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12.08.2019

Welt­wei­te Un­ter­stüt­zungs­pro­gram­me und För­de­rung so­zia­ler Ak­ti­vi­tä­ten

Mehr als 80.000 Holocaust-Überlebende weltweit bekommen derzeit eine monatliche Unterstützung zum Lebensunterhalt aus Deutschland. Zusätzlich erhalten fast 100.000 Menschen weltweit Pflegeleistungen oder Fürsorgeleistungen. Erfahren Sie, welche Pflege- oder Fürsorgeleistungen und soziale Aktivitäten für Holocaust-Überlebende das Bundesfinanzministerium unterstützt und was in den nächsten Jahren als Folgeaufgabe der Wiedergutmachung ansteht.

BMF-Staatssekretär Dr. Rolf Bösinger beim Besuch einer Hilfseinrichtung in New York.
BMF-Staatssekretär Dr. Rolf Bösinger beim Besuch einer Hilfseinrichtung in New York. Quelle:  Claims Conference, Jay Brady Photography

Deutschland steht auch weiterhin zu seiner moralischen und finanziellen Verantwortung gegenüber den Opfern der Verfolgung durch die Nationalsozialisten. Mehr als 80.000 Holocaust-Überlebende weltweit bekommen derzeit eine monatliche Unterstützung zum Lebensunterhalt aus Deutschland. Zusätzlich erhalten fast 100.000 Menschen weltweit Pflegeleistungen oder Fürsorgeleistungen, zum Beispiel Essen auf Rädern, Medikamente oder medizinische Hilfen.

Auch Aktivitäten der sozialen Teilhabe wie Besuchsprogramme und Erzählcafés werden aus Deutschland unterstützt. Das Bundesministerium der Finanzen arbeitet dafür mit Verfolgtenorganisationen zusammen und koordiniert die weltweiten Programme. Ziel ist es, den im Nationalsozialismus verfolgten Menschen einen würdigen Lebensabend zu ermöglichen. Im Rahmen der laufenden Unterstützung des Bundesfinanzministeriums von sozialen Aktivitäten für Holocaust-Überlebende besuchte Staatssekretär Dr. Rolf Bösinger im Mai 2019 eine Hilfseinrichtung im New Yorker Stadtteil Brooklyn. Begleitet von Sozialarbeiterinnen treffen sich dort Seniorinnen jede Woche, um gemeinsam Obst für Familienräume in lokalen Krankenhäusern zu schneiden. Damit sollen die Teilnehmerinnen aus der Einsamkeit ihrer Wohnungen geholt werden. Gleichzeitig können sie so zur lokalen Nachbarschaft beitragen.

Als Folgeaufgabe der Wiedergutmachung steht in den nächsten Jahren die Erschließung des enormen Aktenbestandes der deutschen Entschädigungsleistungen an. Zusammen mit den Archiven in den Bundesländern, dem Bundesarchiv und mit internationalen Partnern wie Yad Vashem in Israel sollen die Schicksale in diesen Akten digital erfasst werden. Damit können die individuellen Verfolgungsgeschichten erhalten und weitergegeben werden.

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