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25.08.2026

Treffen der deutschsprachigen Finanzministerinnen und ‑minister in Liechtenstein

Krisen machen nicht an Grenzen halt. Umso wichtiger ist der enge und vertrauensvolle Austausch mit unseren Nachbarstaaten und europäischen Partnern. Aus diesem Grund nahm Bundesfinanzminister Lars Klingbeil am 24. August 2026 am Treffen der deutschsprachigen Finanzministerinnen und Finanzminister in Vaduz teil.

Lars Klingbeil steht im Freien neben deutschsprachigen Finanzministerinnen und ‑ministern. Hinter jeder Person steht die Flagge des eigenen Landes. BildVergroessern
Quelle:Bundesministerium der Finanzen / Photothek

Ein Thema der Gespräche waren die weltweiten wirtschaftlichen Verwerfungen und Unsicherheiten infolge von Trumps Iran-Krieg. Die Auswirkungen sind inzwischen auch auf den Anleihemärkten zu spüren.

„Der Zinsanstieg der letzten Tage und Wochen ist Folge einer globalen Unsicherheit, die durch den Krieg von Donald Trump im Iran ausgelöst wurde“, so der Minister in der anschließenden Pressekonferenz.

Deutschland setzt weiter auf Investitionen und Reformen. Mit dem 500-Milliarden-Euro-Investitionspaket modernisieren wir unser Land und stärken die Wirtschaft. Wir investieren in Bildung, Digitalisierung, erneuerbare Energien und den Wohnungsbau. Gleichzeitig investiert Deutschland in Sicherheit und Verteidigung und übernimmt damit Verantwortung in Europa und der NATO.

„Nichts wäre teurer, als nicht zu investieren. Die richtige Antwort auf die globalen Krisen ist, eigene Stärke zu entwickeln. Und dafür investieren wir in Deutschland“, betonte der Minister.

Auch der Klimaschutz spielte bei dem Treffen eine wichtige Rolle. Waldbrände, die hohe Zahl an Hitzetoten und niedrige Wasserstände zeigen, wie dramatisch die Folgen des Klimawandels unsere Länder treffen. Das hat Folgen auf die Menschen, die Natur, aber auch auf die wirtschaftliche Situation. Deshalb müssen wir die Transformation zur Klimaneutralität beschleunigen sowie Klimaanpassung und Hitzeschutz konsequent vorantreiben.

Ein weiterer Schwerpunkt war die gemeinsame Bekämpfung von Finanzkriminalität. Deutschland erhöht den Druck auf Finanzkriminelle und Steuerbetrüger und Geldwäscher. Ein zentraler Baustein ist das geplante Datenanalysezentrum, in dem Erkenntnisse gebündelt und mithilfe von KI komplexe Unternehmensgeflechte, verdächtige Verbindungen und Strohmänner schneller erkannt werden sollen. Dabei kann Deutschland auch von den Erfahrungen Österreichs bei der Datenanalyse lernen.

Treffen wie dieses schaffen die Grundlage dafür, voneinander zu lernen, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam zu handeln.

Bilder vom Treffen der Finanzministerinnen und ‑minister in Vaduz

Lars Klingbeil steht vor einem Gebäude und lächelt in die Kamera. Lars Klingbeil trifft seine deutschsprachigen Amtskolleginnen und -kollegen in Vaduz
Gilles Roth, Barbara Eibinger-Miedl, Lars Klingbeil und Karin Keller-Sutter stehen in einem Raum und unterhalten sich. Gilles Roth, Barbara Eibinger-Miedl, Lars Klingbeil und Karin Keller-Sutter
Bei einer Pressekonferenz: Die deutschsprachigen Finanzministerinnen und Finanzminister stehen nebeneinander an Rednerpulten. Pressekonferenz der deutschsprachigen Finanzministerinnen und Finanzminister
Lars Klingbeil und Brigitte Haas, Regierungschefin von Liechtenstein, laufen nebeneinander einen Weg hinauf und unterhalten sich. Der Bundesfinanzminister und Brigitte Haas, Regierungschefin von Liechtenstein
Lars Klingbeil und Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein reichen sich zur Begrüßung die Hände. Empfang von Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein