Es ist sehr gut, dass wir jetzt wieder präsent zusammenkommen auch bei dieser Gelegenheit und die weitere Entwicklung der Europäischen Union voranbringen. Ein wichtiges Thema werden neue digitaleMöglichkeiten sein, die wir besprechen werden, für Papiere, die man im Geschäftsverkehr nutzen kann. Ich glaube, das ist ein guter Fortschritt, wo wir sicherstellen müssen, dass Europa weit vorne dabei ist. Dann wird es hier natürlich vor allem darum gehen, dass wir die letzten Schritte unternehmen, um die global vereinbarte Mindestbesteuerung von Unternehmen auch tatsächlich zustande zu bringen. Das ist jetzt immer noch weitergegangen. Es sind mittlerweile 134 Staaten dabei. Das ist ein ganz großer Erfolg – weit über 90 Prozent der Weltwirtschaftsleistung. Und hier werden wir darüber reden, wie wir diesen Prozess weiterführen, wie wir sicherstellen, dass alle europäischen Staaten natürlich auch mitmachen. Und dass das die Praxis der Staaten bestimmt.

Der Dumping-Wettbewerb, was Steuern betrifft, der weltweit viele Jahrzehnte stattgefunden hat, geht zu Ende. Und das ist ein ganz großer Fortschritt und auch ein Gewinn für die Demokratie. Und natürlich werden wir auch über die Frage reden, wie wir weitermachen mit der Krisenbekämpfung. Europa hat gezeigt, dass es zu einer gemeinsamen Antwort fähig ist – einer gemeinsamen, solidarischen Antwort – mit dem europäischen Wiederaufbaufonds. Und für mich geht es jetzt darum, dass wir das umsetzen, dass wir die Praxis begleiten und dass wir die Flexibilität, die wir im Rahmen unserer geltenden Stabilitätsregeln haben, auch weiter nutzen. Und das sage ich ausdrücklich: Wir haben einen guten Rahmen für Stabilität in Europa. Und er hat gezeigt – gerade jetzt in der Krise –, dass der besonders handlungsfähig ist.