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  • Aktuelle Wirtschafts- und Finanzlage

    Ent­wick­lung des Bun­des­haus­halts bis ein­schließ­lich Ju­li 2017

    Einnahmeentwicklung

    Die Einnahmen des Bundeshaushalts 2017 betrugen von Januar bis einschließlich Juli 183,7 Mrd. €. Sie überschritten das entsprechende Vorjahresniveau um 1,4 % beziehungsweise um 2,5 Mrd. €. Die Steuereinnahmen, die den größten Anteil an den Gesamteinnahmen ausmachen, erhöhten sich um 4,5 %. Die sonstigen Einnahmen gingen um 27,5 % zurück. Ursache ist insbesondere die Abführung des Bundesbankgewinns, die um 2,1 Mrd. € geringer ausfiel als im Haushaltsplan 2017 veranschlagt.

    Ausgabenentwicklung

    Die Ausgaben des Bundeshaushalts beliefen sich im betrachteten Zeitraum auf 192,1 Mrd. €. Das waren um 4,3 % beziehungsweise 8 Mrd. € höhere Ausgaben als vor einem Jahr.

    Die Ausgaben des Bundeshaushalts werden nach ökonomischer Gliederung in konsumtive und investive Ausgaben unterschieden. Die konsumtiven Ausgaben nahmen im betrachteten Zeitraum um 4,1 % gegenüber dem Vorjahr zu. Dabei stiegen insbesondere die Personalausgaben (+5,4 %) überdurchschnittlich an. Darüber hinaus waren die laufenden Zuweisungen an Verwaltungen um 6,2 % höher als vor einem Jahr, was vor allem auf einem Anstieg der Ausgaben für laufende Zuweisungen an Länder um 7,9 % beruht. Die Zunahme der Ausgaben für Zuschüsse an andere Bereiche gegenüber 2016 betraf insbesondere die Bereiche Renten und Unterstützungen (z. B. Arbeitslosengeld II mit +6,3 % und Elterngeld mit +6,6 %) sowie Sozialversicherungen. Die investiven Ausgaben überschritten im betrachteten Zeitraum den entsprechenden Vorjahresstand um 7,8 %. Dies war auf die Zunahme der Ausgaben für Sachinvestitionen um 17,4 % zurückzuführen. Auch die Ausgaben für Finanzierungshilfen stiegen um 4,7 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Hierzu trug insbesondere der Anstieg der Darlehensgewährungen und Gewährleistungen um 22,7 % bei.

    Finanzierungssaldo

    Bis Juli 2017 überschritten die Ausgaben die Einnahmen um 8,4 Mrd. €.

    Die Einnahmen und Ausgaben unterliegen im Laufe des Haushaltsjahres starken Schwankungen und beeinflussen somit die eingesetzten Kassenmittel in den einzelnen Monaten in unterschiedlichem Maße. Auch der Kapitalmarktsaldo zeigt im Jahresverlauf in der Regel starke Schwankungen. Die unterjährige Entwicklung des Finanzierungssaldos und des jeweiligen Kapitalmarktsaldos sind daher keine Indikatoren, aus denen sich die erforderliche Nettokreditaufnahme und der Finanzierungssaldo am Jahresende errechnen lassen.

    Entwicklung des Bundeshaushalts

    Tabelle 1

    Entwicklung der Bundesausgaben nach Aufgabenbereichen

    Tabelle 2

    Die Ausgaben des Bundes nach ökonomischen Arten

    Tabelle 3

    Entwicklung der Einnahmen des Bundes

    Tabelle 4

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