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Deut­sche Te­le­kom AG

Das öffentlich-rechtliche Unternehmen Deutsche Bundespost TELEKOM wurde im Rahmen des Gesetzes zur Neuordnung des Postwesens und der Telekommunikation ("Postreform II") mit Wirkung zum 1. Januar 1995 in eine Aktiengesellschaft mit dem Namen Deutsche Telekom AG umgewandelt. Die Postreform II sah unter anderem vor, dass die Einführung der Deutschen Telekom AG am Kapitalmarkt bis zum 31. Dezember 1999 ausschließlich durch Kapitalerhöhung gegen Einlage erfolgt, um die Eigenkapitalausstattung des Unternehmens zu verbessern.

  • Die Börsenersteinführung (Initial Public Offering) der Deutschen Telekom AG - DT 1 - erfolgte im November 1996. Im Zuge der Kapitalerhöhung wurden insgesamt 713,7 Millionen neue Aktien an Investoren in Deutschland, dem restlichen Europa, den USA und Japan zugeteilt. Der Bund hatte seinerzeit auf die Wahrnehmung seiner Bezugsrechte verzichtet, so dass der Anteil des Bundes an der Deutschen Telekom AG auf rund 74 % zurückging.
  • Im Juni 1999 folgte mit DT 2, einer weiteren Kapitalerhöhung aus dem satzungsmäßig genehmigten Kapital, die erste Sekundärmarktemission, in deren Rahmen rund 286 Mio. Aktien an private Anleger verkauft wurden. Der Anteil des Bundes verringerte sich ebenfalls durch Bezugsrechtsverzicht weiter auf rund 65 %.
  • Im Juni 2000 wurden im Rahmen des dritten Börsengangs (Sekundärmarktemission DT 3) erstmals 200 Mio. Telekom-Aktien des Bundes aus dem Bestand der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), welche die Aktien im Rahmen von sogenannten Platzhalterverträgen vom Bund übernommen hatte, über die Börse veräußert. Der Anteil des Bundes an der Deutschen Telekom AG verringerte sich nochmals auf rund 58 %.
  • Die Übernahme der beiden US-Mobilfunkanbieter VoiceStream und Powertel zum 31. Mai 2001 (heute T-Mobile USA) hat zu einer weiteren Reduzierung des Bundesanteils auf 43 % und zum Verlust der Kapitalmehrheit des Bundes geführt. Die Kaufpreise wurden zum Teil in bar und zum überwiegenden Teil über einen Aktientausch finanziert, wodurch der sogenannte Free float (frei an der Börse handelbare Aktien) erhöht wurde.
  • In den Jahren 2003 und 2004 hat der Bund über die KfW durch Direktplatzierungen von Aktien und Optionsscheinen an institutionelle Anleger den Bestand an Aktien der Deutschen Telekom weiter auf  37,5 % ( knapp 22 % bei der KfW) verringert.
  • Im April 2006 ist der Bund einen weiteren konsequenten Schritt auf dem Weg zur Privatisierung der Deutschen Telekom gegangen. 4,5 % der Anteile (rund 192 Mio. Aktien) an der Deutschen Telekom wurden an den amerikanischen Private-Equity-Fonds Blackstone veräußert. Damit wurde die Investorenbasis der Deutschen Telekom gestärkt, sie ist breiter aufgestellt und damit im internationalen Wettbewerb noch besser positioniert.
  • Im Juni 2006 endete die Laufzeit einer Pflichtwandelanleihe, die die Deutsche Telekom 2003 im Gegenwert von 2,3 Mrd. € an den Markt gegeben hatte. Durch den Umtausch der Anleihe in Aktien vergrößerte sich das Grundkapital um 163 Mio. Aktien, was zu einer Verwässerung des Anteils des Bundes von rund 1,25 % führte.
  • Im Dezember 2010 erhöhte sich der Anteil von Bund und KfW geringfügig durch die Einziehung von Aktien aus dem Rückkaufprogramm 2010 der DTAG.
  • Im Juni 2013 führte die Kapitalerhöhung der DTAG im Rahmen der Wahldividende für das Geschäftsjahr 2012 und der Bezug von neuen Aktien durch die KfW im Rahmen dieser Wahldividende zu einer weiteren Verschiebung des Anteils der direkt gehaltenen Aktien zugunsten des Anteils der Aktien, die von der KfW gehalten werden.
  • Aktuell liegt damit der Bundesbestand bei 31,9 % der Aktien, wovon 17,4 % von der KfW gehalten werden.

Auch zukünftig wird der Bund sukzessive weiter seinen Anteil an der Deutschen Telekom – in Übereinstimmung mit den Erfordernissen des Kapitalmarktes und den sonstigen Rahmenbedingungen – zurückführen bzw. vollständig veräußern.