Navigation und Service

23.03.2018

Tref­fen der G20-Fi­nanz­mi­nis­ter und No­ten­bank­gou­ver­neu­re in Bue­nos Ai­res

Am 19./20. März 2018 kamen die Chefs der Finanzressorts der G20-Länder unter argentinischer Präsidentschaft in Buenos Aires zusammen, unter ihnen der neue Bundesfinanzminister Olaf Scholz. Die Teilnehmer diskutierten über zahlreiche Themen, insbesondere über die Lage der Weltwirtschaft, Finanzmarktregulierung, internationale Steuerpolitik und die Bekämpfung von Terrorismusfinanzierung.

die G-20 Finanzminister und Notenbankgouverneure bei einem Treffen in Buenos Aires
Quelle:  Picture Alliance

Schwerpunkte des ersten Treffens der G20-Finanzminister und -Notenbankgouverneure unter argentinischer G20-Präsidentschaft waren die Lage der Weltwirtschaft, die internationale Finanzarchitektur, Finanzmarktregulierung, internationale Steuerpolitik und die Bekämpfung von Terrorismusfinanzierung. Daneben spielten auch die beiden Schwerpunktthemen der argentinischen Präsidentschaft eine wichtige Rolle: Unter der Überschrift „Zukunft der Arbeit“ diskutierten die G20-Mitglieder über die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Arbeitswelt und über Maßnahmen im Bereich der Finanzpolitik – z. B. Steuer- und Sozialpolitik – , mit denen auf diese Entwicklungen reagiert werden kann. Der zweite Schwerpunkt „Infrastruktur“ hat zum Ziel, öffentliche Infrastrukturprojekte zu einer eigenen Anlageklasse weiterzuentwickeln.

Ein wichtiges Thema bei der Diskussion zur Lage der Weltwirtschaft waren die aktuellen Ankündigungen der USA zur Einschränkung des Welthandels. Viele G20-Mitglieder hoben in der Diskussion hervor, welch große Bedeutung freier Handel für das Weltwirtschaftswachstum spielt. Daneben wurde auf die diversen Risiken für die weitere wirtschaftliche Entwicklung, insbesondere die hohe Verschuldung, und die Notwendigkeit von Maßnahmen zur Vorbeugung künftiger Krisen hingewiesen. Im Bereich Steuerpolitik legte die OECD einen Zwischenbericht zu Herausforderungen und Lösungsansätzen zur Besteuerung der digitalen Wirtschaft vor. Hierzu wurde im G20-Kreis intensiv diskutiert, es konnte allerdings noch kein Konsens über gemeinsame Maßnahmen erzielt werden. Auf Bitte von Frankreich und Deutschland stand auch das Thema „Crypto-Assets“ (wie z. B. Bitcoins) auf der Tagesordnung. Die G20-Minister und Gouverneure diskutierten über Möglichkeiten und die Notwendigkeit von Regulierung solcher Crypto-Assets und beauftragten die relevanten internationalen Standardsetzer mit einem Bericht zu diesem Thema bis zum Treffen im Juli 2018.

Das Das Kom­mu­ni­qué des Tref­fens hält die ge­mein­sa­men Po­si­tio­nen der G20 zu al­len wich­ti­gen Ar­beits­be­rei­chen fest. [pdf, 133KB] hält die gemeinsamen Positionen der G20 zu allen wichtigen Arbeitsbereichen fest.