Navigation und Service

25.07.2017

Dr. Wolf­gang Merz neu­er Vor­sit­zen­der des Wirt­schafts­po­li­ti­schen Aus­schus­ses (WPA)

Im Juni 2017 hat Dr. Wolfgang Merz, Referatsleiter in der Europaabteilung im Bundesministerium der Finanzen, den Vorsitz des Wirtschaftspolitischen Ausschusses (WPA) der EU übernommen, der den ECOFIN-Rat vorbereitet und Beiträge für die Europäische Kommission und den Europäischen Rat bereitstellt.

Der Wirtschaftspolitische Ausschuss (WPA) wurde basierend auf einer Ratsentscheidung vom 18. Februar 1974 gegründet. Es ist seine Aufgabe, den Rat für Wirtschafts- und Finanzpolitik (ECOFIN) vorzubereiten und Beiträge für die Europäische Kommission und den Europäischen Rat bereitzustellen. Im Einzelnen:

  • Er stellt Wirtschaftsanalysen und Stellungnahmen zur Methodik bereit.
  • Er arbeitet Empfehlungen für die Strukturpolitik aus, die das Wachstumspotenzial und die Beschäftigung in der EU erhöhen sollen.
  • Er unterstützt den Rat bei der Festlegung der Grundzüge der Wirtschaftspolitik und leistet einen Beitrag zum Verfahren der multilateralen Überwachung.
  • Er leitet die Vorbereitungen der Arbeiten des Rates zum Europäischen Semester, einschließlich der Ausarbeitung von wirtschaftspolitischen Empfehlungen für die EU-Mitgliedsländer auf der Grundlage von Entwürfen der Europäischen Kommission.
  • Er unterstützt den Wirtschafts- und Finanzausschuss (WFA),

    • indem er die kurz- und mittelfristige makroökonomische Entwicklung in den Mitgliedstaaten und in der EU überprüft und
    • indem er Analysen und Stellungnahmen zur Wechselwirkung zwischen strukturpolitischen und makroökonomischen Maßnahmen und zu Lohn- und Gehaltsentwicklungen erstellt.

Außerdem dient der WPA als Forum für Fachgespräche zwischen der Europäischen Zentralbank, dem WFA, dem Beschäftigungsausschuss, der Europäischen Kommission und den Sozialpartnern.

Der WPA konzentriert sich bei seiner Arbeit auf folgende Themen:

  • Güter-, Kapital-, Dienstleistungs- und Arbeitsmärkte sowie Entwicklungen im Bereich der Löhne, Produktivität, Beschäftigung und Wettbewerbsfähigkeit,
  • die Rolle und Effizienz des öffentlichen Sektors und die langfristige Nachhaltigkeit öffentlicher Finanzen sowie
  • die Auswirkungen von politischen Maßnahmen auf die Wirtschaft, Umwelt, Forschung und Entwicklung oder soziale Kohäsion.

Der WPA setzt sich aus jeweils zwei hohen Beamten aus jedem Mitgliedstaat sowie aus je zwei Vertretern der Europäischen Kommission und der Europäischen Zentralbank zusammen. Alle zwei Jahre wählt der WPA aus seinen Mitgliedern einen Vorsitzenden und bis zu drei Stellvertreter. Im Juni 2017 hat Dr. Wolfgang Merz, Referatsleiter in der Europaabteilung des Bundesministeriums der Finanzen, den Vorsitz des WPA übernommen. Zuvor war er dort Delegierter für Deutschland.

Seite teilen und drucken