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#BM­FOn­Tour: EU-Bür­ger­dia­log in Ber­lin

#BMFOnTour machte auch in Berlin Halt im Rahmen des EU-Bürgerdialog: Am 27. November 2018 besuchte Michael Hachula das Marie-Curie-Gymnasium in Berlin-Wilmersdorf und am 17. Dezember 2018 besuchte Nodjinan Nimindé-Dundadengar die Kopernikus-Oberschule in Berlin-Steglitz. Es wurden Fragen diskutiert, die die Jugendlichen zur Zukunft der EU bewegt – unter anderem Bildung und Soziales haben die Berliner Schüler als wichtig herausgehoben.

EU-Bürgerdialog mit Michael Hachula in Berlin-Wilmersdorf

Eine Schulklasse des Marie-Curie-Gymnasiums in Berlin-Wilmersdorf
Quelle:  Bundesministerium der Finanzen

Am 27. November 2018 besuchte Michael Hachula, Referent im BMF-Referat „Finanzpolitische Koordinierung der Eurozone und der EU, Defizitverfahren und Länderanalysen der Eurozone“, im Rahmen von #BMFOnTour das Marie-Curie-Gymnasium in Berlin-Wilmersdorf, an dem er 2006 selbst Abitur gemacht hat. Mit Schülerinnen und Schülern aus je einem Grund- und Leistungskurs für Politische Weltkunde diskutierte er – 10 Jahre nach der Insolvenz der Lehman Brothers-Bank – über die globale Wirtschafts- und Finanzkrise sowie die anschließende Staatsschuldenkrise im Euroraum und welche Erfahrungen daraus gezogen wurden, um die Wirtschafts- und Währungsunion noch stabiler zu machen. Es wurde diskutiert, welche Bedeutung eine stabile wirtschaftliche Entwicklung spielt und welche Fragen zur Zukunft der EU im Fokus der Jugendlichen stehen.

Einführend gab Michael Hachula einen kurzen Überblick über die krisenhaften Entwicklungen seit 2008 und welche Maßnahmen seitdem zur Erhöhung der Stabilität im Euroraum unternommen wurden. Er erläuterte z.B. die Verbesserung der Koordinierung von Finanz- und Wirtschaftspolitik in der Währungsunion, Maßnahmen im Bereich der Finanzmarktregulierung und die Schaffung des Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM).

Die Schülerinnen und Schüler hatten sich erst kürzlich im Unterricht mit der globalen Finanzkrise auseinandergesetzt und zu diesem Thema entsprechend viel Diskussionsbedarf: Wie war der Zusammenhang zwischen der Preisentwicklung im US-Immobilienmarkt und der globalen Finanzkrise? Welche Rolle haben die Finanzmärkte bei der Transmission gespielt? Was passiert bei einem „bank run“? Welche Risiken bestehen derzeit im globalen Finanzsystem und können diese zu einer neuen krisenhaften Entwicklung führen?

Weiterhin diskutierten die Schülerinnen und Schüler angeregt über die Stabilität der Wirtschafts- und Währungsunion. Warum zahlen Staaten unterschiedlich hohe Zinsen auf ihre Staatsverschuldung? Was hat es für Folgen, wenn ein Land den Zugang zu den Kapitalmärkten zur Refinanzierung zu verlieren droht? Wer entscheidet über die Gewährung von Hilfsprogrammen und über die damit verbundenen zu erfüllenden Auflagen? In der Diskussion um die Zukunft der EU bewegte die Schülerinnen und Schüler insbesondere das Thema Rechtsstaatlichkeit. Welche Konsequenzen sollte es haben, wenn ein Staat gegen dieses zentrale gemeinsame Prinzip verstößt? Welche Möglichkeiten gibt es, dass die anderen Mitgliedstaaten auf das betroffene Land einwirken?

Insgesamt wurde deutlich, dass sich die Schülerinnen und Schüler – sicherlich auch dank ihrer engagierten Lehrkräfte – intensiv mit dem Thema Europa auseinandersetzen wollen, welches z.B.--zum Beispiel in Form des Euro für sie im Alltag oft sehr selbstverständlich erscheint.

EU-Bürgerdialog mit Nodjinan Nimindé-Dundadengar in Berlin-Steglitz

Eine Schulklasse der Kopernikus-Oberschule in Berlin-Steglitz
Quelle:  Bundesministerium der Finanzen

Am 17. Dezember 2018 besuchte Nodjinan Nimindé-Dundadengar im Rahmen des EU-Bürgerdialogs der Bundesregierung die Kopernikus-Oberschule in Berlin-Steglitz. Er diskutierte mit 26 Schülerinnen und Schülern des Grundkurses und des Leistungskurses Politik über die Europäische Union, den Euro, den EU-Haushalt, die Währungsunion und was sie sich generell vom EU-Haushalt wünschen. Nodjinan Nimindé-Dundadengar ist Referent im Referat, das sich im BMF mit dem Mehrjährigen Finanzrahmen und den Strukturfonds beschäftigt. Die Schülerinnen und Schüler hatten konkrete Vorstellungen, wofür der nächste EU-Haushalt Geld ausgeben sollte. Ganz oben auf der Liste standen u.a. die Bildungspolitik, Forschung und Sicherheit. Deutlich wurde auch, dass Solidarität und Soziales für die Jugendlichen sehr große Bedeutung haben.