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08.11.2019

Wie­der­gut­ma­chung von NS-Un­recht auch zu­künf­tig be­deu­ten­de deut­sche Po­li­ti­k­auf­ga­be

Am 28. Oktober 2019 fand im Bundesministerium der Finanzen das Historiker-Symposium zur Transformation der Wiedergutmachung statt. Staatssekretär Werner Gatzer eröffnete das Symposium und unterstrich die fortwährende Bedeutung der seit Beginn der 1950er-Jahre vom BMF verantworteten Aufgabe der Wiedergutmachung.

Staatssekretär Werner Gatzer eröffnete das Symposium für Historiker 2019

Am 28. Oktober 2019 fand im Bundesministerium der Finanzen das Historiker-Symposium zur Transformation der Wiedergutmachung statt. Staatssekretär Werner Gatzer eröffnete das Symposium und unterstrich die fortwährende Bedeutung der seit Beginn der 1950er-Jahre vom BMF verantworteten Aufgabe der Wiedergutmachung: "Nicht nur zunehmender Antisemitismus macht die Wiedergutmachung von NS-Unrecht auch zukünftig zu einer sensiblen, weittragenden und sehr wichtigen deutschen Politikaufgabe".

In den kommenden Jahren soll ein weltweit zugängliches Onlineportal entstehen, das alle Wiedergutmachungsakten und -unterlagen digital sichtbar machen wird. Der im Bundesfinanzministerium für die Wiedergutmachung zuständige Abteilungsleiter Uwe Schröder präsentierte beim Symposium Vorschläge, wie das sogenannte Dokumentenerbe als Folgeaufgabe der Wiedergutmachung besser sichtbar gemacht werden kann, damit die Schicksale der NS-Verfolgten nicht vergessen werden.

Der hochkarätige Teilnehmerkreis bestand aus nationalen und internationalen historischen Fachexperten, unter anderem waren Vertreter der israelischen Gedenk- und Forschungsstätte Yad Vashem und des United States Holocaust Museum in Washington nach Berlin gekommen. Die Experten diskutierten die Herausforderungen und Möglichkeiten und zeigten starkes Interesse an den Plänen des BMF. In sehr konstruktiver Atmosphäre konnten Stellungnahmen, Perspektiven und Ideen der Geschichtswissenschaft dokumentiert werden.