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#BM­FOn­Tour: EU-Bür­ger­dia­log in Ba­den-Würt­tem­berg

Zum Abschluss des Jahres 2018 machte #BMFOnTour an zwei Schulen in Baden-Württemberg Halt: Jürgen Pohnert besuchte das Friedrich-Schiller-Gymnasium in Fellbach und Rouven Klein das Störck-Gymnasium in Bad Saulgau. In beiden Veranstaltungen wurde auch wieder darüber diskutiert, wofür die EU Geld ausgeben sollte: „Zusammenhalt“ hieß eine Priorität in Oberschwaben - „Bildung, Jugendaustauschprogramme und Umweltschutz“, so der Tenor in Fellbach.

EU-Bürgerdialog mit Jürgen Pohnert in Fellbach

Am 3. Dezember 2018 besuchte Jürgen Pohnert im Rahmen von #BMFOnTour das Friedrich-Schiller-Gymnasium in Fellbach, an dem er vor 35 Jahren selbst das Abitur gemacht hatte und diskutierte mit 25 Schülerinnen und Schülern einer 10. Klasse über aktuelle Fragen der Europäischen Union, den Euro und die Bedeutung der EU im Alltag der Jugendlichen. Jürgen Pohnert ist Referent im Referat für „Grundsatzfragen der Europäischen Politik“ im Bundesministerium der Finanzen.

Nach einer kurzen Einführung durch Jürgen Pohnert in die Grundzüge der Europäischen Union ergab sich eine interessante Diskussion. Es wurde dabei deutlich, dass die Jugendlichen der Aufnahme von Flüchtlingen in Europa grundsätzlich positiv gegenüberstehen und sie der Meinung sind, dass sich die Mitgliedstaaten hier stärker gegenseitig unterstützen sollten. Der Euro wurde in der Diskussion durchgehend positiv bewertet und seine Vorteile beim Reisen und für den Handel zwischen den Mitgliedstaaten betont. Der EU-Haushalt soll künftig die Bereiche Bildung und Jugendaustauschprogramme sowie den Umweltschutz verstärkt unterstützen, wenn es nach den Jugendlichen geht.

Die Schüler beteiligten sich rege an der Diskussion und waren auch daran interessiert, mehr über die Zusammenarbeit in der Europäischen Union zu erfahren.

Der Referent der Veranstaltung in der Schulklasse des Friedrich-Schiller-Gymnasiums in Fellbach
Quelle:  Bundesministerium der Finanzen

EU-Bürgerdialog mit Rouven Klein in Bad Saulgau

Am 20. Dezember 2018 besuchte Rouven Klein im Rahmen von #BMFOnTour seine ehemalige Schule im oberschwäbischen Bad Saulgau - das Störck-Gymnasium - und diskutierte mit rund 30 Schülerinnen und Schülern über Europa, die EU, den Euro und europäische Finanzpolitik. Rouven Klein gehört zum Team der Öffentlichkeitsarbeit im Bundesministerium der Finanzen und ist dort zuständig für die Europakommunikation.

Die Dialog-Veranstaltung am städtischen Gymnasium im oberschwäbischen Bad Saulgau begann mit einer allgemeinen Diskussion über Europa: Was ist Europa überhaupt? Geografisch, kulturell, politisch? Wie viele Staaten hat die EU? Wie viele davon haben den Euro als Währung? Welche Kriterien muss ein Land erfüllen, um Mitglied der EU werden zu können - welche, um den Euro einzuführen? „Es fehlt uns noch eine gemeinsame europäische Identität“, so die Meinung eines Schülers zur Frage, ob es eines Tages so etwas wie die Vereinigten Staaten von Europa geben könne. Viele seiner Mitschülerinnen und Mitschüler wünschen sich, dass es Entwicklungen hin zu einem stärkeren europäischen Einheits- und Gemeinschaftsgefühl gibt.

Frieden in Europa ist inzwischen zur Selbstverständlichkeit geworden - das wurde deutlich in der Diskussion und bei der Frage, was passieren würde, wenn EU-Staaten wieder Krieg miteinander führen würden. Der sicherheitspolitische Blick richtet sich inzwischen nach „draußen“: Welche Vorteile hätte eine europäische Armee? Sollten die europäischen Länder abrüsten? Wie steht die EU zu den USA oder Russland?

Ebenfalls selbstverständlich ist für die Jugendlichen inzwischen der Euro geworden - sie alle haben die D-Mark nicht mehr bewusst erlebt und sind daran gewöhnt, bei Reisen in Europa fast nirgends mehr Geld wechseln zu müssen. Für sie stellt sich die Frage, warum wir in Europa eine gemeinsame europäische Währung haben, nicht mehr - eher, welche Vorteile eigentlich eine separate nationale Währung haben könnte und wieso eigentlich nicht alle EU-Staaten den Euro als Währung haben.

Beim Thema Euro wurde natürlich auch die Staatsschuldenkrise und Griechenland angesprochen: Wie kam es zur Krise, wer hat schuld daran und wie steht Griechenland heute da? Was ist der Europäische Stabilitätsmechanismus, welche Rolle hat die Europäische Zentralbank bei der Aufarbeitung der Krise gespielt und was kann getan werden, damit sich die EU-Länder an die gemeinsamen (finanz-)politischen Regeln halten?

„In den Zusammenhalt investieren“ - das erhofft sich ein Schüler vom künftigen EU-Haushalt. Der neue Mehrjährige Finanzrahmen (MFR) der EU 2021-2027 wird ihn zufrieden stellen - aller Voraussicht nach wird genau dafür (Ausgabenkategorie „Zusammenhalt und Werte“) am meisten Geld ausgegeben werden (rund 35 Prozent). Auch Bildung wurde sehr häufig als Priorität genannt, verbunden mit dem Wunsch nach einheitlichen Bildungssystemen, ebenso wie die Unterstützung von schwächeren Ländern in Europa und anderen Weltregionen und von klein(er)en Unternehmen, die eine Starthilfe benötigen.

Den Schlusspunkt der Dialog-Veranstaltung setzte Rouven Klein mit einem Ausblick auf die Europawahl 2019: Welche Rolle hat das Europäische Parlament? Wann und wie wird gewählt? Warum sollte man wählen gehen? Der Hinweis, dass seit 1999 die Beteiligung in Deutschland an Europawahlen unter 50 Prozent lag, sprach für sich und sorgte für Erstaunen. Das Motto lautet also: www.diesmalwaehleich.eu.

Eine Schulklasse des Störck-Gymnasiums in Bad Saulgau
Quelle:  Bundesministerium der Finanzen

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