Die Jahrestagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank fand vom 15. bis 17. Oktober 2025 statt. Im Zentrum der Gespräche standen die multiplen Krisen auf der Welt – durch den russischen Krieg in der Ukraine und die Lage im Nahen Osten, sowie durch die Verwerfungen im Welthandel durch Zollkonflikte oder Dumpingpreise und Überkapazitäten. Über diese Themen tauschte sich Lars Klingbeil auch jenseits des offiziellen Programms mit internationalen Partnern, wie dem US-Finanzminister Scott Bessent und dem ukrainischen Finanzminister Sergii Marchenko, aus.
Neue internationale Partnerschaften
Während andere sich abschotten, setzen wir auf internationale Zusammenarbeit. Lars Klingbeil warb gemeinsam mit Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan in Washington, D.C. für den Aufbau neuer strategischer Partnerschaften, vor allem mit den Staaten im Globalen Süden. Gerade diese teilen das Interesse an belastbaren Handelsbeziehungen und der Achtung des Völkerrechts.
„Wir setzen auf starke Partnerschaften mit Staaten, die – ebenso wie wir – auf Kooperation statt Konfrontation setzen. Wir setzen auf starke internationale Institutionen und auf Multilateralismus.“
Lars Klingbeil auf der Pressekonferenz zur Jahrestagung
Die EU hat das Handelsabkommen Mercosur mit wichtigen lateinamerikanischen Ländern erfolgreich abgeschlossen und sie verhandelt über weitere Freihandelsabkommen und unterstützt Afrika im Aufbau einer eigenen Freihandelszone.
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Lars Klingbeil zur Jahrestagung von IWF und Weltbank in Washington
Ein weiterer wichtiger Schritt ist die Stärkung des G20 Compact with Africa. Lars Klingbeil und Reem Alabali Radovan haben gemeinsam mit dem Präsidenten der Weltbank Ajay Banga den Startschuss für den neuen G20 Compact with Africa Treuhandfonds gegeben. Dieser schafft bessere wirtschaftliche Rahmenbedingungen für mehr Wachstum und gute Jobperspektiven. Dafür braucht es deutlich mehr private Investitionen in nachhaltige Entwicklung, in Infrastruktur und gut ausgebildete Fachkräfte.
Deutschland bleibt ein verlässlicher Partner für den IWF und die Weltbank und unterstützt Reformprozesse, damit diese Institutionen in der multipolaren Welt eine Zukunft haben.
Privates Kapital nach Deutschland bringen
Während seiner Reise nach Washington, D.C. setzte sich Lars Klingbeil für freien Handel, Investitionen und Wachstum ein – gerade jetzt als Antwort auf die globalen Unsicherheiten. Der Minister tauschte sich mit privaten Investoren aus und berichtete von den Weichenstellungen der deutschen Bundesregierung für mehr Wachstum. Die positiven Effekte der massiven öffentlichen Investitionen und Reformen werden auch international breit beachtet.
„Unser 500-Milliarden-Investitionspaket ist ein starker Impuls für neues Wachstum. Und wir sehen: Das Wirtschaftswachstum in Deutschland zieht in den kommenden zwei Jahren erstmals nach den schwachen letzten Jahren wieder an. Wir sind also auf dem richtigen Weg, wenn wir jetzt so konsequent in die Modernisierung und die Zukunftsfähigkeit unseres Landes investieren.“
Lars Klingbeil auf der Pressekonferenz zur Jahrestagung
Das Interesse an den deutschen Reformen und Rekordinvestitionen schafft ein Momentum, auch stärker privates Kapital zu mobilisieren. Lars Klingbeil betonte, dass dieses Momentum genutzt werden und die Rahmenbedingungen für privates Kapital weiter verbessert werden sollen. Der eingeschlagene Weg wird konsequent weiterverfolgt, um die deutsche Wettbewerbsfähigkeit zu steigern und Deutschland attraktiver für Investoren aus aller Welt zu machen.
Was wir jetzt schon in Angriff genommen haben:
- Mit dem Deutschlandfonds schaffen wir Andockstellen für privates Kapital.
- Mit dem Standortfördergesetz verbessern wir die Rahmenbedingungen für private Investitionen, insbesondere in Infrastruktur und erneuerbare Energien sowie in Wagnis- und Wachstumskapital.
- Mit dem Wachstumsbooster haben wir bereits starke Investitionsanreize gesetzt. Gleichzeitig sorgen wir für weniger Bürokratie.
Unterstützung der Ukraine
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Lars Klingbeil zur Jahrestagung von IWF und Weltbank in Washington
Ein zentrales Thema der G7-Beratungen in Washington, D.C. waren die Unterstützung der Ukraine und der Weg zu einem Ende des Krieges und einem gerechten Frieden in der Ukraine. Im Kreis der G7 wurde Einigkeit erzielt, den Druck auf den russischen Präsidenten Putin und die Kosten des Krieges massiv zu erhöhen.
Außerdem ging es darum, die Verteidigungsfähigkeit der Ukraine weiter zu stärken und über die nächsten Jahre finanziell abzusichern. Zugleich sollen weitere Maßnahmen ergriffen werden, mit denen die russische Kriegswirtschaft empfindlich getroffen wird.
Eindrücke von der Reise nach Washington
Reem Alabali Radovan und Lars Klingbeil unterwegs in Washington, D.C.
Eindrücke von der Reise nach Washington
Lars Klingbeil und Reem Alabali Radovan während eines Presse-Statements
Eindrücke von der Reise nach Washington
Treffen des G20 Compact with Africa
Eindrücke von der Reise nach Washington
Lars Klingbeil und Reem Alabali Radovan mit Weltbank-Präsident Ajay Banga
Eindrücke von der Reise nach Washington
Lars Klingbeil auf dem Weg zum nächsten Termin in Washington, D.C.
Eindrücke von der Reise nach Washington
Lars Klingbeil und Sergii Marchenko auf der National Mall
Eindrücke von der Reise nach Washington
Reem Alabali Radovan und Lars Klingbeil mit IWF-Direktorin Kristalina Georgieva
Eindrücke von der Reise nach Washington
Sie sagten dem IWF zusätzliche Mittel für das „Capacity Development”-Programm zu.
Eindrücke von der Reise nach Washington
Lars Klingbeil im Gespräch mit French Hill, dem US-Abgeordneten für Arkansas
Eindrücke von der Reise nach Washington
Lars Klingbeil beim Investoren-Roundtable
Eindrücke von der Reise nach Washington
Gemeinsame Pressekonferenz mit dem Bundesbank-Präsidenten Joachim Nagel
Eindrücke von der Reise nach Washington
Lars Klingbeil trifft US-Finanzminister Scott Bessent
Eindrücke von der Reise nach Washington