Beim Treffen in Cairns ging es um die Lage der Weltwirtschaft, die Wachstumsstrategien der G20-Länder und um Fortschritte bei der Finanzmarktregulierung und bei der internationalen Steuerpolitik.

Seit dem letzten Treffen im Februar in Sydney haben sich die weltwirtschaftlichen Perspektiven verschlechtert und sich neue geopolitische Risiken ergeben. Die Teilnehmer waren sich einig, dass es deshalb umso wichtiger ist, durch eine nachhaltige Politik für Vertrauen zu sorgen und an ihrem Wachstumsziel festzuhalten. Das besagt, dass die G20 durch ehrgeizige nationale Maßnahmen das weltweite Wachstum so steigern wollen, dass das gemeinsame BIP 2018 um 2 Prozent über dem Wert liegt, der sich ohne diese Maßnahmen eingestellt hätte. Nach Berechnungen von internationalen Organisationen ergeben die bislang angekündigten Maßnahmen bereits 1,8 der angestrebten 2 Prozent. Besonders erfreulich ist, dass hierbei Strukturreformen eine große Rolle spielen. Nun gilt es, die vereinbarten Maßnahmen auch umzusetzen.

Darüber hinaus wollen die Teilnehmer dazu beitragen, die weltweiten Ersparnisse verstärkt in Investitionen in Infrastruktur und in kleine und mittlere Unternehmen zu lenken. Denn Investitionen sind der Schlüssel für nachhaltiges Wachstum.

Bei der Finanzmarktregulierung gibt es Fortschritte insbesondere im Bereich Schattenbanken und bei der Regulierung von systemrelevanten Instituten.

Große Erfolge gibt es bei der internationalen Steuerpolitik. Im Kampf gegen Gewinnverlagerung und Steuervermeidung konnten bereits 7 von 15 Aktionspunkten erfolgreich abgeschlossen werden. Außerdem haben die Teilnehmer vereinbart, den neuen weltweiten Standard für den automatischen Informationsaustausch über Finanzkontendaten zügig zu implementieren.