„Warum zahle ich eigentlich Steuern?“, grübelt Tina.

Seit Menschen zusammenleben, unterstützen sie sich gegenseitig. Sie teilten oder arbeiteten für die Gemeinschaft, um ihre Versorgung sicherzustellen. Belege reichen über 5.000 Jahre zurück: Aus dem alten Ägypten sind Nilzoll und Ernteabgaben bekannt.

Mit dem Geld entsteht erstmals etwas, das an Steuern erinnert: Griechen und Römer finanzierten das Staatswesen vor allem über Zölle oder Nutzungsgelder.

Unser heutiges Steuersystem hat nur noch die Grundidee mit seinen Vorgängern gemeinsam: Steuern sind ein Beitrag, den man zum Gemeinwesen „beisteuert“.

Dabei gilt der Grundsatz der Besteuerung nach der Leistungsfähigkeit: Wie viel man zum Gemeinwohl beiträgt, richtet sich nach den Einkünften. Diejenigen mit breiteren Schultern tragen einen größeren Anteil zur Finanzierung des Gemeinwesens bei. Das ist fair. Denn Steuergerechtigkeit gilt für Tina und für jeden anderen Menschen in Deutschland.