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  • Aktuelle Wirtschafts- und Finanzlage

    Über­blick zur ak­tu­el­len La­ge

    Wirtschaft

    • Die deutsche Wirtschaft ist nach einem dynamischen 1. Halbjahr 2017 mit etwas verringertem Tempo in das 3. Quartal gestartet. Den aktuellen Wirtschaftsdaten zufolge dürfte sich die konjunkturelle Aufwärtsbewegung aber auch im 3. Vierteljahr solide fortgesetzt haben.
    • Der Arbeitsmarkt entwickelte sich zu Beginn des 3. Quartals weiter günstig. Der Außenhandel zeigte einen leichten Aufwärtstrend und dürfte in den kommenden Monaten vor dem Hintergrund der weltwirtschaftlichen Belebung weiter anziehen. Das Bild der Industrieindikatoren war im Sommermonat Juli verhalten, die Stimmung der Unternehmen ist aber immer noch sehr gut.
    • Die Verbraucherpreisinflation stieg im August erneut leicht an (+1,8 % nach +1,7 % im Juli und +1,6 % im Juni) und entspricht damit dem Inflations-Ziel der Europäischen Zentralbank von nahe, aber unter 2 % gegenüber dem Vorjahr.

    Finanzen

    • Die Steuereinnahmen insgesamt (ohne Gemeindesteuern) haben sich im August 2017 um 6,8 % gegenüber dem Vorjahresmonat erhöht. Diese Zunahme basiert auf der weiterhin sehr günstigen Entwicklung bei den gemeinschaftlichen Steuern, deren Aufkommen um 10,4 % anstieg. Die kräftigsten Impulse kamen hierbei von den nicht veranlagten Steuern vom Ertrag und von der Lohnsteuer. Die Einnahmen aus den Bundessteuern gingen im Berichtsmonat August um 7,9 % zurück. Verursacht wurde dieser Rückgang durch die weitere Rückzahlung von Kernbrennstoffsteuer infolge des Beschlusses des Bundesverfassungsgerichts vom 13. April 2017.
    • Bei den aufkommensstärkeren Bundessteuern waren Zuwächse bei der Energiesteuer (+2,1 %), der Tabaksteuer (+17,7 %), dem Solidaritätszuschlag (+6,9 %), der Versicherungsteuer (+2,8 %) und der Kraftfahrzeugsteuer (+1,4 %) zu verzeichnen, während das Aufkommen der Stromsteuer (-3,0 %) einen Rückgang aufwies. In kumulierter Betrachtung gingen die Einnahmen aus den Bundessteuern gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 8,0 % zurück.
    • Die Einnahmen des Bundeshaushalts 2017 beliefen sich im Zeitraum von Januar bis einschließlich August auf 206,7 Mrd. €, das sind 64 % des Solls. Das entsprechende Vorjahresniveau wurde um 1,7 % beziehungsweise 3,5 Mrd. € überschritten. Der Anstieg der Einnahmen gegenüber dem Vorjahr und auch der Anteil am Soll wurden durch zwei Effekte gedämpft: Zum einen hat der Bund, wie bereits oben beschrieben, Rückzahlungen der Kernbrennstoffsteuer an die betroffenen Energieunternehmen geleistet. Zum anderen ist die Abführung des Gewinns der Bundesbank um 2,1 Mrd. € geringer ausgefallen als veranschlagt. Die Ausgaben des Bundeshaushalts betrugen kumuliert von Januar bis August dieses Jahres 219,3 Mrd. €. Sie waren damit um 5,7 % beziehungsweise 11,9 Mrd. € höher als vor einem Jahr. Es wurden rund 67 % der veranschlagten Mittel verbraucht. Bis August 2017 überschritten die Ausgaben die Einnahmen um 12,6 Mrd. €.

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