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15.11.2011

Hilfs­werk als Brücke und Ak­ti­on der Völ­ker

Parlamentarischer Staatssekretär Hartmut Koschyk stellte in Essen die Sonderbriefmarke “50 Jahre Adveniat“ der Öffentlichkeit vor

Präsentation der Sondermarke "50 Jahre Adveniat"
Quelle:  Bundesministerium der Finanzen

Schon lange bevor es den Begriff der Globalisierung gab, wussten Christen von der gemeinsamen Verantwortung für die „Eine Welt“, in der wir alle miteinander leben.

Für Christen endet seit jeher die Nächstenliebe nicht in der eigenen Familie oder Gemeinde und ist nicht auf die eigene Stadt oder das eigene Land beschränkt. 

1961 riefen die deutschen katholischen Bischöfe die „Bischöfliche Aktion Adveniat“ ins Leben und beschlossen eine besondere Kollekte, die am 1. Weihnachtstag abgehalten werden soll.

Seitdem sind mehr als 2,3 Milliarden Euro zusammen gekommen und es wurden über 200.000 Projekte in Lateinamerika gefördert. So hat Adveniat vielen Menschen in Lateinamerika eine Perspektive und insbesondere die Hoffnung auf eine bessere Zukunft geschenkt. 

Der Name des Hilfswerks stammt aus der lateinischen Vaterunser-Bitte: „Adveniat regnum tuum - Dein Reich komme“. Mit ihr beten überall auf der Welt Christen um die Verwirklichung der liebenden und gerechten Herrschaft Gottes auf Erden und erbitten dabei gleichzeitig die Kraft, um selbst aktiv an deren Realisierung mitzuwirken. 

Auch heute, nach 50 Jahren, versteht sich Adveniat als „Aktion“ und unterstützt die aktuellen Entwicklungen und Aufbrüche der Kirche auf dem lateinamerikanischen Kontinent. Dieser Einsatz zeichnet sich vor allem durch eine ganzheitliche Arbeit aus, besonders an der Seite der einheimischen Bevölkerung. Erfahrungen daraus vermittelt das Hilfswerk Adveniat der Kirche und Gesellschaft in Deutschland. 

Das Motiv der Sonderbriefmarke zeigt eine Webarbeit aus der Maya-Kultur in Guatemala: Das Kreuz als Zeichen des Lebens und die Blume als „Blume der Wahrheit“. Die beiden Vögel ergänzen sich in ihren Flügelfarben und sind damit ein ausdrucksstarkes Zeichen für die Beziehung der Christen in der Weltkirche, wie sie auch dank Adveniat ermöglicht wird. 

Die Grafikerin Elisabeth Hau aus Nürnberg gestaltete das Sonderpostwertzeichen, das einen Wert von 55 Cent hat und seit dem 10. November 2011 in den Verkaufsstellen der Deutschen Post erhältlich ist. 

Die Präsentation der Briefmarke fand in einer Feierstunde in der Rathaus-Galerie in Essen statt. Neben den zahlreichen geladenen Gästen konnte daher auch ein breites öffentliches Publikum die Veranstaltung verfolgen. Musikalische umrahmt wurde die Präsentation von lateinamerikanischen Klängen, dargeboten vom Transatlantico Quartett. 

Ein Album mit Erstdrucken des Sonderpostwertzeichens überreichte der Parlamentarische Staatssekretär u. a. an den Oberbürgermeister der Stadt Essen, Reinhard Paß und an den Geschäftsführer der Bischöflichen Aktion Adveniat, Prälat Bernd Klaschka, der auch stellvertretend das Album für den ehemaligen Vorsitzenden der Bischöflichen Kommission Adveniat, Weihbischof em. Franz Grave, entgegennahm.

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