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  • Aktuelle Wirtschafts- und Finanzlage

    Fi­nanz­märk­te und Kre­dit­auf­nah­me des Bun­des

    Entwicklung von Schulden, Kreditaufnahme, Tilgungen und Zinsen

    Im März wurden für den Bundeshaushalt und seine Sondervermögen insgesamt 19,5 Mrd. € Kredite aufgenommen und 16,0 Mrd. € an fälligen Krediten getilgt, sodass sich der Schuldenstand um 3,5 Mrd. € auf 1.081,7 Mrd. € per 31. März 2017 erhöht hat. Von den Schulden wurden auf die Finanzierung des Bundeshaushalts 1.040,7 Mrd. €, des Finanzmarktstabilisierungsfonds 22,2 Mrd. € und des Investitions- und Tilgungsfonds 18,8 Mrd. € verwendet.

    Im März betrugen die Tilgungen 16 Mrd. €. Die Zinseinnahmen lagen um rund 0,6 Mrd. € höher als die Zinsausgaben, sodass sich der Schuldendienst von Tilgungen und Zinszahlungen insgesamt auf 15,4 Mrd. € reduzierte. Die Schwerpunkte der Kreditaufnahme lagen auf der Valutierung der noch im Februar emittierten neuen Serie von Bundesschatzanweisungen mit einem Nominalvolumen von 5 Mrd. € und ihrer Ende März valutierten ersten Aufstockung über 3 Mrd. €, den zweimaligen Aufstockungen der aktuellen 10-jährigen Benchmark-Bundesanleihe über ein Nominalvolumen von insgesamt 6 Mrd. € sowie einer 5-jährigen Bundesobligation mit einem Nominalvolumen von 4 Mrd. €. Ferner wurden 2 Mrd. € Unverzinsliche Schatzanweisungen des Bundes, 1 Mrd. € 30-jährige festverzinsliche Bundesanleihen und 0,5 Mrd. € inflationsindexierte Anleihen des Bundes emittiert. Der Eigenbestand erhöhte sich um saldiert 2,94 Mrd. € auf ein Volumen von insgesamt 46,6 Mrd. €. Weitere Einzelheiten zu den Schuldenständen sowie ihrer Veränderung infolge von Kreditaufnahme und Tilgungen zeigt die Tabelle „Entwicklung der Verschuldung des Bundes und seiner Sondervermögen“.

    Eine detaillierte Aufstellung der Kreditaufnahme, der Tilgungs- und Zinsenzahlungen sowie der Schuldenstände des Bundes und seiner Sondervermögen ist im statistischen Anhang der Online-Version des Monatsberichts enthalten. Darüber hinaus enthält der statistische Anhang für den interessierten Leser auch eine längere Datenreihe der Verschuldung gruppiert nach Restlaufzeitklassen.

    Die Tabelle „Entwicklung des Umlaufvolumens an Bundeswertpapieren“ zeigt das Umlaufvolumen der emittierten Bundeswertpapiere einschließlich der zusätzlich als Kassenkredit emittierten und verbuchten Bundeswertpapiere.

    Die Abbildung „Struktur der Verschuldung des Bundes nach Instrumentenarten per 31. März 2017“ zeigt die Verteilung der vom Bund und seinen Sondervermögen eingegangenen Gesamtschulden nach Instrumentenarten. Mit 44,1 % entfällt der größte Anteil der Schuld auf nominalverzinsliche 10-jährige Bundesanleihen, gefolgt von den Bundesobligationen mit einem Anteil von 19,7 %, den 30-jährigen Bundesanleihen mit 18,1 %, den Bundesschatzanweisungen mit 8,8 % und den inflationsindexierten Bundeswertpapieren mit einem Anteil von 6,3 %. Ein Anteil von 1,3 % der Schulden entfällt auf Kreditaufnahmen wie Schuldscheindarlehen und sonstige Kredite.

    Von den Schulden des Bundes sind 98,5 % in Form von Inhaberschuldverschreibungen verbrieft, bei denen der konkrete Gläubiger dem Emittenten Bund nicht bekannt ist.

    Eine detaillierte Übersicht über die in den Jahren 2016 und 2017 durchgeführten Auktionen von Bundeswertpapieren wird von der Bundesrepublik Deutschland – Finanzagentur GmbH veröffentlicht.1 Am 19. Dezember 2016 wurde die Emissionsplanung des Bundes für das Jahr 2017 veröffentlicht. Am 23. März 2017 wurde die Emissionsplanung des Bundes für das 2. Quartal 2017 im Rahmen der bereits bekannten Jahresvorschau bestätigt. In der entsprechenden Pressemitteilung2 werden die Details zu den geplanten Auktionen von Bundeswertpapieren im Hinblick auf nominal verzinsliche 30- und 10-jährige Bundesanleihen, 5-jährige Bundesobligationen, 2-jährige Bundesschatzanweisungen, inflationsindexierte Bundeswertpapiere und Unverzinsliche Schatzanweisungen des Bundes gezeigt. Darüber hinaus enthält die Pressemitteilung eine präzisierte, vierteljährliche Vorschau der Tilgungszahlungen im Jahr 2017, beginnend mit dem 2. Quartal.

    Entwicklung der Verschuldung des Bundes und seiner Sondervermögen

    Tabelle 1

    Entwicklung des Umlaufvolumens an Bundeswertpapieren

    Tabelle 2
    Struktur der Verschuldung des Bundes nach Instrumentenarten per 31. März 2017

    in %

    Kreis­dia­gramm: Struk­tur der Ver­schul­dung des Bun­des nach In­stru­men­te­nar­ten per 31. März 2017
    nullWert
    10-jährige Bundesanleihen44,1
    30-jährige Bundesanleihen18,1
    Bundesobligationen19,7
    Bundesschatzanweisungen 8,8
    Inflationsindexierte Bundeswertpapiere6,3
    Unverzinsliche Schatzanweisungen des Bundes1,4
    Schuldscheindarlehen und sonstige Kredite1,3
    Sonstige Bundeswertpapiere0,2
    Abbildung 1
    Kreditaufnahme des Bundes und seiner Sondervermögen bis März 2017

    in Mio. €

    Bal­ken­dia­gramm: Kre­dit­auf­nah­me des Bun­des und sei­ner Son­der­ver­mö­gen bis März 2017
    Kreditaufnahme des Bundes und seiner Sondervermögen bis März 2017Wert
    30-jährige Bundesanleihen2463
    10-jährige Bundesanleihen21341
    Inflationsindexierte Bundeswertpapiere1909
    Bundesobligationen7820
    Bundesschatzanweisungen13421
    Unverzinsliche Schatzanweisungen des Bundes3846
    Sonstige Bundeswertpapiere 0
    Sonstige Kredite und Buchschulden-59
    Abbildung 2

    Schuldenstand des Bundes und seiner Sondervermögen 2017

    Tabelle 3

    Bruttokreditbedarf des Bundes und seiner Sondervermögen 2017

    Tabelle 4

    Tilgungen des Bundes und seiner Sondervermögen 2017

    Tabelle 5

    Zinszahlungen des Bundes und seiner Sondervermögen 2017

    Tabelle 6

    Der Sekundärmarkthandel mit Bundeswertpapieren

    Das geschätzte Handelsvolumen mit Bundeswertpapieren am Sekundärmarkt, welches alle Kauf- und Verkaufstransaktionen nach Begebung im Auktionsverfahren umfasst, lag 2016 bei 4.294 Mrd. € und damit rund 9 % unter dem Vorjahreswert (s. a. Abbildung „Jährliches Handelsvolumen in Bundeswertpapieren“). Auf Halbjahresbasis zeigt sich jedoch ein Zuwachs des Handelsvolumens im 2. Halbjahr 2016 um rund 2 % – ausgehend von 2.102 Mrd. € im 2. Halbjahr 2015. Erstmals seit Datenerhebung übertraf im Jahr 2016 das traditionell schwächste 4. Quartal die drei Vorquartale. Ursächlich war die Verdoppelung der Tagesumsätze von Ende November bis Anfang Dezember.

    Das Handelsvolumen wurde 2016 von 32 Mitgliedern der insgesamt 36 Mitglieder der Bietergruppe Bundeswertpapiere gemeldet. Das waren so viele wie nie zuvor. Erfasst wird der Großteil des Handels an Wertpapierbörsen und auf elektronischen Handelsplattformen sowie Transaktionen unmittelbar zwischen den institutionellen Finanzmarktteilnehmern. Die Mitglieder der Bietergruppe Bundeswertpapiere sind zugleich die für Investoren weltweit bevorzugten Handelspartner für deutsche Staatsanleihen. Ihre gemeldeten Umsätze umfassen daher einen repräsentativen Teil des Sekundärmarkts mit Bundeswertpapieren und stellen so eine gute Schätzung des Handelsvolumens insgesamt dar.

    Die Infografik bildet das jährliche Handelsvolumen in Bundeswertpapieren ab. Die Angaben sind in Milliarden Euro.
    Abbildung 3

    Die aggregierten Handelsdaten lassen sich nach Kontrahenten, Regionen und Bundeswertpapierarten auswerten.

    Ein Vergleich der jährlichen Handelsumsätze 2015 und 2016 nach Kontrahenten ergibt in absoluten Zahlen einen Zuwachs der Umsätze mit Hedge- und Pensionsfonds. Mit allen übrigen Kontrahenten wurde 2016 weniger gehandelt. Besonders auffällig war die Zunahme des relativen Anteils am Handel mit Bundeswertpapieren durch Hedgefonds. Er stieg auf 8 %, wohingegen der Anteil der Umsätze mit Asset Manager sich nur um einen Prozentpunkt auf 23 % vergrößerte. Der Anteil der Broker (hierunter werden in erster Linie die über elektronische Handelsplattformen getätigten Umsätze erfasst, bei denen der Kontrahent naturgemäß anonym bleibt) verharrte bei 31 %. Dagegen sank der Handelsanteil von Banken am deutlichsten, um mehr als 2 Prozentpunkte, auf rund 21 %. In absoluten Zahlen erreichten diese, wie auch die Versicherungen, 2016 die geringsten Umsatzniveaus seit Datenerhebung (s. a. Abbildung „Handel mit Bundeswertpapieren nach Kontrahenten 2016“).

    Handel mit Bundeswertpapieren nach Kontrahenten 2016

    in %

    Kreis­dia­gramm: Han­del mit Bun­des­wert­pa­pie­ren nach Kon­tra­hen­ten 2016
    InstitutionenHandel in %
    Asset Manager23%
    Banken21%
    Broker31%
    Hedgefonds8%
    Pensionsfonds1%
    Sonstige2%
    Versicherungen1%
    Zentralbanken13%
    Abbildung 4

    In der geografischen Verteilung nahm im Jahr 2016 in absoluten Zahlen der Handel mit Kontrahenten aus Amerika zu. Anteilig gewann dieser, neben dem Handel mit dem Euroraum, im Vergleich zu 2015 mehr als einen Prozentpunkt. Dagegen ging der Handel mit Asien und mit europäischen Kontrahenten außerhalb des Euro-Währungsraums um jeweils mehr als ein Prozentpunkt zurück. Aus letzterer Region, die insbesondere den Handel mit britischen Kontrahenten (überwiegend Brokern) umfasst, stammen seit Datenerhebung nach wie vor die mit Abstand wichtigsten Handelspartner. Auf anteilig unverändertem Niveau verlief der Handel mit arabischen und afrikanischen Kontrahenten.

    Untergliedert nach Wertpapierarten bestätigte sich der schon im Halbjahresvergleich zu erkennende Trend: Die Umsätze mit kurz und besonders lang laufenden Bundeswertpapieren nahmen 2016 zu, während mittlere Laufzeiten weniger aktiv gehandelt wurden. So legte der Anteil des Handelsvolumens mit Unverzinslichen Schatzanweisungen des Bundes und Bundesschatzanweisungen im Jahr 2016 um jeweils 0,5 Prozentpunkte zu. Der Handel mit den 2016 in höherem Volumen emittierten 30-jährigen Bundesanleihen stieg um 1,5 Prozentpunkte. In anteilig fast gleichem Umfang ging dagegen der Handel mit 10-jährigen Bundesanleihen zurück. Bundesobligationen wurden im Jahresvergleich um einen Prozentpunkt weniger gehandelt. Der Handelsanteil von inflationsindexierten Bundeswertpapieren verharrte konstant bei rund 4 % (s. a. Tabelle „(Brutto-)Handel mit Bundeswertpapieren“).

    (Brutto-)Handel mit Bundeswertpapieren

    Tabelle 7

    Im Gegensatz zu den bisher betrachteten Bruttohandelsumsätzen, in die auch die Verkäufe als positive Werte mit eingerechnet werden, ergeben sich die aggregierten Nettohandelsumsätze als Salden aus Verkäufen und Käufen der Bieterbanken. Positive Summen (Käufe > Verkäufe) zeigen einen Bestandsaufbau von Bundeswertpapieren bei den Kontrahenten der Bietergruppe an, negative eine Bestandsreduzierung.

    Insgesamt wurden im Jahr 2016 Bundeswertpapiere im Volumen von netto rund 147 Mrd. € abgesetzt – nach rund 139 Mrd. € im Jahr 2015 und 129 Mrd. € im Jahr 2014.

    Die bereits seit 2006 fast durchgängig die Nachfrage dominierenden Zentralbanken traten auch 2016 als mit Abstand bedeutendster Nettokäufer auf. Die Vergrößerung ihres Handelssaldos um fast 60 % von 87 Mrd. € im Jahr 2015 auf mehr als 138 Mrd. € ist vor allem auf das Staatsanleihen-Ankaufprogramm der Europäischen Zentralbank (EZB), aber auch auf Nachfrage von Zentralbanken aus dem übrigen Europa zurückzuführen. Es folgen die Banken mit einem gegenüber 2015 um rund 30 % niedrigeren Nettokaufvolumen von 26 Mrd. € und Sonstige mit 11 Mrd. €. Die traditionell ebenfalls nachfragestarken Asset Manager traten mit -3 Mrd. € im Jahr 2016 erstmals in der Statistik als Nettoverkäufer auf, nach Nettokäufen von fast 23 Mrd. € im Jahr 2015. Hedgefonds führten 2016 mit -11 Mrd. € die höchsten Nettoverkäufe seit Datenerhebung aus.

    Im Jahresvergleich vollzog sich die deutlichste Änderung beim Nettohandel mit 30-jährigen Bundesanleihen. Einhergehend mit einem um 50 % höheren Emissionsvolumen im Jahr 2016 kam es fast zu einer Verdoppelung der Netto-Umsätze. Im Übrigen kam es kaum zu wesentlichen Abweichungen von den Vorjahreswerten. Zuwächse beim Netto-Handelsvolumen verzeichneten auch 10-jährige Bundesanleihen und Unverzinsliche Schatzanweisungen des Bundes. Die deutlichsten Rückgänge ergaben sich bei Bundesobligationen.

    Trotz Umkehr der hohen Nettoverkäufe 2015 auf ein relativ geringes Niveau von Nettokäufen 2016 schafft es Asien auch das dritte Jahr in Folge nicht zurück unter die bedeutendsten Nettokäufer-Regionen. Dort befinden sich „traditionell“ Kontrahenten aus dem übrigen Europa, die im Jahr 2016 jedoch netto nur halb so viel wie noch 2015 erwarben. Die Nettokäufe stammen hier mehrheitlich von Zentralbanken, aber auch von Asset Managern und Geschäftsbanken. Dagegen blieben die Nettokäufe aus dem Euroraum mit 89 Mrd. € nahezu konstant und markierten den zweithöchsten Wert der vergangenen 10 Jahre. Die Zusammensetzung der Nettokäufer ist hier sehr ähnlich dem übrigen Europa, allerdings seit März 2015 wesentlich stärker von Zentralbankkäufen dominiert. Der Nettohandelssaldo mit Amerika blieb nach -16 Mrd. € im Jahr 2015 auch 2016 mit -13 Mrd. € negativ. Von Ländern der Arabischen Liga wurden 2016 die niedrigsten Nettokäufe seit Datenerhebung getätigt (s. a. Abbildung „Halbjährliches Nettohandelsvolumen mit Bundeswertpapieren nach Regionen“).

    Halbjährliches Nettohandelsvolumen mit Bundeswertpapieren nach Regionen
    Abbildung 5

    Die Marktentwicklung im 1. Quartal 2017

    Im 1. Quartal des neuen Jahres wurden die Schlagzeilen durch einen überraschend starken Anstieg bei den Inflationsraten im Euroraum bestimmt. So erreichte etwa die Jahresänderungsrate des harmonisierten Verbraucherpreisindexes für Deutschland einen Februar-Wert von über 2 %. Auch waren die Inflationserwartungen der Marktteilnehmer seit Sommer 2016 deutlich über alle Laufzeiten hinweg angezogen. Der für die Beurteilung der längerfristigen Verankerung der Inflationserwartungen von der EZB besonders beachtete 5-Jahres-Inflationsterminsatz erhöhte sich seit Juli 2016 um 55 Basispunkte und erreichte mit knapp 1,8 % Anfang Februar wieder ein Niveau in der Nähe des Inflationsziels der Notenbank. Zusätzlich gestützt durch verbesserte Wachstumsraten und -aussichten für die europäische Wirtschaft kam es phasenweise zu recht beachtlichen Renditeanstiegen bei Bundeswertpapieren, die in der Zwischenzeit aber nahezu vollständig wieder ausgepreist wurden. Der 5-Jahres-Inflationsterminsatz ist per 31. März auf 1,56 % zurückgefallen.

    Das Verlaufsdiagramm zeigt die Entwicklung der Renditen 10-jähriger Staatsanleihen im 1. Quartal 2017. Die Angaben sind in Prozent per annum.
    Abbildung 6

    Per Saldo ist die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen im 1. Quartal 2017 um 14 Basispunkte gestiegen. In allen anderen großen Währungsräumen blieb diese Zinsbenchmark so gut wie unverändert.

    Nachdem die Bundesbank im Rahmen des Staatsanleihen-Ankaufsprogramms seit dem 13. Januar nun auch Bundeswertpapiere mit Renditen unterhalb des Zinssatzes für die Einlagefazilität (aktuell: -0,4 %) ankaufen darf, rückten Bundesschatzanweisungen verstärkt in den Fokus der Marktteilnehmer. Sie erreichten im Februar im Zuge einer starken Nachfragebewegung eine rekordniedrige Rendite von rund -0,95 %. Als viele bereits auf ein Absinken unter die magische Schwelle von -1,0 % spekulierten, drehte die Entwicklung aber und die Rendite kehrte in etwa auf das Niveau von Anfang des Jahres zurück.

    Das Verlaufsdiagramm zeigt die Rendite einer Bundesschatzanweisung  im 1. Quartal 2017. Die Angaben sind in Prozent per annum.
    Abbildung 7

    Für die Aktienmärkte in den USA, Großbritannien und Deutschland sind im 1. Quartal Gewinne von im Durchschnitt 2,5 % (Vereinigtes Königreich) bis hin zu durchschnittlich rund 7 % (Deutschland) zu attestieren, während japanische Aktien im Durchschnitt leicht verloren (circa -1 %). Die Euphorie, die sich an den internationalen Aktienmärkten nach dem Wahlsieg Donald Trumps mit Blick auf ein möglicherweise breiter angelegtes Programm zur Förderung des Wirtschaftswachstums durch Steuersenkungen und Infrastrukturmaßnahmen eingestellt hatte, wurde nach den ersten juristischen und politischen Dämpfern für den neuen US-Präsidenten in der Zwischenzeit getrübt. Dennoch stehen die Börsen zunächst weiterhin stark unter dem Einfluss politischer Geschehnisse. Im Fokus steht dabei derzeit insbesondere die Präsidentschaftswahl in Frankreich, deren Endergebnis am 7. Mai zu erwarten ist.

    Das Verlaufsdiagramm zeigt die Entwicklung ausgewählter Aktienindizes im 1. Quartal 2017 in Prozentpunkten.
    Abbildung 8

    Außerdem nimmt die Skepsis gegenüber angekündigten, aber noch nicht umgesetzten wirtschafts- und finanzpolitischen Maßnahmen in den USA zu. Sie spiegelt sich gewissermaßen auch in den Wechselkursentwicklungen des 1. Quartals wider, in dem sowohl der Euro und das Britische Pfund als auch der Yen gegenüber dem US-Dollar leicht an Boden gut machen konnten, nachdem sie im 4. Quartal 2016 zum Teil noch deutlich verloren hatten.

    Das Verlaufsdiagramm zeigt die Entwicklung der Wechselkurse zum US-Dollar im 1. Quartal 2017, Werteentwicklung in Prozentpunkten gegenüber US-Dollar, Quartalsbeginn gleich 100.
    Abbildung 9

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