Navigation und Service

07.05.2019

Neue Deutsch-Schwei­ze­ri­sche Ge­mein­schafts­brief­mar­ke

Am 6. Mai 2019 präsentierte die Parlamentarische Staatssekretärin Bettina Hagedorn das neue Sonderpostwertzeichen „Huldrych Zwingli – 500 Jahre Zürcher und oberdeutsche Reformation“ in der Französischen Friedrichstadtkirche in Berlin. Die Briefmarke zeigt den Schweizer Theologen und Reformator, der vor genau 500 Jahren sein Amt am Grossmünster Zürich angetreten hatte.

In diesem Jahr feiern die Schweiz und Deutschland das 500-jährige Jubiläum der Reformation durch Huldrych Zwingli mit einer gemeinsamen Ausgabe einer motivgleichen Briefmarke in beiden Ländern. In einer Feierstunde in der Französischen Friedrichstadtkirche am Gendarmenmarkt in Berlin wurde die Gemeinschaftsbriefmarke durch Bettina Hagedorn, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister der Finanzen, der Öffentlichkeit vorgestellt. Die neue 150-Cent-Briefmarke ist bereits seit 2. Mai 2019 im Verkehr. In der Schweiz hat die Marke einen Portowert von 85 Rappen und ist dort ebenfalls seit 2. Mai 2019 zu erwerben.

Gastgeber dieser Festveranstaltung war der Bevollmächtigte der Evangelischen Kirche in Deutschland, dessen Vertreter Oberkirchenrat Joachim Ochel die Gäste aus Kirche, Politik, Gesellschaft und Philatelie herzlich willkommen hieß. Er hob die auf der Briefmarke zitierten Worte Zwinglis „Tut um Gotteswillen etwas Tapferes“ hervor, die in dem aktuellen Zeitgeschehen nichts an Aktualität verloren hätten. In den Grußworten von Pfarrer Martin Engels, Moderator des Reformierten Bundes, Pfarrer Walter Lüssi, Kirchenratsschreiber der Evangelisch-reformierten Landeskirche des Kantons Zürich und des Gesandten Viktor Vavricka, Stellvertreter des Schweizerischen Botschafters, wurde die besondere Bedeutung der Reformation Huldrych Zwinglis in der Schweiz und den oberdeutschen Raum sowie in ganz Europa hervorgehoben. Frau Professorin Dorothea Wendebourg von der Humboldt Universität Berlin stellte in ihrem Festvortrag Huldrych Zwingli als Privatperson, als Theologe und als politisch Aktiven in den Mittelpunkt. Kurt Strässle, Leiter Kultur- und Partnermanagement Post CH AG, dankte allen Beteiligten an dem Gemeinschaftsprojekt „Briefmarke“ für die hervorragende und freundschaftliche Zusammenarbeit.

Staatssekretärin Bettina Hagedorn hob in ihrer Rede zur Vorstellung der Briefmarke vor allem die besonders guten und freundschaftlichen Beziehungen zur Schweiz hervor. Deutschland und die Schweiz seien quasi verschwistert und Geschwisterlichkeit als Inbegriff eines versöhnten Zusammenlebens müsse Ziel einer guten Nachbarschaft bleiben. Gute Nachbarschaft brauche Zeichen der Bestätigung und ein solches Zeichen sei auch die gemeinschaftliche Herausgabe einer Briefmarke, die nun zum dritten Mal realisiert worden sei. Anschließend überreichte Bettina Hagedorn Präsentalben mit Erstdrucken der Marke u. a. an die vorgenannten Ehrengäste sowie an die Pfarrerin der Französischen Kirche zu Berlin, Frau Meike Waechter und an den Vizepräsidenten der Rheinischen Landeskirche, Herrn Dr. Johann Weusmann.

Nach der Feierstunde hatten die Gäste noch Gelegenheit zum Gespräch, zum Kauf der Briefmarken bei der vor Ort installierten Sonderpostfiliale der Deutschen Post AG und zum Anschauen der Deutschland-Preview des Zwingli-Spielfilms, der im Herbst 2019 in die deutschen Kinos kommt und zu dem der Produzent Mario Krebs kurz einführte.