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08.12.2011

Na­tur darf Na­tur sein im Na­tio­nal­park Jas­mund

Parlamentarischer Staatssekretär Hartmut Koschyk stellte am 7. Dezember 2011 im Nationalpark-Zentrum KÖNIGSSTUHL die Sonderbriefmarke “Nationalpark Jasmund“ der Öffentlichkeit vor

Präsentation der Sondermarke Nationalpark Jasmund aus der Serie "Deutsche National- und Naturparke"
Quelle:  Bundesministerium der Finanzen

In seiner Rede stellte Staatssekretär Koschyk heraus, dass dieses Sonderpostwertzeichen  das Vierzehnte und letzte in einer außergewöhnlichen Serie ist, die 1994 begann. Mit der am 7. Dezember 2011 in Sassnitz vorgestellten Briefmarke haben nun alle deutschen National- und Naturparke Briefmarken erhalten. Die Serie begann mit dem Müritz-Nationalpark und findet nun einen krönenden Abschluss mit dem Motiv des bekannten Kreidefelsens.

Der Nationalpark Jasmund liegt im Nordosten des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern, auf der größten deutschen Insel, auf Rügen. Das Schutzgebiet umfasst den bis auf 161 Meter über die See aufragenden, überwiegend aus Kreidekalk aufgebauten und bewaldeten Höhenrücken der Stubnitz, die Steilufer und einen 500 Meter breiten, dem Strand unmittelbar vorgelagerten Bereich der Ostsee.

Besonders markant für diesen Nationalpark und einzigartig in Deutschland sind die hohen, am Königsstuhl bis auf 118 m aufragenden Kreidekliffe. Der Nationalpark hat eine Größe von 3.003 ha. Davon sind 2.123 ha von Wald und 673 ha von der Ostsee eingenommen. Die verbleibenden Flächen verteilen sich auf Grünland, Ödland und Binnengewässer.

Seit 25. Juni dieses Jahres gehören knapp 500 Hektar Buchenwald und damit ein Viertel der Waldfläche im Nationalpark zum UNESCO Weltnaturerbe. Gemeinsam mit vier weiteren Gebieten in den Nationalparks Hainich, Kellerwald, Müritz und im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin sind damit die wertvollsten Natur belassenen Buchenwälder Deutschlands repräsentiert. Die Aufnahme ins Weltnaturerbe steht für den universellen Wert dieser Wälder. Mit dem Schutzstatus Nationalpark ist deren Erhalt auch für die Zukunft gesichert.

Die Sonderbriefmarke, die einen Wert von 55 Cent hat, wurde von dem Grafiker Prof. Dieter Ziegenfeuter aus Dortmund entworfen. Vom 2. Januar 2012 an ist das Sonderpostwertzeichen in den Verkaufsstellen der Deutschen Post erhältlich.

Höhepunkt der Präsentationsveranstaltung war das Anschneiden einer „Briefmarkentorte“. Ein weiteres Highlight war die Überreichung der Alben mit Erstdrucken der Sonderpostwertzeichen durch Staatssekretär Koschyk u.a. an Ralf Drescher, Landrat Vorpommern Rügen, an Ulf Steiner, Geschäftsführer des Nationalpark-Zentrums Königsstuhl, an Gernot Haffner, Dezernent im Nationalparkamt Vorpommersche Boddenlandschaft, sowie an Dieter Holtz, Bürgermeister von Sassnitz.