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14.03.2012

Ger­hard Mer­ca­tor mit Son­der­brief­mar­ke ge­ehrt

Staatssekretär Hartmut Koschyk überreicht ein Album mit Erstdrucken an Bürgermeister von Duisburg Benno Lensdorf
Quelle:  Bundesministerium der Finanzen

Am 14. März 2012 fand im Mercator-Zimmer des Duisburger Rathauses die offizielle Präsentation des Sonderpostwertzeichens „500. Geburtstag Gerhard Mercator“ statt. 

Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister der Finanzen Hartmut Koschyk hob in seiner Ansprache die Bedeutung Mercators hervor, die bis in die heutige Zeit hineinwirke. Er sei nicht nur Kartograph, Geograph, Geometer, Mathematiker, Kupferstecher, Kalligraph, Astronom, Instrumenten- und Globenbauer, sondern auch Theologe, Philosoph, Humanist, Astrologe und Verleger gewesen. Mercators Arbeiten hätten schon in frühen Jahren durch ihre ausgeprägte Exaktheit und Detailgenauigkeit geglänzt. 

Trotz seines schon damals weitreichenden Ruhmes wurde Mercator im Februar 1544 unter dem Verdacht der Ketzerei verhaftet. Mehrere Monate lang war er im Kastell von Rupelmonde (Niederlande) eingekerkert und kam erst durch die Fürsprache einflussreicher Persönlichkeiten frei. 1552 zog er mit seiner Familie nach Duisburg. Hier lebte und wirkte er 42 Jahre bis zu seinem Tod. 

Er arbeitete u.a. auch für den Landesherren Herzog Wilhelm den Reichen, der Mercator im Jahre 1563 zu seinem „Herzoglichen Kosmographen“ ernannte. Im Jahr 1569 folgte schließlich die berühmte 18-blättrige Wandkarte „Ad usum Navigantium“, die zum Gebrauch für die Schifffahrt bestimmt war. Für diese genial konzipierte Wandkarte nutze Mercator eine neuen Gradnetzentwurf, der heute die Bezeichnung Mercator-Projektion trägt. Er findet seitdem für See- und Landkarten und in der Luft- und Raumfahrt Verwendung. Gerhard Mercator prägte auch den heute noch benutzten Begriff Atlas für ein Kartensammelwerk: Der erste Atlas erschien 1595 in Duisburg. 

Die Sonderbriefmarke wurde von den Grafikern Prof. Iris Utikal und Prof. Michael Gais aus Köln gestaltet. Sie hat einen Wert von 220 Cent und ist seit dem 1. März 2012 in den Verkaufsstellen der Deutschen Post erhältlich.

Alben mit Erstdrucken der Briefmarke überreicht der Parlamentarische Staatssekretär an den Bürgermeister der Stadt Duisburg Benno Lensdorf, denVorsitzenden der Mercator-Gesellschaft Dr. Gernot Tromnau sowie an die anwesenden Ratsfrauen und Ratsherren und das Grafiker-Team.

Im Anschluss an die Albenübergabe trug Staatssekretär Koschyk sich in das Goldene Buch der Stadt Duisburg ein.