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03.06.2015

G7-Fi­nanz­tref­fen in Dres­den: Vi­deo-Rück­blick

Unsere Reportage über das Treffen der Finanzminister und Notenbankgouverneure der G7-Staaten

Unter dem Leitgedanken „An morgen denken. Gemeinsam handeln“ trafen sich die G7-Finanzminister und -Notenbankgouverneure Ende Mai in Dresden.

Der Einladung von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble und Bundesbankpräsident Jens Weidmann folgten auch Spitzen von IWF, Weltbank, OECD, Europäische Zentralbank und Eurogruppe sowie der EU-Kommissar für Wirtschafts- und Finanzangelegenheiten.

Am Vorabend des Treffens fand ein Besuch der internationalen Delegationen in der wiedererrichteten Dresdner Frauenkirche statt. Dort erklärten Wolfgang Schäuble und sein britischer Amtskollege George Osborne die Gründe für die Zusammenarbeit der G7. Nationalstaaten können die großen Probleme und Herausforderungen unserer global vernetzten Welt nicht alleine lösen, so Minister Schäuble. Für George Osborne vereint die G7 die gemeinsamen Werte: Demokratie, Freiheit und freiheitliche Werte.

Am darauffolgenden Tag diskutierten zum ersten Mal im Rahmen eines G7-Treffens die Minister und Notenbankchefs mit bedeutenden Wirtschaftswissenschaftlern wie dem Nobelpreisträger Robert Shiller oder den Harvard-Ökonomen Kenneth Rogoff und Larry Summers. Kernthema des Symposiums war die Lage der Weltwirtschaft sieben Jahre nach dem Ausbruch der Finanzkrise.

Im Anschluss begann die eigentliche Arbeit der G7. Auf der Agenda: Wachstum für die Generation von heute und morgen, gut funktionierende Finanzmärkte und eine verstärkte internationale Kooperation im Steuerbereich.

Auf ihrer gemeinsamen Pressekonferenz nach den Arbeitssitzungen am zweiten Tag des Spitzentreffens sprachen Wolfang Schäuble und Jens Weidmann über die Ergebnisse der Gespräche.

Wolfgang Schäuble: „Alle haben übrigens die große Bedeutung von Strukturreformen betont. Und das ist ja angesichts vieler Forderungen nach weiterer Stimulierung der Nachfrage in den letzten Jahren schon ein großer Erfolg, dass darüber gar keine Meinungsverschiedenheiten mehr bestehen. Nachhaltiges Wachstum – auch darüber besteht Einigkeit – erfordert solide öffentliche Finanzen. Und das bedeutet schon wegen der demografischen Entwicklung in den meisten G7-Staaten eine Rückführung von öffentlicher Verschuldung und Haushaltsdefiziten.“

Jens Weidmann: „Gerade Innovationen, Investitionen und die Schaffung einer anpassungsfähigen Wirtschaft stellen die Grundlage für eine dynamische Wirtschaft und nachhaltiges Wachstum dar. Wir waren uns deshalb alle einig und haben uns auch darin bestärkt, ambitioniertere Strukturreformen durchzuführen. Auch Übereinstimmung herrschte bei der Frage, dass solide öffentliche Finanzen und nachhaltiges Wachstum keinen Widerspruch darstellen, sondern dass solide öffentliche Finanzen eine zentrale Voraussetzung für nachhaltiges Wachstum darstellen.“

Das Treffen in Dresden diente auch der Vorbereitung des Gipfels der G7-Staats- und Regierungschefs Anfang Juni auf Schloss Elmau in Oberbayern. 

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