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  • Aktuelle Wirtschafts- und Finanzlage

    Ent­wick­lung des Bun­des­haus­halts bis ein­schließ­lich Sep­tem­ber 2017

    Einnahmeentwicklung

    Im Zeitraum Januar bis September 2017 beliefen sich die Einnahmen des Bundeshaushalts auf 237,3 Mrd. €, das sind rund 74 % des Solls. Das entsprechende Vorjahresniveau wurde um 1,8 % beziehungsweise 4,2 Mrd. € überschritten. Dabei dämpften zwei Effekte den Anstieg der Einnahmen gegenüber dem Vorjahr: Zum einen hat der Bund rund 6,3 Mrd. € Kernbrennstoffsteuer zuzüglich rund 1 Mrd. € Prozesszinsen an die betroffenen Energieunternehmen zurückgezahlt. Zum anderen ist die Abführung des Gewinns der Bundesbank um 2,1 Mrd. € geringer ausgefallen als veranschlagt. Die Steuereinnahmen stiegen im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresniveau kräftig an (+5,2 % beziehungsweise rund 11 Mrd. €). Die sonstigen Einnahmen, zu denen die Gewinnabführung der Bundesbank zählt, gaben jedoch spürbar nach (-30 % beziehungsweise rund -6,8 Mrd. €).

    Ausgabenentwicklung

    Die Ausgaben des Bundeshaushalts betrugen im Zeitraum von Januar bis September dieses Jahres 243,8 Mrd. €. Damit wurden rund 74 % der veranschlagten Mittel verbraucht. Die Ausgaben waren insgesamt um 5,2 % beziehungsweise 12,1 Mrd. € höher als vor einem Jahr.

    Die Ausgaben des Bundeshaushalts werden nach ökonomischer Gliederung in konsumtive und investive Ausgaben unterschieden. Im betrachteten Zeitraum nahmen die konsumtiven Ausgaben um 4,5 % gegenüber dem Vorjahr zu. Dabei stiegen insbesondere die Personalausgaben (+4,8 %) und der laufende Sachaufwand (+6,6 %) leicht überdurchschnittlich an. Ausgaben für laufende Zuweisungen an Verwaltungen überschritten das entsprechende Vorjahresniveau um 6,2 % (1,1 Mrd. €). Dies ist vor allem auf höhere Zuweisungen an Länder gegenüber dem Stand des Vorjahres zurückzuführen (+13,4 % beziehungsweise 1,3 Mrd. €). Die Zuschüsse an andere Bereiche überschritten das Niveau des Vorjahres um 4,3 %. Dies resultiert insbesondere aus höheren Ausgaben für die Bereiche Renten und Unterstützungen (z. B. Arbeitslosengeld II: +6,4 % und Elterngeld: +6,9 %) sowie Sozialversicherungen. Die Zinsausgaben waren im betrachteten Zeitraum leicht höher als vor einem Jahr (+2,2 %). Die investiven Ausgaben überschritten kumuliert von Januar bis September 2017 den entsprechenden Vorjahresstand sehr deutlich (+13,7 %). Dabei stiegen die Ausgaben für Sachinvestitionen kräftig, nämlich um 15,0 %. Die Ausgaben für Bauinvestitionen, die den höchsten Anteil an den Sachinvestitionen ausmachen, nahmen im gleichen Zeitraum ebenfalls kräftig zu (+14,0 %). Auch die Ausgaben für Finanzierungshilfen stiegen deutlich gegenüber dem Vorjahr an (+13,2 %), was insbesondere auf die Erhöhung des Eigenkapitals der Deutschen Bahn AG zurückzuführen ist.

    Finanzierungssaldo

    Bis September 2017 überschritten die Ausgaben die Einnahmen um 6,4 Mrd. €.

    Die Einnahmen und Ausgaben unterliegen im Laufe des Haushaltsjahres starken Schwankungen und beeinflussen somit die eingesetzten Kassenmittel in den einzelnen Monaten in unterschiedlichem Maße. Auch der Kapitalmarktsaldo zeigt im Jahresverlauf in der Regel starke Schwankungen. Die unterjährige Entwicklung des Finanzierungssaldos und des jeweiligen Kapitalmarktsaldos sind daher keine Indikatoren, aus denen sich die erforderliche Nettokreditaufnahme und der Finanzierungssaldo am Jahresende errechnen lassen.

    Entwicklung des Bundeshaushalts

    Tabelle 1

    Entwicklung der Bundesausgaben nach Aufgabenbereichen

    Tabelle 2

    Die Ausgaben des Bundes nach ökonomischen Arten

    Tabelle 3

    Entwicklung der Einnahmen des Bundes

    Tabelle 4

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