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19.03.2020

Mil­li­ar­den-Hilfs­pro­gram­me für al­le Un­ter­neh­men

Um die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie für Beschäftigte und Unternehmen möglichst gering zu halten, sorgen wir dafür, dass Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler schnellstmöglich mit Liquidität versorgt werden. Dafür stellen wir über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in erheblichem Umfang Hilfskredite zur Verfügung.

Die verschiedenen Förderkredite werden von Kreditinstituten an ihre Kunden weitergegeben. Sie können ab sofort beantragt werden. Die Voraussetzungen für die KfW-Kredite wurden massiv gelockert und Konditionen verbessert, um möglichst vielen Unternehmen schnell und wirksam zu helfen. Die Mindestanforderungen an die Kreditwürdigkeit eines Unternehmens, die sonst bei der Kreditvergabe der KfW gelten, sind deutlich reduziert.

Die KfW übernimmt den bei weitem größten Teil der Haftung für diese Kredite (80 Prozent bis 90 Prozent). Dafür garantiert der Bund. Das erleichtert Banken, Sparkassen und anderen Finanzierungspartnern die Kreditvergabe. Um eine zügige Auszahlung zu erreichen, werden Prozesse vereinfacht, z.B. durch eine Risikobewertung allein durch die Hausbank bis zu einer Kreditobergrenze von 3 Millionen Euro. Bis 10 Millionen Euro findet nur eine deutliche vereinfachte Prüfung statt.

Die verschiedenen Programme stellen sicher, dass Unternehmen unabhängig von ihrer Größe und ihrem Alter davon profitieren können: Freiberufler, Selbstständige und kleine Unternehmen ebenso wie mittelständische und große Unternehmen. 

Folgende Kreditprogramme stehen zur Verfügung:

Alle Unternehmen

Alle etablierten Unternehmen, die seit mindestens fünf Jahren bestehen, können einen KfW-Unternehmerkredit beantragen. Für jüngere Unternehmen, die noch nicht seit fünf Jahren bestehen, steht der ERP-Gründerkredit zur Verfügung.

Der Höchstkreditbetrag liegt je Unternehmensgruppe bei 1 Milliarde Euro. Es werden verschiedene Laufzeiten von bis zu 5 Jahren angeboten.

Mit einem solchen Kredit können Investitionen oder sogenannte Betriebsmittel finanziert werden. Unter Betriebsmitteln sind alle laufenden Kosten zu verstehen. Dazu gehören beispielsweise Miete und Kaution für Büro- und Gewerberäume oder Personalkosten.

Mittelständische und große Unternehmen

Mittelständische und große Unternehmen können einen KfW-Kredit für Wachstum in Anspruch nehmen. Finanzierungen werden ab einem Kreditbetrag von 25 Millionen Euro angeboten. Beim Nachweis eines entsprechenden Liquiditätsbedarfs ist der Höchstkreditbetrag unbegrenzt. Die KfW beteiligt sich dabei in marktüblicher Art und Weise zu gleichen Bedingungen wie andere Finanzierungspartner an der Finanzierung. Mit dem Kredit können Investitionen oder Betriebsmittel finanziert werden.

Weitere Details zu diesem Programm finden Sie auf der Website der KfW unter: https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Unternehmen/Innovation/F%C3%B6rderprodukte/KfW-Kredit-f%C3%BCr-Wachstum-(290)/

So beantragen Unternehmen Kredite:

Betroffene Unternehmen, die ein Programm des Corona-Schutzschilds in Anspruch nehmen möchten, können dies über ihre Hausbank oder einen anderen Finanzierungspartner beantragen. Neben der eigenen Bank können dies Geschäftsbanken, Sparkassen, Genossenschaftsbanken, Direktbanken, Bausparkassen, Versicherungen oder Finanzvermittler sein. Wichtig: Die direkte Beantragung bei der KfW ist nicht möglich.

Ein Antrag läuft in vier Schritten:

  1. Finanzierungspartner finden
    Kontakt mit der Hausbank oder anderem Finanzierungspartner aufnehmen und Termin vereinbaren. Bei der Suche nach einem Finanzierungspartner unterstützt auch die Website der KfW: www.kfw.de.

  2. Kredit beantragen
    Der Finanzierungspartner stellt für das Unternehmen den Kreditantrag bei der KfW.

  3. Kreditantrag wird geprüft
    Die KfW prüft alle Unterlagen und entscheidet über die Förderung.

  4. Kreditvertrag abschließen und Liquidität erhalten
    Das Unternehmen schließt beim Finanzierungspartner den Kreditvertrag ab, anschließend werden die Mittel bereitgestellt.

Im Folgenden finden Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen zu den Milliarden-Hilfsprogrammen:

Damit sollen sowohl Unternehmen als auch Beschäftigte geschützt werden. Es geht darum, Unternehmen jeder Größe mit Liquidität auszustatten.

Die bestehenden Programme der KfW werden dazu erheblich ausgeweitet, um den Zugang der Unternehmen zu günstigen Krediten zu erleichtern, damit diese liquide bleiben. Die Programme zur schnellstmöglichen Versorgung mit Liquidität werden auch für mehr Unternehmen verfügbar gemacht. Unternehmen sollten sich jetzt über ihre Hausbank an die KfW wenden. Anträge sind ab sofort möglich.

Für Freiberufler und Selbstständige gelten die gleichen Regeln wie für Unternehmen. Auch sie sollen Zugang zu günstigen Krediten erhalten.

Das Programm soll die Wirtschaft in allen Branchen angesichts der Corona-Epidemie stabilisieren. Dafür stehen Maßnahmen mit unbegrenztem Volumen zur Verfügung.

Die Bundesregierung wird die KfW in die Lage versetzen, alle Programme auszustatten. Im Bundeshaushalt steht derzeit ein Garantierahmen von rund 460 Milliarden Euro bereits. Wenn notwendig, kann dies um bis zu 93 Milliarden Euro erhöht werden.

Liquidität bedeutet, dass Unternehmen ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen können, also beispielsweise Miete oder Lieferanten bezahlen. Liquiditätshilfen dienen dazu, dies sicherzustellen, zum Beispiel durch Hilfskredite.
Betroffene Unternehmen können die entsprechende Hilfe über ihre Hausbank oder einen anderen Finanzierungspartner beantragen. Neben der eigenen Bank können dies Geschäftsbanken, Sparkassen, Genossenschaftsbanken, Direktbanken, Bausparkassen, Versicherungen oder Finanzvermittler sein. Wichtig: Die direkte Beantragung bei der KfW ist nicht möglich. Informationen dazu gibt es auf der Webseite der KfW und bei allen Banken und Sparkassen. Die Hotline der KfW für gewerbliche Kredite lautet: 0800 539 9001.

Ein Antrag läuft in vier Schritten:

  1. Finanzierungspartner finden
    Kontakt mit der Hausbank oder anderem Finanzierungspartner aufnehmen und Termin vereinbaren. Bei der Suche nach einem Finanzierungspartner unterstützt auch die Website der KfW: www.kfw.de.

  2. Kredit beantragen
    Der Finanzierungspartner stellt für das Unternehmen den Kreditantrag bei der KfW.

  3. Kreditantrag wird geprüft
    Die KfW prüft alle Unterlagen und entscheidet über die Förderung.

  4. Kreditvertrag abschließen und Liquidität erhalten
    Das Unternehmen schließt beim Finanzierungspartner den Kreditvertrag ab, anschließend werden die Mittel bereitgestellt.

Etablierte Unternehmen, die seit mindestens fünf Jahren bestehen, können einen KfW-Unternehmerkredit beantragen. Als junges Unternehmen (besteht seit weniger als fünf Jahren) kann ein ERP-Gründerkredit beantragt werden.

Mittelständische und große Unternehmen können außerdem einen KfW-Kredit für Wachstum in Anspruch nehmen.

Details zu diesem Programm finden Sie auf der Website der KfW unter: https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Unternehmen/Innovation/F%C3%B6rderprodukte/KfW-Kredit-f%C3%BCr-Wachstum-(290)/

Unter Betriebsmitteln versteht man alle laufenden Kosten. Dazu gehören Miete und Kaution für Büro- und Gewerberäume ebenso wie Personalkosten, Aufwendungen für Werbung, Anmeldungen und Genehmigungen, Forschung und Entwicklung oder Beratungskosten. Mit einer Betriebsmittelfinanzierung kann beispielsweise auch die Vorfinanzierung von Aufträgen abgedeckt werden.

Im Rahmen der verschiedenen Programme steht die KfW einem Finanzierungspartner wie beispielsweise der Hausbank eines Unternehmens als sogenannter Risikopartner zur Verfügung. Bei einer Haftungsfreistellung von 80 Prozent trägt die Bank bzw. der Finanzierungspartner nur noch die restlichen 20 Prozent des Ausfallrisikos. Dies fördert die Bereitschaft von Kreditinstituten, einen KfW-Kredit zu vergeben. Ein Kreditnehmer haftet unabhängig davon zu 100 Prozent für die Rückzahlung.

Betroffene Unternehmen können die entsprechende Hilfe über ihre Hausbank oder einen anderen Finanzierungspartner beantragen.

Neben dem Ausweiten der bestehenden Programme für Liquiditätshilfe führt die KfW für kleine, mittlere sowie große Unternehmen ein neues Sonderprogramm mit erhöhter Risikotoleranz ein. Dieses Sonderprogramm soll bereits ab nächster Woche starten. Anträge können über die Hausbank eingereicht werden. Informationen folgen.