Navigation und Service

Sie sind hier:

21.09.2010

Staats­se­kre­tär Hart­mut Koschyk stell­te in Marx­heim-Schwein­s­point die Brief­mar­ke zum 150-jäh­ri­gen Ju­bi­lä­um der Stif­tung Be­hin­der­ten­werk St. Jo­han­nes vor

„Irgendwo braucht jeder ein Zuhaus …“ 

Mit diesem und anderen Liedern begeisterte der Chor der Stiftung St. Johannes die rd. 200 Gäste während der Jubiläumsfeier zum 150-jährigen Bestehen des Behindertenwerks St. Jo­hannes in Marxheim–Schweinspoint. Im Rahmen der Festveranstaltung stellte der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister der Finanzen Hartmut Koschyk die Briefmarke zum Jubiläum der Stiftung vor.

In seiner Rede hob er insbesondere die segensreiche Hilfe für Mitbürger mit Behinderung her­vor, die das Behindertenwerk St. Johannes in den 150 Jahren seit seiner Gründung geleistet hat. Die Geschichte der Einrichtung habe gezeigt, dass es den jeweiligen Verantwortlichen nie an kreativen und innovativen Ideen gemangelt habe, um das Behindertenwerk zu einer diffe­renzierten Einrichtung zur Förderung und Betreuung von erwachsenen Menschen mit Behin­derung zu entwickeln. Die Stiftung erlebte auch schwierige Phasen, wie die bedrückende Zeit des Nationalsozialismus, sei heute jedoch eine national und international bekannte Einrich­tung mit Vorbildcharakter. 

Die Bayerische Staatsministerin für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen, Christine Haderthauer, betonte in Ihrem Festvortrag die Würde des Menschen, die selbstverständlich auch Mitbürgern mit Behinderung zuteil werden müsse. Die christlichen Werte und die Be­gegnung mit diesen Menschen auf Augenhöhe seien dabei höher anzusiedeln als haushalts­rechtliche Fragen oder politische Sachzwänge. Inklusion sei daher wichtiger als Integration.

Präsentation der 90-Cent-Briefmarke "Dienst am Nächsten - 150 Jahre Stiftung Behindertenwerk St. Johannes"
Quelle:  Bundesministerium der Finanzen

Staatsekretär Koschyk überreichte Erstdrucke der 90-Cent-Sondermark, die am 9. September 2010 herausgegeben und in einer Auflage von fast 5 Millionen Stück gedruckt wurde, u.a. an Frau Ministerin Haderthauer, Herrn Prälat Peter C. Manz, an Landrat Stefan Rößle, Bürger­meister Alois Schiegg und Frater Donatus Wiedenmann vom Orden der Barmherzigen Brü­der, die vor 150 Jahren das Behindertenwerk ins Leben gerufen haben.