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  • Aktuelle Wirtschafts- und Finanzlage

    Über­blick zur ak­tu­el­len La­ge

    Wirtschaft

    Die konjunkturelle Aufwärtsbewegung hat sich im 2. Quartal mit einem BIP-Wachstum gegenüber dem Vorquartal von 0,6 % lebhaft fortgesetzt, wobei die Binnenwirtschaft weiter das Wirtschaftswachstum bestimmt.

    Am Arbeitsmarkt bleibt die Nachfrage nach Arbeitskräften weiter robust, trotz saisonbedingtem Anstieg der Arbeitslosigkeit im Juli. Die Erwerbstätigkeit erreichte im Juni mit 44,4 Millionen Erwerbstätigen einmal mehr einen neuen Rekordstand.

    Die Verbraucherpreise erhöhten sich im Juli um 1,7 %. Damit besteht weiterhin ein hohes Maß an Preisniveaustabilität.

    Finanzen

    Die Steuereinnahmen insgesamt (ohne Gemeindesteuern) haben sich im Juli 2017 kräftig um 9,2 % gegenüber dem Vorjahresmonat erhöht. Dies ist insbesondere auf die Zunahme der Einnahmen aus den gemeinschaftlichen Steuern um 9,9 % gegenüber dem Vergleichszeitraum zurückzuführen, wobei sich der Zuwachs auf die Steuern vom Umsatz, die nicht veranlagten Steuern vom Ertrag und die Lohnsteuer verteilt. Allerdings ist die Erhöhung der Einnahmen aus den Steuern vom Umsatz zum Teil durch einen Sondereffekt im Vorjahresmonat überzeichnet.

    Das Aufkommen der Bundessteuern stieg im Juli 2017 im Vorjahresvergleich um 7,6 % an. Zuwächsen bei der Energiesteuer (+7,4 %), der Tabaksteuer (+68,8 %), dem Solidaritätszuschlag (+4,8 %) und der Versicherungsteuer (+1,7 %) stehen Rückgänge bei der Kraftfahrzeugsteuer (-6,5 %) sowie der Stromsteuer (-2,8 %) gegenüber. Zudem ist der Anstieg bei der Tabaksteuer wegen der niedrigen Vorjahresbasis überzeichnet. In kumulierter Betrachtung gingen die Einnahmen aus den Bundessteuern gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 8,1 % zurück, hauptsächlich aufgrund der Rückerstattung der Kernbrennstoffsteuer im Vormonat.

    Die Einnahmen des Bundeshaushalts 2017 betrugen von Januar bis einschließlich Juli insgesamt 183,7 Mrd. €. Sie überschritten das entsprechende Vorjahresniveau um 1,4 % beziehungsweise um 2,5 Mrd. €. Die Steuereinnahmen, die den größten Anteil an den Gesamteinnahmen ausmachen, erhöhten sich um 4,5 %. Die sonstigen Einnahmen gingen um 27,5 % zurück. Ursache ist insbesondere die Abführung des Bundesbankgewinns, die um 2,1 Mrd. € geringer ausfiel als im Haushaltsplan 2017 veranschlagt. Die Ausgaben des Bundeshaushalts beliefen sich im betrachteten Zeitraum auf 192,1 Mrd. €. Das waren um 4,3 % beziehungsweise 8 Mrd. € höhere Ausgaben als vor einem Jahr. Bis Juli 2017 überschritten die Ausgaben die Einnahmen um 8,4 Mrd. €.

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