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16.02.2017

Stu­die zum Klein­an­le­ger­schutz­ge­setz

Forschungsgutachten untersucht die Praxiserfahrungen mit den Befreiungsvorschriften für Schwarmfinanzierungen, soziale und gemeinnützige Projekte sowie Religionsgemeinschaften

Die von Wissenschaftlern des ifo Instituts, der Universität Trier und der Humboldt-Universität zu Berlin gemeinsam erstellte Studie zu den Praxiserfahrungen mit den durch das Kleinanlegerschutzgesetz vom 3. Juli 2015 in das Vermögensanlagengesetz eingeführten Befreiungsvorschriften für Schwarmfinanzierungen, soziale und gemeinnützige Projekte sowie Religionsgemeinschaften hat eine empirische Datenerhebung zu diesen Vorschriften zum Gegenstand.

Für die Untersuchung der Befreiung für Schwarmfinanzierungen wurde dabei auf eine seit dem 1. August 2011 geführte Crowdinvesting-Datenbank zurückgegriffen. Die Studie bezieht damit alle Schwarmfinanzierungen in Deutschland seit Beginn dieser Finanzierungsform in ihre Untersuchung mit ein und kann dadurch Aussagen zur Entwicklung des Marktes für Schwarmfinanzierungen zwischen 2011 und 2016 treffen.

Aus der Studie lassen sich darüber hinaus Rückschlüsse über die Praktikabilität der Befreiungsvorschrift für Schwarmfinanzierungen ziehen, da sie Feststellungen zum Gesamtverkaufspreis der von den jeweiligen Emittenten über Schwarmfinanzierungs-Portale angeboten Vermögensanlagen enthält. Außerdem stellt die Studie fest, welche Anlageprodukte im Wesentlichen über die Portale vertrieben werden und in welchen Größenordnungen sich die Beträge bewegen, mit denen Anleger in Schwarmfinanzierungs-Projekte investieren.

Bei ihrer Untersuchung der Befreiungsvorschriften für soziale und gemeinnützige Projekte sowie Religionsgemeinschaften beruht die Studie im Wesentlichen auf Erkenntnissen aus Expertengesprächen. Dadurch können in der Studie Aussagen zur praktischen Relevanz der jeweiligen Befreiungsvorschriften getroffen werden.

Die Studie wurde vor dem Hintergrund der von der Bundesregierung durchgeführten Evaluierung des Kleinanlegerschutzgesetzes durchgeführt.

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