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09.05.2014

Europa

Benoît Coeuré, Mitglied des Direktoriums der Europäischen Zentralbank (EZB)

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Textversion des Videos:

"Seit 15 Jahren schon ist der Euro unsere gemeinsame Währung. Die Jugend von heute ist die erste Generation, die mit keiner anderen Währung als dem Euro aufgewachsen ist. Der Euro erleichtert  zum einen den Alltag und das Reisen in Europa. Er ist der Garant dafür, dass wir von Lissabon bis Helsinki und von Tallinn bis Nikosia mit denselben Geldscheinen und denselben Münzen bezahlen können. Der Euro ist aber auch ein hervorragender Förderer für unsere Unternehmen, insbesondere für die  kleinen und mittleren Unternehmen des Euro-Währungsgebiets. Ihnen bietet er die Gewissheit, sich im Binnenmarkt entwickeln zu können, ohne unter Wechselkursschwankungen zu leiden. Gleichzeitig profitieren sie von sehr niedrigen Zinsen, sodass sie auch außerhalb Europas expandieren können. Die EZB hat den Auftrag, die Stabilität des Euro zu wahren. Das bedeutet, dass die EZB über die Sicherheit der Zahlungsmittel, der Banknoten, der Transaktionen und sämtlicher Instrumente wacht, die eine Zahlung in Euro ermöglichen. Sie ist in erster Linie die Hüterin der Preisstabilität und hat zu diesem Zweck einen klaren Zielwert festgelegt: Im Euroraum soll die Inflationsrate mittelfristig bei fast 2 Prozent liegen, und seit 1999, d. h. seit Einführung des Euro, hat die Teuerungsrate auch immer ganz in der Nähe dieses Wertes gelegen. Eine Inflationsrate von nahe 2 Prozent bietet die Garantie, dass die Kaufkraft der Einwohner des Eurogebiets aufrechterhalten bleibt und ihre Einkommen – insbesondere die Einkommen der ärmsten Bevölkerungsschichten – besser geschützt sind als während der Zeit vor Einführung des Euro. Darüber hinaus stellt sie sicher, dass auch die Unternehmen des Euroraums von einem stabilen Umfeld profitieren, das ihrem Wachstum förderlich ist."

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