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Klimafreundliches Bauen mit Holz

Dachstuhl aus Holz Bild vergrößern
Quelle:  iStock.com/KeithBinns
  • DARP-Komponente: 1.3.1 Weiterentwicklung des klimafreundlichen Bauens mit Holz
  • Verantwortlich: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) in Zusammenarbeit mit Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR)
  • Ziel: Innovative Technologien, Verfahren, Produkte und Dienstleistungen zur stärkeren Nutzung von Holz als klimafreundlichem Baustoff
  • Förderung: 500 Mio. Euro für 20 geförderte Projekte

Herausforderung

Der Bausektor ist einer der rohstoffintensivsten Wirtschaftsbereiche in Deutschland. 90 Prozent aller verwendeten mineralischen Rohstoffe werden zur Herstellung von Baustoffen und -produkten eingesetzt. Damit hat der Bausektor einen bedeutenden Anteil am Ressourcenverbrauch. Für die Herstellung und Entsorgung von Baustoffen aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz ist in der Regel weniger Energie notwendig als für Materialien auf Basis endlicher, mineralischer Rohstoffe. Das Bauen mit Holz kann somit erheblich zur Reduktion der CO2-Emissionen und damit zum Klimaschutz beitragen, insbesondere wenn energie- und THG-intensive Baustoffe ersetzt werden.

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DARP-Maßnahme

Die Maßnahme Weiterentwicklung des klimafreundlichen Bauens mit Holz aus dem Deutschen Aufbau- und Resilienzplan (DARP) fördert 20 Projekte, welche die Nutzung von Holz als klimafreundlichem Baustoff vorantreiben. Die Förderung auf Grundlage der am 3. März 2021 veröffentlichten Richtlinie zur Förderung des klimafreundlichen Bauens mit Holz unterstützet Innovationscluster und Beratungstätigkeiten mit dem Ziel einer beschleunigte Entwicklung, Einführung und Verbreitung von innovativen Technologien, Verfahren, Produkten und Dienstleistungen (digitale Transformation) zur stärkeren Nutzung von Holz als Baustoff. Die Förderung zielt auch auf eine bessere Vernetzung der Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Institutionen, Wissenschaft und Forschung ab. Das Förderprogram, welches über Mittel der Aufbau- und Resilienzfazilitäten (ARF) finanziert wird, ist eines von 40 Projekten im DARP und mit 500 Mio. Euro ausgestattet. Im Sinne der ARF trägt diese Maßnahme dazu bei, die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie abzufedern und gleichzeitig in ein zukunftsfähiges und klimaneutrales Europa zu investieren. Für die Durchführung der Maßnahme ist die FNR zuständig.

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Wirkung

Die 20 geförderten Projekte geben ein diverses Bild ab. Unterstützt wurden unter anderem Fachtagungen, Podcasts, oder eine App zur Vernetzung und zum Wissensaustausch zum Thema Bauen mit Holz, aber auch die Entwicklung eines parametrischen digitalen Bauteilkataloges für Systemgebäude in Holz-Hybridbauweise oder die Entwicklung eines Handlungsleitfadens für die Ausschreibung und Vergabe von Holzbauleistungen, um künftige klimafreundlicher Bauprojekte auf kommunaler wie auch privater Ebene zu erleichtern.

Eines der 20 Projekte ist das Holzforum Allgäu e.V. mit einem Innovationscluster zur Stärkung, Verbindung und Aktivierung bestehender Netzwerkpartner in der Forst- und Holzwirtschaft. Konkret bedeutet dies Weiterbildungsmaßnahmen im Bereich Social Media, die Erstellung einer Bilddatenbank für die Partner des Clusters und die Durchführung einer Digitalisierungsveranstaltung als Open Innovation Hackathon,um verschiedene Akteurinnen und Akteure aus der Region zusammenzubringen, Synergien zu nutzen und die Wertschöpfungskette zu erweitern.

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