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10.05.2017

EU-Schul­pro­jekt­tag 2017

Am Europatag lud Bundesfinanzminister Schäuble rund 250 Schülerinnen und Schüler zum EU-Schulprojekttag ins BMF ein, um mit ihnen über die aktuelle Lage und die Herausforderungen Europas zu diskutieren. Als weiterer Programmpunkt erlebten die Jugendlichen das multimediale, interaktive Theaterstück „Die Neu-Erfindung Europas“, das an die Errungenschaften der EU erinnerte und zum Engagement für Europa aufrief. Nicht nur am Europatag.

Deutschland und Europa Flagge, daneben ein Monitor mit der Ankündigung des EU-Schulprojekttages 2017
Quelle:  Bundesministerium der Finanzen

Anlässlich des offiziellen Europatages am 9. Mai veranstaltete das Bundesministerium der Finanzen (BMF) den bereits zum elften Mal stattfindenden EU-Schulprojekttag, in dessen Rahmen Vertreter der Bundesregierung, der Parlamente und unterschiedlichster anderer politischer Institutionen den Dialog mit Schülerinnen und Schülern zum Thema Europa suchen. 

Bundesfinanzminister Schäuble lud rund 250 Jugendliche aus Berlin und Baden-Württemberg ins Detlev-Rohwedder-Haus ein, um über die Lage und die Herausforderungen der Europäischen Union und von Europa zu diskutieren. Die Realschüler und Gymnasiasten aus 7 verschiedenen Schulen nahmen die Gelegenheit wahr, sich über das aktuelle europapolitische Geschehen mit dem Bundesfinanzminister austauschen zu können und stellten Fragen zu den unterschiedlichsten Themen: Wie geht die EU gegen Steueroasen vor? Wie sind die Entwicklungen in der Türkei und den USA aus europäischer Sicht zu bewerten? Ist der Länderfinanzausgleich in Deutschland ein Modell für Europa? Macht ein kostenloses Interrailticket für junge Erwachsene Sinn? Wie sehen die europapolitischen Aufgaben des Bundesfinanzministeriums aus? Im bis auf den letzten Platz voll besetzten Matthias-Erzberger-Saal betonte Wolfgang Schäuble immer wieder die besondere Bedeutung der gemeinschaftlichen Verantwortung für die Zukunft Europas, insbesondere der jungen Generation. Er verdeutlichte dies an den Beispielen des Brexit-Referendums und den Präsidentschaftswahlen in Frankreich. Jeder Einzelne ist immer wieder gefragt, sich für Europa zu interessieren, sich für Europa einzusetzen – und das nicht nur am Europatag. 

Gruppenfoto der Jugendlichen
Quelle:  Bundesministerium der Finanzen

Welche Errungenschaften wir der Europäischen Union zu verdanken haben seit ihrer Entstehung bis heute, konnten die Schülerinnen und Schüler bei einem weiteren Programmpunkt des EU-Schulprojekttages 2017 im BMF kennenlernen. Das Theaterstück „Die Neu-Erfindung Europas“ von den Theatermachern Thomas Nufer und Dirk Schubert brachte den Jugendlichen auf sehr originelle und spannende Weise die wesentlichen Entstehungsetappen der EU nahe. Der in die Jahre gekommenen „Frau Europa“ fällt es darin schwer, ihre ursprünglichen Ziele in der heutigen Zeit noch zu vermitteln und die  Menschen von ihrer – der europäischen Idee – zu überzeugen. „Wir brauchen junge Leute, die die europäische Idee wiederbeleben“, spricht Frau Europa zu Elias, einem Abiturienten, der das Selbstvertrauen der alten Dame neu erfinden soll. Während dieses Vorhabens streift Elias durch wesentliche zeitgeschichtliche Ereignisse und trifft dabei immer wieder Menschen, die der Idee Europas nicht mehr offen gegenüberstehen. Auf dieser wilden Reise durch die Zeit wurden die Jugendlichen durch eine Mischung aus multimedialen Informationen zur EU-Geschichte und interaktiven Bühnenhandlungen eindringlich daran erinnert, dass sie Glück hatten, in eine der sichersten, freisten und wohlhabendsten Regionen der Welt geboren worden zu sein. Was für viele Menschen in Europa selbstverständlich geworden ist – Frieden, Freiheit und Wohlstand, – ist für die meisten Menschen der Welt noch immer Sehnsuchtsort.

Thomas Nufer und Dirk Schubert führen ein Theaterstück vor
Quelle:  Bundesministerium der Finanzen

Der EU-Schulprojekttag geht auf eine Initiative der Bundeskanzlerin zurück. Erstmals fand er 2007 während der deutschen EU-Ratspräsidentschaft statt und wird traditionell an einem Tag rund um die Europawoche veranstaltet. Bundesministerinnen, Bundesminister, Ministerpräsidenten, Abgeordnete des Deutschen Bundestages, der Länderparlamente und des Europaparlaments sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von EU-Institutionen diskutieren mit Schülerinnen und Schülern aller Schultypen und Klassenstufen. Während Minister Schäuble traditionell Jugendliche nach Berlin zur Diskussion einlädt, nehmen andere hochrangige Politiker die Möglichkeit zum Gespräch auch an den Bildungseinrichtungen vor Ort wahr. Den Jugendlichen bietet sich dadurch die Gelegenheit, Europa zu entdecken, besser zu verstehen und mitzugestalten.