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21.02.2023

Deutschland bewirbt sich um Sitz neuer Anti-Geldwäschebehörde AMLA

Die Bewerbung um den Standort der geplanten EU-Behörde zur Bekämpfung der Geldwäsche (AMLA) geht in die entscheidende Phase. Deutschland setzt sich für den Sitz in Frankfurt am Main ein.

Frankfurt am Main von oben BildVergroessern
Quelle:  Getty Images / Philipp Zechner / EyeEm

Geldwäschebekämpfung hat höchste Priorität für die EU und Deutschland. Als Teil eines ambitionierten Gesetzgebungsvorschlags der EU-Kommission wird die EU nicht nur die geldwäscherechtlichen Vorgaben europaweit vereinheitlichen, sondern auch erstmalig eine ausgewiesene EU-Behörde zur Geldwäschebekämpfung (Anti-Money Laundering Authority, kurz: AMLA) einrichten. Die Bundesregierung trägt dieses Vorhaben mit und setzt sich aktiv für eine starke AMLA ein. Mit der Finanzmetropole Frankfurt am Main wird sich Deutschland um den Sitz der Behörde bewerben.

„Eine starke AMLA braucht auch einen starken, glaubwürdigen und nachhaltigen Standort. Als wichtigster Finanzplatz Kontinentaleuropas ist Frankfurt hierfür der richtige Ort; insbesondere um den operativen Erfolg der AMLA vom ersten Tag an sicherzustellen.“ Bundesfinanzminister Christian Lindner

Deutschlands Bewerbung um den AMLA-Sitz ist ein gemeinsames Projekt des Bundes, des Landes Hessen sowie der Stadt Frankfurt unter Federführung des Bundesministeriums der Finanzen. Das offizielle Verfahren hat noch nicht begonnen. Neben Deutschland haben bereits mehrere weitere Mitgliedstaaten ihr Interesse am AMLA-Standort bekundet und Bewerbungsabsichten bekannt gegeben.

Über die Vorteile Frankfurts als Standort der AMLA können sich Interessierte auf der Website www.amla-frankfurt.eu informieren.

EU schafft einheitliches Regelungsregime für Geldwäschebekämpfung

Ausgestattet mit allen notwendigen regulatorischen und aufsichtlichen Befugnissen hat die AMLA die Aufgabe, gemeinsam mit den Aufsichtsbehörden der Mitgliedsstaaten die einheitliche Anwendung der Rechtsvorschriften sicherzustellen und die Zusammenarbeit zwischen den nationalen Financial Intelligence Units zu stärken.

Dadurch wird die AMLA erstmals als Behörde mit europäischer Perspektive die Anstrengungen im Kampf gegen Geldwäsche auf eine neue Stufe heben und eine führende Rolle beim Schutz der Integrität des Binnenmarkts einnehmen.