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21.06.2011

Licht am En­de des Tun­nels

Vor der imposanten abendlichen Kulisse des Kölner Doms und dem akustischen Hintergrund seines Glockengeläuts stellte Staatssekretär Werner Gatzer am 11. Juni 2011 die Sondermarke aus Anlass des 50. Geburtstags von Amnesty International einem fröhlich feiernden Publikum vor.

Täglich erschüttern uns Nachrichten von Kriegen, Menschenrechtsverletzungen, Gefangennahmen, Folter, Todesstrafen und von Menschen, die gezwungen sind, ihre Heimat zu verlassen. Amnesty International wurde 1961 in Köln als nicht staatliche Non-Profit-Organisation gegründet, um sich weltweit für Menschenrechte einzusetzen. Arbeitsgrundlage der Organisation ist die allgemeine Erklärung der Menschenrechte und damit das Recht eines jeden Menschen auf Meinungsfreiheit, Freiheit von Diskriminierung sowie auf körperliche und geistige Unversehrtheit. Amnesty hat bis heute erreicht, dass 139 Staaten die Todesstrafe aussetzten oder abschafften. Allein 2010 gab es 270 Eilaktionen für bedrohte Menschen weltweit. Über 3 Mio. Mitglieder, Unterstützer und Förderer arbeiten in 150 Ländern. Den Friedensnobelpreis für dieses beeindruckende Engagement gab es schon 1977.

Ein asiatisches Sprichwort sagt: „Alle Dunkelheit der Welt kann das Licht einer einzigen Kerze nicht auslöschen.“ Es macht Mut, dass es Menschen, Organisationen und Regierungen gibt, die „Lichtfaktoren“ sind und Hoffnungszeichen setzen. Deshalb ist die Kerze weltweit das Symbol von Amnesty International. Es ist das öffentliche Licht, das auf verborgene Menschenrechtsverletzungen scheint und oft ein Lichtstrahl am Ende eines langen und dunklen Leidensweges. Das Motiv der Briefmarke heißt deshalb auch „Licht am Ende des Tunnels“. Sie ist ein Dank stellvertretend für alle Menschen, denen Amnesty helfen konnte und eine Mahnung an alle, sich für eine Welt ohne Menschenrechtsverletzungen einzusetzen.

Staatssekretär Gatzer dankte der Grafikerin Irmgard Hesse aus München für ihren gelungenen Entwurf. Die Briefmarke als kleinste Kulturbotschafterin Deutschlands bringe den Menschen mit jedem Brief eine Erfolgsgeschichte ins Haus. Sie sei wie die Kerze: klein, unscheinbar aber mit großer Wirkung. Mit dem Wert von 55 Cent und der Auflage von über 5 Mio. Stück ist sie ab sofort in allen Verkaufsstellen der Deutschen Post erhältlich.

Abel Barrera Hernández, Menschenrechtspreisträger 2011 aus Mexiko, bei der Präsentation des Sonderpostwertzeichens "50 Jahre Amnesty International"
Quelle:  Bundesministerium der Finanzen


Anschließend überreichte der Staatssekretär Alben mit Ersttagsdrucken an den stellvertretenden. Generalsekretär von Amnesty International Wolfgang Grenz, an die Gründungsmitglieder von Amnesty Deutschland Prof. Dr. Wolfgang Piepenstock und Svea Wölfing, den Menschenrechtspreisträger 2011 aus Mexiko Abel Barrera Hernández, den Bezirkssprecher von Amnesty Oliver Hendrich, den Jugendsprecher Wassily Nemitz und die Bürgermeisterin der Stadt Köln Elfi Scho-Antwerpes.

Präsentation des Sonderpostwertzeichens "50 Jahre Amnesty International"
Quelle:  Bundesministerium der Finanzen