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  • Aktuelle Wirtschafts- und Finanzlage

    Ent­wick­lung des Bun­des­haus­halts im 1. Quar­tal 2017

    Einnahmeentwicklung

    Im 1. Quartal 2017 stiegen die Einnahmen des Bundeshaushalts um 9,3 % beziehungsweise 6,9 Mrd. € gegenüber dem vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres. Das Niveau der Einnahmen von 81,6 Mrd. € entspricht einem Viertel der im Soll veranschlagten Einnahmen für das Gesamtjahr. Die Steuereinnahmen, die den größten Anteil an den Gesamteinnahmen ausmachen, erhöhten sich auf 76,9 Mrd. € (+16,8 % gegenüber dem Vorjahr). Die sonstigen Einnahmen unterschritten das Vorjahresergebnis um 4,1 Mrd. €. Sie lagen jedoch mit einem Anteil von 22 % am Soll im Bereich des geplanten Wertes. Die Abweichung zum Vorjahr ergibt sich im Wesentlichen aus dem um 2,8 Mrd. € geringeren Bundesbankgewinn.

    Ausgabenentwicklung

    Die Ausgaben des Bundeshaushalts beliefen sich im 1. Quartal auf 84,4 Mrd. €. Das entspricht einem Viertel der veranschlagten Ausgaben für das Gesamtjahr. Mit dem Märzergebnis wurde das entsprechende Vorjahresniveau um 1,1 % beziehungsweise 0,9 Mrd. € überschritten.

    Nach ökonomischen Arten werden die Ausgaben des Bundeshaushalts in konsumtive und investive Ausgaben gegliedert. Die konsumtiven Ausgaben stiegen im 1. Quartal 2017 um 1,5 % gegenüber dem Vorjahr an. Dabei nahmen die Personalausgaben um 4,3 % und der laufende Sachaufwand um 6,6 % zu. Einen deutlichen Anstieg verzeichneten auch die laufenden Zuweisungen an andere Bereiche, was insbesondere auf höhere Ausgaben in den Bereichen Renten, Unterstützungen (z. B. Arbeitslosengeld II und Elterngeld) und Sozialversicherungen zurückzuführen war. Hierfür wurden knapp 30 % der dafür veranschlagten Mittel verausgabt. Der Rückgang der Zinsausgaben gegenüber dem entsprechenden Vorjahresergebnis dämpfte die Zunahme der konsumtiven Ausgaben deutlich. Die Zinsausgaben unterschritten das Niveau des 1. Quartals 2016 um 1,3 Mrd. €, was einem Rückgang um 16,1 % entspricht. Die investiven Ausgaben nahmen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 4,3 % ab (-0,3 Mrd. €). Dies hängt mit einer Verringerung der Finanzierungshilfen zusammen. Stützend wirkten dagegen Sachinvestitionen, die um 32,1 % zunahmen.

    Finanzierungssaldo

    Im Zeitraum Januar bis März 2017 überschritten die Ausgaben die Einnahmen um 2,8 Mrd. €.

    Die Einnahmen und Ausgaben unterliegen im Laufe des Haushaltsjahres starken Schwankungen und beeinflussen somit die eingesetzten Kassenmittel in den einzelnen Monaten in unterschiedlichem Maße. Auch der Kapitalmarktsaldo zeigt im Jahresverlauf in der Regel starke Schwankungen. Die unterjährige Entwicklung des Finanzierungssaldos und des jeweiligen Kapitalmarktsaldos sind daher keine Indikatoren, aus denen sich die erforderliche Nettokreditaufnahme und der Finanzierungssaldo am Jahresende errechnen lassen.

    Entwicklung des Bundeshaushalts

    Tabelle 1

    Entwicklung der Bundesausgaben nach Aufgabenbereichen

    Tabelle 2

    Die Ausgaben des Bundes nach ökonomischen Arten

    Tabelle 3

    Entwicklung der Einnahmen des Bundes

    Tabelle 4

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