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08.11.2018

65 Jah­re im Dienst der Wie­der­gut­ma­chung

65 Jahre Entschädigungsreferentenkonferenz (ERK)

Bereits seit 65 Jahren - also seit 1953 - tagt die Konferenz der Entschädigungsreferenten. Auf dieser Konferenz treffen sich diejenigen Bundesländer, die das Bundesentschädigungsgesetz (BEG) ausführen, sowie das Bundesministerium der Finanzen (BMF) als zuständiges Bundesressort, das Bundesverwaltungsamt (BVA) und das Auswärtige Amt (AA), um Fragen rund um die Ausführung des Gesetzes zu erörtern. In diesem Jahr fand die Tagung vom 5. bis 7. November 2018 im Niedersächsischen Ministerium für Inneres und Sport in der Landeshauptstadt Hannover statt.

Die Durchführung des BEG ist eine sensible Aufgabe, die im In und Ausland stark im öffentlichen Fokus steht. Auf der Grundlage des BEG erhalten NS-Opfer weltweit monatliche Entschädigungsleistungen und Fürsorgeleistungen im Krankheitsfall. Da das BEG von den Bundesländern ausgeführt wird, gibt es Jahr für Jahr eine große Bandbreite von Themen, angefangen von der Abstimmung einer gemeinsamen Verwaltungspraxis zum BEG, über die Frage der weltweit laufenden Rentenzahlungen bis hin zum zukunftsorientierten Themenbereich der „Transformation der Wiedergutmachung“.

Am Vorabend der Konferenz gab es auch mit Blick auf den Gedenktag am 9. November einen Einblick in die Geschichte und Zerstörung der ehemaligen Synagoge und eine Besichtigung der Gedenkstätte unter fachkundiger Leitung. Im Anschluss an den ersten Sitzungstag wurde die Gedenkstätte Ahlem in der ehemaligen Israelitischen Gartenbauschule besichtigt.

Die nächste Konferenz im Jahr 2019 wird durch das Land Hessen ausgerichtet werden.

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