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16.03.2012

Auch zum 125-jäh­ri­gen Ju­bi­lä­um mit Voll­dampf auf den Bro­cken

Parlamentarischer Staatssekretär Hartmut Koschyk stellte im Goethesaal der Brockenherberge die Sonderbriefmarke “125 Jahre Harzer Schmalspurbahnen“ der Öffentlichkeit vor.

Staatssekretär Hartmut Koschyk, Prof. Dr. Alfred Gossner, Vorstandsmitglied der Fraunhofer-Gesellschaft, MdB Ernst Hinsken und  Markus Pannermayr, Oberbürgermeister von Straubing, bei der Präsentation von Briefmarken
Quelle:  Stephan Herbert Fuchs, Bayreuth

Pünktlich um 10.26 Uhr fuhr der Sonderzug der Brockenbahn am 15. März 2012 vom Bahnhof Drei Annen Hohne ab, um alle Gäste der Präsentationsveranstaltung bei schönstem Sonnenschein und blauen Himmel auf den 1.142 m hohen Brocken zu bringen.

Die Harzer Schmalspurbahnen schauen auf eine lange Geschichte zurück und sie sind ein Teil der technischen Erfolgsgeschichte der Eisenbahnen in Deutschland.

Gelegen in den Bundesländern Sachsen-Anhalt und Thüringen erschließt das fahrplanmäßig und vorrangig mit Dampflokomotiven betriebene Netz die zerklüftete Gebirgswelt zwischen Nordhausen, Wernigerode und Quedlinburg für den Reiseverkehr. Romantische Streckenführungen durch tiefe Harzwälder, Schluchten, ausgedehnte Wiesen, wunderschöne Ortschaften und über steile Berge bis hin zum höchsten Gipfel Norddeutschlands kennzeichnen das Schienennetz. Fernab von der Geschäftigkeit des modernen Verkehrs kann eine Reise in die Vergangenheit mit dem seltenen Flair eines authentischen Dampflokbetriebes erlebt werden.

Ursprünglich waren es drei Gesellschaften, die den Harz auf schmaler Spur erschlossen:

  • 1886 wurde die Gernrode-Harzgeroder Eisenbahn AG gegründet,
  • 1896 folgte die Nordhausen-Wernigeroder-Eisenbahn,
  • 1897 kam die Südharzeisenbahn von Walkenried nach Braunlage hinzu. 

Der Schmalspurverkehr erwies sich dabei in dem bergigen Gelände des Harzes als besonders vorteilhaft. Insbesondere der Bauaufwand war so niedriger und im Vergleich zur Normalspurweite erheblich kostengünstiger. Die Bahnen wurden bis 1913 miteinander verbunden. Seit 1972 stehen sie unter Denkmalschutz. Die heutigen Harzer Schmalspurbahnen, die Harzquer- und Brockenbahn sowie die Selketalbahn betreiben ein über 140 km langes Netz, das obendrein auch mehrfach mit verschiedenen regelspurigen Harz- bzw. Harzrandbahnen verbunden ist. 

Das Motiv der Briefmarke zeigt, wie eine der alten Lokomotiven kraftvoll durch den winterlich malerischen Harzwald stampft, vorbei an Tannenwipfeln und unter weißem Dampf bis hinauf zum Gipfel des Brocken. 

Das Grafikerteam Gerda und Horst Neumann aus Wuppertal gestaltete das Sonderpostwertzeichen, das einen Wert von 45 Cent hat und seit dem 9. Februar 2012 in den Verkaufsstellen der Deutschen Post erhältlich ist.

Alben mit Erstdrucken der Briefmarke überreichte der Parlamentarische Staatssekretär u. a. an den ehemaligen Ministerpräsidenten des Landes Sachsen-Anhalt Prof. Dr. Wolfgang Böhmer, den Minister für Landesentwicklung und Verkehr des Landes Sachsen-Anhalt Thomas Webel, den Oberbürgermeister der Stadt Goslar Dr. Oliver Junk, den Oberbürgermeister der Stadt Wernigerode Peter Gaffert, den Landrat des Landkreises Harz und Aufsichtsratsvorsitzender der Harzer Schmalspurbahnen GmbH Dr. Michael Ermrich sowie an den Geschäftsführer der Harzer Schmalspurbahnen GmbH Matthias Wagener.