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Die Politik der zahlreichen Coronahilfen der Bundesregierung wirkt. Während im Juni 2020 die Prognosen des BIP noch von einem Einbruch von bis zu 7,8 % ausgingen, hat das Statistische Bundesamt vor Kurzem gemeldet, dass das BIP final um 4,9 % zurückgegangen ist. Damit ist Deutschland deutlich besser durch das Krisenjahr gekommen als andere große europäischen Volkswirtschaften. In seinem jährlichen Bericht zur Überwachung der nationalen Finanz- und Wirtschaftspolitik [pdf, 2MB] schreibt der IWF, dass die Maßnahmen der Bundesregierung jedes neunte Unternehmen vor der Insolvenz bewahrt haben, dies sind etwa 400.000 Unternehmen. Ohne die umfangreichen Stabilisierungs- und Unterstützungsmaßnahmen wäre der wirtschaftliche Einbruch weitaus tiefgreifender ausgefallen.

Säulendiagramm: Wirtschaftsentwicklung (in Prozent des Bruttoinlandsprodukts) von Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und Großbritannien im Jahr 2020 BildVergroessern

Finanziell gut aufgestellt

Zudem ist Deutschland finanziell gut aufgestellt. Durch die solide Finanzpolitik der vergangenen Jahre bleibt die Schuldenquote vergleichsweise niedrig. Für das Jahr 2020 wird der Anstieg der Staatsverschuldung auf rund 70 % des BIP geschätzt. Für 2021 ist derzeit mit einem weiteren Anstieg auf rund 75 % des BIP zu rechnen. Zum Vergleich: nach dem Ende der Wirtschafts- und Finanzkrise stieg die Schuldenquote auf 82,3 % in 2010.

Saulendiagramm: Gegenüberstellung der Entwicklung der Schuldenquote (in Prozent) in der Finanzkrise und in der Coronakrise BildVergroessern

Die Bundesregierung wird ihre verantwortungsvolle Finanzpolitik zur Stabilisierung und Stärkung des Wachstums durch zielgerichtete Investitionen fortsetzen. Dafür sind in 2022 50 Mrd. € eingeplant. Der Schwerpunkt liegt auf Zukunftsthemen wie Künstliche Intelligenz sowie weiteren Investitionen in die Digitalisierung. Gleichzeitig werden die nötigen Mittel bereitgestellt, um den klimafreundlichen Umbau der Wirtschaft fortzusetzen. Insgesamt plant die Bundesregierung für das Jahr 2022 zur Finanzierung seiner Mindereinnahmen und Mehrausgaben mit einer Neuverschuldung in Höhe von 81,5 Mrd. €.

Ausblick auf die Jahre ab 2023

In den weiteren Finanzplanjahren ab 2023 wird das Niveau der Neuverschuldung stark reduziert. Die Eckwerte sehen ab 2023 wieder die Einhaltung der Schuldenregel vor.

Tabelle: Nachtrag und Eckwerte im Überblick BildVergroessern