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03.06.2023

Wie sieht ein Arbeitstag von Minister Christian Lindner aus?

GUNDULA GAUSE: Wir freuen uns auf Christian Lindner, den Bundesfinanzminister. Eine große Ehre. Frau Lagarde bleibt bei uns, um Ihre Rede zu hören. Wir freuen uns sehr.

CHRISTIAN LINDNER: Auch Wohlstand und wirtschaftliche Stabilität müssen immer wieder neu erarbeitet werden. Wir brauchen also nicht nur eine Zeitenwende in der Sicherheitspolitik, sondern wir brauchen auch eine ökonomische Zeitenwende mit neuen Prioritäten. Der Staat muss einfach lernen, wieder mit dem Geld auszukommen, das die Bürgerinnen und Bürger ihm zur Verfügung stellen.

Die Aufgabe an Politiker ist es, zwischen dem zu unterscheiden, was notwendig und dringend einerseits ist und was wünschenswert andererseits ist, was aber noch eine Zeit braucht, bis wir es finanzieren können. Das ist die politische Aufgabe.

PUBLIKUM: […] wenn Sie auf Augenhöhe mit den Bürger:innen sein wollen. Deswegen nicht immer die Macht den Medien.

CHRISTIAN LINDNER: Und vielleicht ist Ihre Frage jetzt wirklich die Brücke, die wir brauchen, um zu genau den Themen zu kommen, die sachlich Ängste auslösen. Die Zahl ist über 30 Milliarden Euro im Jahr.

PUBLIKUM: Das hat natürlich zur Folge, dass die Preise für die fossilen Energien immer weiter steigen.

CHRISTIAN LINDNER: So, endlich!

Liebes Team für mehr Gerechtigkeit, ich habe diesen Slogan nicht selbst kreiert, wie Sie wissen. Den gibt es schon etwas länger. Aber mir gefällt der eigentlich ganz gut. „Team für mehr Gerechtigkeit“ – das zeigt ja eigentlich an, dass wir gemeinsam etwas für eine gute Sache tun. Zöllnerinnen oder Zöllner zu sein, das ist nicht nur ein Job. Das ist eine kaum zu überschätzend wichtige Aufgabe auch für die Stabilität unseres Zusammenlebens. Das ist sehr viel mehr als nur ein Job wie jeder andere.

Tatsächlich stehen wir vor großen Herausforderungen mit Inflation, Rezession und Transformation. Die Bürgerinnen und Bürger erwarten, dass wir effektiv mit dem Geld umgehen und die Bürgerinnen und Bürger erwarten, dass wir ihre privaten Finanzierungsnotwendigkeiten auch anerkennen, also ihren Spielraum achten. Zu tun gibt es also genug.