Die Grafik zeigt die Zusammensetzung des Benzinpreises. Die Steuern machen zwar einen hohen Teil des Benzinpreises aus. Bis auf die Mehrwertsteuer, die sich prozentual am Gesamtpreis bemisst, ist der Energiesteueranteil jedoch fix. Hinzu kommen der so genannte Produkteinstandspreis und der Deckungsbeitrag der Mineralölkonzerne. Beide unterliegen Schwankungen, die wirtschaftlich bedingt sind.

Die Kosten für Kraftstoffe setzen sich wie folgt zusammen:

  • Produkteinstandspreis: Preis, zu dem die Ware importiert wird. Er richtet sich nach der Entwicklung auf den internationalen Ölmärkten.

  • Deckungskosten: Sie entfallen auf die Mineralölkonzerne. Die Summe deckt die Kosten der Konzerne und ihren Gewinn ab. Darin enthalten ist auch der Anteil für den gesetzlichen Bevorratungsverband von rund einem halben Cent. Falls es eine Krise gibt, sichert er einen Ölvorrat, der 90 Tage reichen soll.

  • Energiesteuer (früher „Mineralölsteuer“): Die Höhe der Energiesteuer unterscheidet sich nach den Kraftstoffarten. Die umweltverträglichen Energieträger (z.B. Gaskraftstoffe) besteuert der Staat am geringsten.

    Erdgas (CNG, LNG): rd. 19 Cent/kg

    Flüssiggas (Autogas):  rd. 23 Cent/kg (entspricht rd. 12 Cent/Liter)

    Diesel: 47,04 Cent/Liter

    Benzin: 65,45 Cent/Liter

  • Mehrwertsteuer: 19 Prozent. Sie wird erhoben auf den Warenpreis und die Energiesteuer.