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13.12.2013

Ir­land und die Eu­ro­zo­ne: Ab­schluss des iri­schen Fi­nanz­hil­fe­pro­gramms

Irland hat die letzte Überprüfung seines Finanzhilfeprogramms erfolgreich abgeschlossen. Damit verlässt das Land planmäßig den europäischen Rettungsschirm, unter dem es vor drei Jahren Zuflucht gesucht hatte. Irland ist einen schweren, aber letztlich erfolgreichen Weg gegangen. Das Beispiel zeigt, dass wir in Europa mit der Krisenbewältigungsstrategie auf dem richtigen Kurs sind.

Irlands umfassende Reformen haben die Weichen hin zu einer soliden Haushaltspolitik gestellt, die Wettbewerbsfähigkeit des Landes gestärkt und den Bankensektor widerstandsfähiger gemacht. Die Wirtschaft wächst wieder. Das Marktvertrauen ist zurückgekehrt, wie die gelungenen Anleiheemissionen und die moderaten Zinssätze auf irische Staatsanleihen zeigen. Künftig wird sich Irland wieder eigenständig über die internationalen Kapitalmärkte finanzieren. Die irische Regierung hat bekräftigt, den Reformpfad auch nach Ende des Hilfsprogramms entschlossen weiterzuführen, um die Gesundung des Landes dauerhaft abzusichern.

Mit Auszahlung der letzten Tranche werden alle zugesagten Finanzmittel an Irland ausgereicht sein. Zum Programmvolumen von 85 Mrd. trug Irland eigene Mittel i.H.v. 17,5 Mrd. € bei. Die Kreditmittel von insgesamt 67,5 Mrd. € stellten EFSF (17,7 Mrd. €), EFSM (22,5 Mrd. €), IWF (22,5 Mrd. €) sowie die bilateralen Geber Großbritannien, Dänemark und Schweden (4,8 Mrd. €) bereit.

Mit Ende des Finanzhilfeprogramms wird Irland wieder den regelmäßigen Überwachungsprozessen der EU einschließlich der Nachprogrammüberwachung durch die Europäische Kommission unterliegen. Die Solidarität Deutschlands und der europäischen Partner mit Irland bleibt ungebrochen. Das zeigt sich auch in der gemeinsamen deutsch-irischen Initiative zur Verbesserung der Finanzierungsbedingungen von kleinen und mittelständischen Unternehmen in Irland. Die KfW ist bereits in Kontakt mit den irischen Behörden, um hier so schnell wie möglich konkrete Ergebnisse zu erzielen.