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13.01.2017

Prä­sen­ta­ti­on des Son­der­post­wert­zei­chens „To­po­gra­phie des Ter­rors“

Bundesfinanzminister Dr. Wolfgang Schäuble präsentierte am 12. Januar 2017 das Sonderpostwertzeichen „Topographie des Terrors“ im gleichnamigen Dokumentationszentrum in Berlin. Die Marke wurde von Prof. Matthias Beyrow gestaltet und ist seit dem 2. Januar 2017 zum Wert von 45 Cent in den Verkaufsstellen der Deutschen Post AG erhältlich.

Der Bundesfinanzminister präsentiert die Briefmarke „Topographie des Terrors“, im Hintergrund eine Abbildung der Marke
Quelle:  Bundesministerium der Finanzen

Zu den eindringlichen Klavierklängen des 1944 in Auschwitz ermordeten österreichischen Komponisten Viktor Ullmann wurde die Präsentation des Sonderpostwertzeichens „Topographie des Terrors“ im gleichnamigen Dokumentationszentrum in Berlin feierlich eröffnet.

In seiner Begrüßungsansprache hob Prof. Dr. Andreas Nachama, Direktor der Stiftung Topographie des Terrors, die Bedeutung des Zentrums hervor, die nicht zuletzt anhand der beeindruckenden Zahl von 1,3 Millionen Besuchern im vergangenen Jahr deutlich wird.

Prof. Dr. Peter Steinbach, Vorsitzender des Internationalen Beirates der Stiftung Topographie des Terrors, unterstrich, wie wichtig gerade auch in der heutigen Zeit der Vierklang aus Hinsehen, sich empören, Handeln und sich nicht über die Konsequenzen dieses Handelns beklagen, ist.

Und auch Bundesfinanzminister Dr. Wolfgang Schäuble rief in seiner Rede dazu auf „wieder und wieder achtsam zu sein“. Er griff die Worte des Kunstbeirats zur Empfehlung der Realisierung des Entwurfs von Prof. Beyrow auf und erläuterte den geladenen Gästen die Gestaltung der Marke: „Der abstrahierte Flachbau des Dokumentationszentrums steht im Zentrum der Marke. Die Bildelemente und die Beschriftung sind dabei aus jedweder Symmetrie gerückt, und widerstreben so der absoluten Ordnung, sie verweigern quasi den Gehorsam. Das grobe Punktraster stellt eine Verbindung zum Zeitungsdruck und damit dem dokumentarischen Charakter des Zentrums her.“ 

Minister Schäuble brachte seine Hoffnung zum Ausdruck, dass das Bundesministerium der Finanzen als Herausgeber des Sonderpostwertzeichens, mit einer Auflage von 3,9 Millionen dem Dokumentationszentrum anlässlich seines 25-jährigen Bestehens zusätzliche Aufmerksamkeit verschaffen und somit einen Beitrag gegen das Vergessen leisten kann. Zum Abschluss der Veranstaltung überreichte er ein Album des Erstdrucks der Marke an Prof. Dr. Nachama.