Finanzielle Bildung ist ein wesentlicher Teil der Allgemeinbildung. Sie kann dazu beitragen, die individuelle Lebensführung zu erleichtern, Risiken zu meiden und Chancen zu nutzen, und sie ist nicht zuletzt eine Frage der Chancengerechtigkeit: Mehr Finanzkompetenz bedeutet mehr Möglichkeiten zu gesellschaftlicher Teilhabe, Unabhängigkeit und selbstbestimmtem Handeln. Der Entwurf bildet die Grundlage für die weitere Abstimmung und die nachhaltige Umsetzung der Strategie, die ab 2027 erfolgen wird.
Hintergrund: Von der Initiative zum Strategieentwurf
Der Strategieentwurf ist das Ergebnis eines mehrjährigen Prozesses. Den Auftakt bildete die Initiative Finanzielle Bildung, die das Bundesministerium der Finanzen (BMF) und das damalige Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in der 20. Legislaturperiode gemeinsam ins Leben gerufen hatten.
In Zusammenarbeit mit der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) und unter Einbeziehung aller relevanten Stakeholder wurden die Grundlagen erarbeitet: ein Mapping bestehender Angebote über einen Stakeholder-Fragebogen (Juli 2023, rund 160 Anbieter), ein vertiefender Stakeholder-Workshop (Oktober 2023, rund 130 Teilnehmende), eine OECD-Bestandsaufnahme zum Stand der Finanzbildung in Deutschland sowie der am 24. September 2024 übergebene OECD-Vorschlag für eine nationale Strategie. Die Bestandsaufnahme zeigte, dass Deutschland hinsichtlich der Finanzkompetenz im Bevölkerungsdurchschnitt insgesamt im internationalen Vergleich gut dasteht. Bei bestimmten Handlungsfeldern und Zielgruppen gibt es jedoch Ausbaupotential.