Hallo, mein Name ist Felix.

Wir alle haben schon mal von Geldwäsche gehört. Doch was das genau ist und wie der Staat dagegen vorgeht, das erkläre ich euch heute.

Weltweit werden jährlich viele Milliarden Euro gewaschen. Das heißt, jemand möchte die illegale Herkunft seines Geldes vertuschen. Oder anders gesagt: Jemand versucht, dreckiges Geld sauber, also legal, zu machen.

Schmutziges Geld stammt aus illegalen Geschäften, wie zum Beispiel dem Drogen- oder Waffenhandel, aber auch aus schweren Betrugsfällen oder Steuerhinterziehung.

Wer auf diese Weise zu viel Geld kommt, versucht die kriminelle Herkunft des Geldes zu verschleiern. Dazu eröffnet er ein legales Geschäft.

Stellt euch zum Beispiel einen Waschsalon vor. Das dreckige Geld meldet er nun als scheinbar legale Einnahmen aus seinem Waschsalon an. Dazu muss er seinen Laden beim Finanzamt besser darstellen, als es in Wirklichkeit läuft. Die Kasse klingelt bei ihm nur einmal, er notiert aber Einnahmen von zwei oder drei Kunden.

Der Staat geht scharf gegen solche kriminellen Machenschaften vor und deckt sie auf unterschiedlichen Wegen auf.

Kriminelle können ihr Geld aus illegalen Geschäften nicht einfach heimlich auf ein deutsches Konto einzahlen. Zum einen muss die Bank denjenigen identifizieren, der etwas einzahlt, zum anderen prüft sie Unregelmäßigkeiten. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn sich Kontobewegungen unerwartet verändern und plötzlich besonders häufige oder besonders hohe Einzahlungen getätigt werden.

Solche Hinweise landen dann beim Zoll. Dort kümmert sich eine Spezialeinheit darum, Verdachtsfälle zu prüfen. Diese Einheit heißt "Financial Intelligence Unit", kurz FIU. Hier landen alle Meldungen, wenn jemand verdächtigt wird, Geld zu waschen.

Und wenn die Bank mal keinen Verdacht schöpft, kann die FIU auch Hinweise aus anderen Informationsquellen erhalten. Und die prüft die FIU dann natürlich sehr genau.

Ist der Laden fast leer und trotzdem laufen angeblich die Geschäfte blendend? Das ist auffällig.

Die FIU prüft den Fall und schaltet die Strafverfolgungsbehörden ein, wenn sie zu dem Schluss kommt, dass die Gelder mit Geldwäsche im Zusammenhang stehen könnten. Und die handeln dann entsprechend.

Leider ist ein Waschsalon nicht die einzige Methode, um Geld zu waschen. Es gibt viele Tricks und es kommen auch immer neue hinzu. Die Regeln und Gesetze, um Geldwäsche zu bekämpfen, wurden deshalb in den letzten Jahren weiter verschärft.

So zum Beispiel das öffentliche Transparenzregister. Jetzt kann jeder ganz einfach online einsehen, wer hinter bestimmten Organisationen oder Unternehmen steht.

Schärfere Gesetze gibt es auch, wenn es um risikobehafteten Handel geht, wie zum Beispiel mit Gold, oder wenn jemand mit Hochrisikoländern handelt.

Mit all diesen Maßnahmen verhindert der Staat, dass Geld aus kriminellen Machenschaften in unser Finanzsystem eingeschleust werden kann.

Das ist für uns alle wichtig. Denn wird legal gewirtschaftet, nimmt der Staat nachhaltig Steuern ein.

Und mit diesen Einnahmen finanziert er zum Beispiel Kitas, Spielplätze und Schulen und davon profitieren wir schließlich alle.

Wenn du mehr dazu wissen willst, findest du weitere Informationen auf bundesfinanzministerium.de.