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13.05.2008

Eu­ro­pa fei­ert 10 Jah­re Wirt­schafts- und Wäh­rungs­u­ni­on

Mit dem Euro ist Europa ein Global Player

Installation eines Euro-Zeichens umgeben von Euro-Sternen vor der Europäischen Zentralbank
Quelle:  Bundesministerium der Finanzen

Die Europäische Zentralbank wurde am 1. Juni 1998 im Rahmen der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion gegründet. Die Nachfolgerin des Europäischen Wirtschaftsinstituts mit Sitz in Frankfurt am Main gilt als Hüterin des Euro. Ihre Hauptaufgaben: die Gewährleistung der Preisstabilität des Euro und die Umsetzung der europäischen Geldpolitik. Zwar wird unsere europäische Gemeinschaftswährung immer wieder als „Teuro“ abgestempelt. Doch wer genau hinschaut sieht: Das Gegenteil ist der Fall.

Denn während in Zeiten der Deutschen Mark zwischen 1960 und 1998 die Verbraucherpreis-Inflation im Schnitt bei etwas über drei Prozent lag, liegt der durchschnittliche Anstieg des Preisniveaus im Euroraum seit 1999 bei nur knapp über zwei Prozent.

Darüber hinaus profitiert nicht nur der Verbraucher, sondern auch die deutsche Industrie von der europäischen Gemeinschaftswährung. Durch den Wegfall von Kurssicherungsgeschäften sparen Deutschlands Exportunternehmen pro Jahr rund zehn Milliarden Euro. Auch den Titel des mehrmaligen Exportweltmeisters verdankt Deutschland vor allem dem Euro: Seit seiner Einführung hat er der deutschen Wirtschaft einen Handelszuwachs von knapp 18 Prozent beschert.

Der Euro hat sich bewährt – auch in der Krise

Damit nicht genug: Der Blick über den nationalen Tellerrand zeigt die Bedeutung des Euro für ganz Europa. Das Gemeinschaftszahlungsmittel hat sich als zweitwichtigste Währung neben dem Dollar etabliert und Europas Rolle als Global Player gestärkt. In einer globalisierten Welt, in der Finanzmarktkrisen vor Ländergrenzen nicht Halt machen, hat der Euro sich bisher als wirksamer Schutz des europäischen Wirtschaftsraumes erwiesen, der politischen und volkswirtschaftlichen Krisen zu trotzen vermag.

Für die künftige Stabilität des Euro tritt die Europäische Zentralbank auch in Zukunft ein. Von deren Engagement und Erfolg profitieren letztlich alle Europäerinnen und Europäer.