henry Tesch, Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern bei der Präsentation einer 100-Cent-Briefmarke
Quelle:  Bundesministerium der Finanzen

 
*) Wenn einer wirklich tut, was er tut, dann kann er nicht mehr tun, als er tut.

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