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  • Aktuelle Wirtschafts- und Finanzlage

    Fi­nanz­märk­te und Kre­dit­auf­nah­me des Bun­des

    Entwicklung von Schulden, Kreditaufnahme, Tilgungen und Zinsen

    Im September wurden für den Bundeshaushalt und seine Sondervermögen insgesamt Kredite im Volumen von 12,5 Mrd. € aufgenommen und 16,5 Mrd. € an fälligen Krediten getilgt. Dadurch hat sich der Schuldenstand bis zum 30. September 2017 um 4,0 Mrd. € auf 1.089,6 Mrd. € verringert. Von den Schulden wurden für die Finanzierung des Bundeshaushalts 1.048,5 Mrd. €, des Finanzmarktstabilisierungsfonds 22,3 Mrd. € und des Investitions- und Tilgungsfonds 18,8 Mrd. € verwendet.

    Im September betrug der Schuldendienst 17,0 Mrd. €, davon 16,5 Mrd. € für Tilgungen und 0,5 Mrd. € für Zinszahlungen. Die Schwerpunkte der Kreditaufnahme lagen auf den Emissionen einer Bundesschatzanweisung mit einem Nominalvolumen von 4 Mrd. €, einer 10-jährigen Bundesanleihe mit einem Nominalvolumen von 3 Mrd. € sowie einer 5-jährigen Bundesobligation mit einem Nominalvolumen von 3 Mrd. €. Ferner wurden 2 Mrd. € Unverzinsliche Schatzanweisungen des Bundes, 2 Mrd. € 30-jährige festverzinsliche Bundesanleihen und 0,5 Mrd. € inflationsindexierte Anleihen des Bundes emittiert. Der Eigenbestand erhöhte sich um saldiert 2 Mrd. € auf ein Volumen von insgesamt 54,1 Mrd. €. Weitere Einzelheiten zu den Schuldenständen sowie ihrer Veränderung infolge von Kreditaufnahme und Tilgungen zeigt die Tabelle „Entwicklung der Verschuldung des Bundes und seiner Sondervermögen“.

    Eine detaillierte Aufstellung der Kreditaufnahme, der Tilgungs- und Zinszahlungen sowie der Schuldenstände des Bundes und seiner Sondervermögen ist im statistischen Anhang des Monatsberichts enthalten. Darüber hinaus enthält der statistische Anhang für den interessierten Leser auch eine längere Datenreihe der Verschuldung gruppiert nach Restlaufzeitklassen.

    Die Tabelle „Entwicklung des Umlaufvolumens an Bundeswertpapieren“ zeigt das Umlaufvolumen der emittierten Bundeswertpapiere einschließlich der zusätzlich als Kassenkredit emittierten und verbuchten Bundeswertpapiere.

    Die Abbildung „Struktur der Verschuldung des Bundes nach Instrumentenarten per 30. September 2017“ zeigt die Verteilung der vom Bund und seinen Sondervermögen eingegangenen Gesamtschulden nach Instrumentenarten. Mit 44,2 % entfällt der größte Anteil der Schuld auf nominal-verzinsliche 10-jährige Bundesanleihen, gefolgt von den Bundesobligationen mit einem Anteil von 19,7 %, den 30-jährigen Bundesanleihen mit 18,5 %, den Bundesschatzanweisungen mit 8,4 %, den inflationsindexierten Bundeswertpapieren mit einem Anteil von 6,6 % und den Unverzinslichen Schatzanweisungen mit 1,1 %. Ein Anteil von 1,3 % der Schulden entfällt auf Kreditaufnahmen wie Schuldscheindarlehen und sonstige Kredite.

    Von den Schulden des Bundes sind 98,6 % in Form von Inhaberschuldverschreibungen verbrieft, bei denen der konkrete Gläubiger dem Emittenten Bund nicht bekannt ist.

    Die am 19. Dezember 2016 für das Jahr 2017 veröffentlichte Emissionsplanung des Bundes, die am 23. März 2017 und am 22. Juni 2017 jeweils für das 2. und 3. Quartal 2017 im Rahmen der bereits bekannten Jahresvorschau bestätigt worden war, wurde am 21. September infolge des sich im Jahresverlauf ergebenden reduzierten Finanzierungsbedarfs des Bundes und seiner Sondervermögen für das 4. Quartal um insgesamt 3 Mrd. € reduziert. Konkret entfällt die ursprünglich für den 29. November 2017 vorgesehene letzte Aufstockung von Bundesobligationen mit der Fälligkeit am 7. Oktober 2022. Details zu den geplanten Auktionen der nominal-verzinslichen 30- und 10-jährigen Bundesanleihen, der 5-jährigen Bundesobligationen, der 2-jährigen Bundesschatzanweisungen, der inflationsindexierten Bundeswertpapiere und der Unverzinslichen Schatzanweisungen des Bundes können den jeweiligen Pressemitteilungen1 entnommen werden. Sie enthalten auch eine jeweils präzisierte vierteljährliche Vorschau der Tilgungszahlungen bis zum Ende des Jahres 2017.

    Ferner veröffentlicht die Bundesrepublik Deutschland – Finanzagentur GmbH auch eine detaillierte Übersicht über die durchgeführten Auktionen von Bundeswertpapieren.2

    Entwicklung der Verschuldung des Bundes und seiner Sondervermögen

    Tabelle 1

    Entwicklung des Umlaufvolumens an Bundeswertpapieren

    Tabelle 2
    Struktur der Verschuldung des Bundes nach Instrumentenarten per 30. September 2017

    in %

    Das Kreis­dia­gramm zeigt die Struk­tur der Ver­schul­dung des Bun­des nach In­stru­men­te­nar­ten per 30. Sep­tem­ber 2017. Die An­ga­ben sind in Pro­zent.
    nullWert
    10-jährige Bundesanleihen44,2
    30-jährige Bundesanleihen18,5
    Bundesobligationen19,7
    Bundesschatzanweisungen 8,4
    Inflationsindexierte Bundeswertpapiere6,6
    Schuldscheindarlehen und sonstige Kredite1,3
    Unverzinsliche Schatzanweisungen des Bundes1,1
    Sonstige Bundeswertpapiere0,2
    Abbildung 1
    Kreditaufnahme des Bundes und seiner Sondervermögen bis September 2017

    in Mio. €

    Bal­ken­dia­gramm: Kre­dit­auf­nah­me des Bun­des und sei­ner Son­der­ver­mö­gen bis Sep­tem­ber 2017
    Kreditaufnahme des Bundes und seiner Sondervermögen bis September 2017Wert
    30-jährige Bundesanleihen7839
    10-jährige Bundesanleihen45050
    Inflationsindexierte Bundeswertpapiere4931
    Bundesobligationen27478
    Bundesschatzanweisungen36166
    Unverzinsliche Schatzanweisungen des Bundes15865
    Sonstige Bundeswertpapiere 0
    Sonstige Kredite und Buchschulden-66
    Abbildung 2

    Schuldenstand des Bundes und seiner Sondervermögen 2017

    Tabelle 3

    Bruttokreditbedarf des Bundes und seiner Sondervermögen 2017

    Tabelle 4

    Tilgungen des Bundes und seiner Sondervermögen 2017

    Tabelle 5

    Zinszahlungen des Bundes und seiner Sondervermögen 2017

    Tabelle 6

    Die Marktentwicklung im 3. Quartal 2017

    Die Renditen 10-jähriger Staatsanleihen in den vier großen Währungsräumen haben sich im 3. Quartal 2017 per saldo nur geringfügig verändert. Das 2. Quartal 2017 hatte infolge der Rede von Mario Draghi, dem Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB), im portugiesischen Sintra noch mit einem deutlichen Renditeanstieg insbesondere bei 10-jährigen Bundesanleihen geendet. Weil sich die EZB mit Aussagen zur künftigen Ausrichtung ihrer Geldpolitik zurückhielt, begannen die Renditen ab Anfang August wieder moderat zu fallen. Die Marktteilnehmer scheinen sich seit Monaten stark von den Aussagen der Zentralbanker in den USA und Europa leiten zu lassen. So kehrte sich der sinkende Renditetrend nach Erreichen seines Tiefpunkts von 0,3 % p. a. exakt am Tag der Sitzung des EZB-Rats am 7. September 2017 um. Obwohl die EZB in dieser Sitzung noch keine konkreten Aussagen zur künftigen Ausrichtung ihrer Geldpolitik tätigte (und sich die Option einer Ausweitung des Asset Purchase Programme weiterhin offenhielt), schien für die meisten Marktteilnehmer klar zu sein, dass ein Ausstieg aus den Staatsanleiheankäufen konkret vorbereitet werde. Seitdem zogen die Renditen im Euroraum wie auch die der Staatspapiere in den USA und dem Vereinigten Königreich wieder deutlich an. Gestützt wurde dieser Trend durch die Bekanntgabe der US-Notenbank FED am 20. September 2017, Tilgungszahlungen aus Anleihen im Quantitative-Easing-Bestand künftig nur noch teilweise wieder in Wertpapieren anzulegen. Die FED vollzieht damit, nach dem Stopp der Anleiheankäufe im Herbst 2014 (Schritt 1) und den ersten Leitzinserhöhungen in den zurückliegenden Monaten (Schritt 2), den dritten Schritt beim Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik.

    Infografik: Entwicklung der Renditen 10-jähriger Staatsanleihen im 3. Quartal 2017
    Abbildung 3

    Ein Blick auf die Renditestruktur deutscher Staatsanleihen verdeutlicht, dass der Renditeabstand zwischen 2- und 30-jährigen Anleihen im 3. Quartal 2017 per saldo größer geworden und die Renditekurve damit insgesamt steiler geworden ist. Die Renditedifferenz („Spread“) zwischen den genannten Laufzeitbereichen hat sich um rund 17 Basispunkte ausgeweitet. Dabei blieb die Rendite im 30-jährigen Laufzeitbereich nahezu unverändert, während die Rendite der 2-jährigen Bundeswertpapiere deutlich um über 10 Basispunkte fiel.

    Infografik: Renditedifferenz zwischen 30-jähriger Bundesanleihe und Bundesschatzanweisung
    Abbildung 4

    Im 3. Quartal 2017 konnten die Aktienmärkte in den USA, dem Vereinigten Königreich, Japan und Deutschland per saldo eine Aufwärtstendenz verzeichnen. Der kleinste Zugewinn war im Vereinigten Königreich, der größte in den USA zu verzeichnen.

    Wichtige Aktienindizes, Wertentwicklung im 3. Quartal 2017

    Tabelle 7

    Der Deutsche Aktienindex (DAX) vollzog hingegen eine markante Entwicklung, indem er von Anfang Juli bis Ende August um knapp 380 Punkte gefallen war, um danach bis zum Ende des Monats September wieder um fast 1.000 Indexpunkte zu steigen. Er konnte damit die anfänglichen Quartalsverluste nicht nur ausgleichen, sondern deutlich überkompensieren. Seit Oktoberbeginn strebt er einem neuen historischen Höchststand entgegen.

    Entwicklung ausgewählter Aktienindizes im 3. Quartal 2017

    in Prozentpunkten, Quartalsbeginn = 100

    Das Ver­laufs­dia­gramm stellt die Ent­wick­lung aus­ge­wähl­ter Ak­tien­in­di­zes im 3. Quar­tal 2017 dar.
    DatumDow Jones Industrial AverageFTSE 100Nikkei 225DAX
    30.06.2017100100100100
    03.07.2017100,6072236100,880247100,1116634101,2185683
    04.07.2017100,6072236100,608665499,99460901100,9087944
    05.07.2017100,6020713100,7504731100,2405978101,043073
    06.07.201799,86140275100,335853199,80347849100,4554114
    07.07.2017100,3030966100,522377499,47917057100,5156948
    10.07.2017100,2758362100,7837029100,2373533100,9801122
    11.07.2017100,2784123100,2330186100,8088979100,9079019
    12.07.2017100,8548626101,4250511100,3242081102,4458991
    13.07.2017100,9529908101,3773261100,3313462102,5655734
    14.07.2017101,3494847100,8980243100,4264372102,4876026
    17.07.2017101,3119197101,2500137100,4264372102,1260645
    18.07.2017101,0543508101,059797299,83267968100,8541093
    19.07.2017101,3635834101,616224999,93725488101,029848
    20.07.2017101,2278901102,3951416100,5548725100,9909031
    21.07.2017101,079363101,9170705100,331046799,30986473
    24.07.2017100,7660086100,888998999,7116819299,0574534
    25.07.2017101,2356186101,669693499,6095027299,50661738
    26.07.2017101,6926757101,9090024100,083510499,83764864
    27.07.2017102,0933384101,78169100,230664499,08252415
    28.07.2017102,2514676100,761002799,63266498,6822035
    31.07.2017102,5362969100,810642399,4596531998,32155792
    01.08.2017102,8772864101,517082699,7621974999,40097946
    02.08.2017103,1223492101,3498397100,232661198,83457524
    03.08.2017103,1685327102,216001799,9791847998,61745768
    04.08.2017103,4809971102,721148999,5951766699,77768979
    07.08.2017103,6009523102,9977902100,112112699,44868691
    08.08.2017103,4460082103,145341399,8132122299,73168618
    09.08.2017103,2743893102,534487998,5288590198,61161595
    10.08.2017102,3156373101,055968298,4840838597,47815843
    11.08.2017102,382664299,9622575598,4840838597,47621118
    14.08.2017103,0168204100,562991697,5224911698,7018382
    15.08.2017103,0415515100,972688798,601737298,79855125
    16.08.2017103,1627714101,645215598,4817876999,5029663
    17.08.2017101,8787211101,027661498,3487600599,01291022
    18.08.2017101,5217126100,153978397,1895975998,70240614
    21.08.2017101,6586704100,084236896,8038423897,89754583
    22.08.2017102,5773749100,943834996,7574698999,22288789
    23.08.2017102,1661265100,956278997,0110460498,77632023
    24.08.2017102,0317448101,290080896,6073707898,82930146
    25.08.2017102,1735271101,21350297,100746198,7247183
    28.08.2017102,1488429101,21350297,0872187198,36391045
    29.08.2017102,4156859100,337904496,6511975296,92303199
    30.08.2017102,5424328100,718474197,3699461497,38217559
    31.08.2017102,8031868101,612259298,0672805497,81519369
    01.09.2017102,9880143101,720016698,2930531698,51944646
    04.09.2017102,9880143101,350386797,3784818798,1914172
    05.09.2017101,8908056100,823223196,7673034598,3658577
    06.09.2017102,1452831100,566273696,6283357499,10280792
    07.09.2017102,0382086101,152238896,8207640999,76884606
    08.09.2017102,0991464100,887221296,213279599,82848037
    11.09.2017103,3149989101,379377397,56576882101,2180003
    12.09.2017103,6030133101,202972498,71809271101,6198625
    13.09.2017103,7871851100,915938399,16334846101,8535316
    14.09.2017103,999366799,7630156898,87193556101,7470824
    15.09.2017104,303165998,6701254899,38138402101,571506
    18.09.2017104,598299899,1871697599,38138402101,9007523
    19.09.2017104,783080599,48760516101,327531101,9202247
    20.09.2017104,978821699,44247831101,3828386101,9801024
    21.09.2017104,728887699,33239615101,5676297102,2304854
    22.09.2017104,683734699,97155641101,3129055102,1681736
    25.09.2017104,433144799,84369701101,8177117102,1881329
    26.09.2017104,37801599,63105383101,481324102,2724322
    27.09.2017104,6421413100,0108031101,1661508102,6960387
    28.09.2017104,8317933100,1381155101,6456493103,0793209
    29.09.2017104,9436922100,8210351101,6115563104,0871002
    Abbildung 5

    In der Entwicklung der Wechselkurse legten das Britische Pfund und der Euro per saldo an Wert gegenüber dem US-Dollar zu, während der japanische Yen zum Quartalsende wieder den Stand vom Anfang erreicht. Überraschend positiv und über mehrere Wochen auch relativ stabil auf einem vergleichsweise hohen Niveau verharrend entwickelte sich der Euro gegenüber dem US-Dollar. Marktteilnehmer führten die stabil-positive konjunkturelle Entwicklung im Euroraum und die Aussicht auf eine baldige Renditewende bei langfristigen Euro-Staatsanleihen als wesentliche Ursachen an.

    Entwicklung der Wechselkurse zum US-Dollar im 3. Quartal 2017

    Werteentwicklung in Prozentpunkten gegenüber US-Dollar, Quartalsbeginn = 100

    Das Ver­laufs­dia­gramm ver­an­schau­licht die Ent­wick­lung der Wech­sel­kur­se zum US-Dol­lar im 3. Quar­tal 2017.
    nullEuroBritisches PfundJapanischer Yen
    30.06.2017100100100
    01.07.2017100100100
    02.07.2017100100100
    03.07.201799,4573779199,3474088399,08998989
    04.07.201799,2998424699,1938579799,17986743
    05.07.201799,3523542899,3013435799,19110212
    06.07.201799,9737440999,5854126799,2248062
    07.07.201799,7812007798,9635316798,62936749
    08.07.201799,7812007798,9635316798,62936749
    09.07.201799,7812007798,9635316798,62936749
    10.07.201799,7636968398,8944337898,51702056
    11.07.2017100,358830798,6410748698,6068981
    12.07.201799,8774724398,9251439599,26974497
    13.07.201799,7549448699,3397312999,16863274
    14.07.2017100,3850866100,560460799,83147961
    15.07.2017100,3850866100,560460799,83147961
    16.07.2017100,3850866100,560460799,83147961
    17.07.2017100,4551024100,230326399,75283676
    18.07.2017101,1202521100,1151631100,2583979
    19.07.2017100,778925399,97696737100,3482755
    20.07.2017101,794153799,60076775100,3932142
    21.07.2017102,074216799,78502879101,0897652
    22.07.2017102,074216799,78502879101,0897652
    23.07.2017102,074216799,78502879101,0897652
    24.07.2017101,8904253100,0230326101,1234693
    25.07.2017101,9341852100100,4044489
    26.07.2017102,6956065100,7447217101,0560611
    27.07.2017102,1967443100,3147793100,9774183
    28.07.2017102,84439100,8522073101,5054488
    29.07.2017102,84439100,8522073101,5054488
    30.07.2017102,84439100,8522073101,5054488
    31.07.2017103,6408192101,4587332101,8986631
    01.08.2017103,2907404101,3666027101,7863161
    02.08.2017103,7633468101,5201536101,4605101
    03.08.2017103,8858743100,8675624102,0896528
    04.08.2017103,0369333100,1151631101,4942141
    05.08.2017103,0369333100,1151631101,4942141
    06.08.2017103,0369333100,1151631101,4942141
    07.08.2017103,2294766100,0767754101,4492754
    08.08.2017102,85314299,74664107101,8312549
    09.08.2017102,914405799,83877159102,0784182
    10.08.2017103,028181399,63147793102,8760813
    11.08.2017103,457027899,91554702102,887316
    12.08.2017103,457027899,91554702102,887316
    13.08.2017103,457027899,91554702102,887316
    14.08.2017103,098197199,53166987102,4716324
    15.08.2017102,704358598,80230326101,5166835
    16.08.2017102,984421598,97120921101,9548365
    17.08.2017102,599334998,79462572102,5390406
    18.08.2017102,931909798,80998081102,8760813
    19.08.2017102,931909798,80998081102,8760813
    20.08.2017102,931909798,80998081102,8760813
    21.08.2017103,40451699,0403071103,0895405
    22.08.2017102,940661698,45681382102,5390406
    23.08.2017103,334500398,27255278103,033367
    24.08.2017103,264484598,28023033102,5502752
    25.08.2017104,358480798,90211132102,7300303
    26.08.2017104,358480798,90211132102,7300303
    27.08.2017104,358480798,90211132102,7300303
    28.08.2017104,83983999,29366603102,8199079
    29.08.2017104,778575299,17850288102,3705202
    30.08.2017104,008401999,23224568101,9098978
    31.08.2017104,235953199,2706334102,157061
    01.09.2017103,798354699,4318618101,8986631
    02.09.2017103,798354699,4318618101,8986631
    03.09.2017103,798354699,4318618101,8986631
    04.09.2017104,113425599,27831094102,4154589
    05.09.2017104,270961100,0614203103,2468262
    06.09.2017104,2972169100,1381958102,8648466
    07.09.2017105,2249256100,5834933103,5951017
    08.09.2017105,3387012101,3435701104,1793057
    09.09.2017105,3387012101,3435701104,1793057
    10.09.2017105,3387012101,3435701104,1793057
    11.09.2017104,6122878101,059501102,6963263
    12.09.2017104,7348153101,9808061101,9773059
    13.09.2017104,0171539101,428023101,6852039
    14.09.2017104,3147208102,8714012101,9098978
    15.09.2017104,542272104,3685221101,3706325
    16.09.2017104,542272104,3685221101,3706325
    17.09.2017104,542272104,3685221101,3706325
    18.09.2017104,6210397103,6084453100,6965509
    19.09.2017104,9711185103,6698656100,6740816
    20.09.2017104,0784176103,6084453100,1348163
    21.09.2017104,5072641104,261036599,88765307
    22.09.2017104,5947838103,6775432100,3145714
    23.09.2017104,5947838103,6775432100,3145714
    24.09.2017104,5947838103,6775432100,3145714
    25.09.2017103,693331103,3857965100,5617346
    26.09.2017103,2119727103,3243762100,1011122
    27.09.2017102,7918782102,779270699,57308168
    28.09.2017103,1507089103,2015355100
    29.09.2017103,395764102,863723699,8427143
    30.09.2017103,395764102,863723699,8427143
    01.10.2017nullnullnull
    02.10.2017nullnullnull
    Abbildung 6

    Der Sekundärmarkthandel mit Bundeswertpapieren

    Im 1. Halbjahr 2017 wurden so viele Bundeswertpapiere gehandelt wie schon seit zwei Jahren nicht mehr. Das belegen Daten zu den Handelsumsätzen von 32 der aktuell 36 Kreditinstitute und Wertpapierfirmen der Bietergruppe Bundeswertpapiere. Diese melden regelmäßig ihre Käufe und Verkäufe von Bundeswertpapieren am Sekundärmarkt wie an Wertpapierbörsen, über elektronische Handelsplattformen oder auch direkt mit institutionellen Finanzmarktteilnehmern.

    Nach drei Halbjahren mit Handelsumsätzen zwischen 2.100 und 2.200 Mrd. € fiel das Handelsvolumen im 1. Halbjahr 2017 mit 2.584 Mrd. € rund 20 % höher aus (siehe Abbildung 7). Das Plus über die vergangenen beiden Jahre ist insbesondere auf höhere Umsätze mit Asset-Managern, Banken, Hedgefonds und Versicherungen zurückzuführen.

    Im Vergleich zum 2. Halbjahr 2016 nahm der Handel mit Asset-Managern um 39 %, und damit am stärksten, auf 704 Mrd. € zu (siehe Tabelle 8). Das ist ein neuer Höchstwert in der zwölfeinhalbjährigen Historie. Mit Pensionsfonds nahm der Handel um 30 % (28 Mrd. €), mit Banken um 23 % (533 Mrd. €) und mit Hedgefonds um 21 % (209 Mrd. €) zu. Seit Erhebung der Daten verzeichneten hingegen die sonstigen Kontrahenten die schwächsten Handelsumsätze. Sie fielen mit einem Minus von 12 % erstmals unter 30 Mrd. €. Hierzu zählen insbesondere Handels- und Industrieunternehmen sowie Privatanleger. Nach wie vor sind aber die Broker mit ihrem Handel über elektronische Handelsplattformen die bedeutendsten Akteure am Sekundärmarkt.

    Infografik: Halbjährliches Handelsvolumen in Bundeswertpapieren
    Abbildung 7

    Unter geografischem Gesichtspunkt legte der Handel im 1. Halbjahr 2017 über alle Regionen zu. Das beste Handelsergebnis seit Datenerhebung konnte mit Kontrahenten aus Amerika verbucht werden. Gegenüber dem 2. Halbjahr 2016 stieg es um 43 % auf 378 Mrd. €. Ausgehend von einem sehr niedrigen Niveau der vergangenen Jahre vervielfachte sich das Handelsvolumen mit afrikanischen Ländern auf 4 Mrd. €, den höchsten Wert seit dem 2. Halbjahr 2011. Der Handel mit arabischen Staaten erhöhte sich ebenfalls auf niedrigem Niveau startend um 72 % auf mehr als 10 Mrd. €. Mit großem Abstand bleibt aber mit 55 % am Gesamthandel (1.412 Mrd. €) das übrige Europa die bedeutendste Umsatzregion, wohingegen im Euroraum selbst nur knapp ein Viertel (606 Mrd. €) gehandelt wurde.

    Aufgeschlüsselt nach Wertpapierarten bestimmen die zehnjährigen Bundesanleihen seit 2005 den Handel. Ihr Anteil belief sich im 1. Halbjahr 2017 auf 57 % beziehungsweise 1.465 Mrd. €. Gegenüber dem 2. Halbjahr 2016 ist das ein Plus von 22 %. Die höchsten Umsatzzuwächse im Vergleich zum vorherigen Halbjahr (+37 %) wurden in den Bundesobligationen erzielt – dem seit 2007 am zweitstärksten gehandelten Bundeswertpapier. Ihre 466 Mrd. € Handelsvolumen repräsentieren 18 % des gesamten Handels. Um 31 % sowie 27 % stiegen die Umsätze mit inflationsindexierten Bundeswertpapieren sowie mit Bundesschatzanweisungen. Ein leichter Rückgang um 6 % war im Handel mit 30-jährigen Bundesanleihen zu verzeichnen. Unverzinsliche Schatzanweisungen des Bundes wurden im Volumen von lediglich knapp 32 Mrd. € gehandelt – ein deutliches Minus von fast 40 % im Vergleich zum vorigen Halbjahr und der niedrigste Wert seit Beginn der Datenerhebung. Die Ursache hierfür liegt im – mit Ausnahme des Jahres 2016 – jährlich reduzierten Emissionsvolumen der Unverzinslichen Schatzanweisungen über die vergangenen acht Jahre hinweg. Während die Rückführung des im Zuge der Finanzkrise deutlich ausgeweiteten Emissionsvolumens von 176 Mrd. € im Jahr 2009 über die vier folgenden Jahre eine Normalisierung darstellt, fiel das Emissionsvolumen 2014 um mehr als ein Drittel unter den langjährigen (seit 2000) Durchschnitt von 64 Mrd. €. Entsprechend sank der Anteil der Unverzinslichen Schatzanweisungen am Handel mit allen Bundeswertpapieren von über 8 % im Jahr 2009 auf 3 % im Jahr 2014 und 1 % im 1. Halbjahr 2017.

    (Brutto-)Handel mit Bundeswertpapieren

    Tabelle 8

    Infografik: Halbjährliches Nettohandelsvolumen mit Bundeswertpapieren nach Instrumenten
    Abbildung 8

    Für die Analyse der Nettohandelsumsätze wird aus den Käufen und Verkäufen der Bieterbanken ein Saldo gebildet. Ergibt sich für den Handel mit einem anderen Kontrahenten ein positiver Saldo, deutet das auf einen Bestandsaufbau beim Kontrahenten hin. Entsprechend zeigt ein negativer Wert einen Bestandsabbau von Bundeswertpapieren.

    Insgesamt ergab sich beim Nettohandel im 1. Halbjahr 2017 mit 82,2 Mrd. € kaum eine Veränderung gegenüber dem 2. Halbjahr 2016 mit 83,7 Mrd. €.

    Ein Blick auf das 1. Halbjahr 2017 offenbart den stärksten Bestandsaufbau in Höhe von mehr als 80 Mrd. € bei Zentralbanken. Es ist der höchste Wert seit dem 1. Halbjahr 2013. Er ist aber nicht ungewöhnlich, da Zentralbanken – bis auf wenige Ausnahmen – seit Beginn der Statistik die stärksten Nettokäufer bilden. Dennoch stellt hier das Anleihekaufprogramm der EZB, in dessen Rahmen seit März 2015 halbjährlich mehr als 60 Mrd. € an Bundeswertpapieren erworben werden, einen wesentlichen Nachfragefaktor dar. Mit großem Abstand folgen die Banken als Nettokäufer von 7,6 Mrd. €, Sonstige mit 3,1 Mrd. € und Asset Manager mit 1,5 Mrd. €. Sowohl Banken als auch Asset Manager zählen neben den Zentralbanken traditionell zu den stärksten Käufern von Bundeswertpapieren. Seit dem Beginn des Anleihekaufprogramms der EZB im 1. Halbjahr 2015 haben jedoch insbesondere die Asset Manager an Bedeutung verloren. Sie bauten in den vergangenen drei Halbjahren sogar Bestände ab. Per saldo auf der Verkäuferseite befanden sich im 1. Halbjahr 2017 außerdem Hedgefonds sowie Pensionsfonds mit Verkäufen von 1 Mrd. € und 1,6 Mrd. €. Insgesamt 8,2 Mrd. € wurden netto an Broker beziehungsweise über elektronische Handelsplattformen verkauft.

    Erstmals seit mehr als drei Jahren treten die drei Regionen Asien (24,2 Mrd. €), Euroraum (31,1 Mrd. €) und übriges Europa (26,1 Mrd. €) wieder in etwa gleich stark als Nettokäufer von Bundeswertpapieren auf. Aus dem Trio mit den beiden europäischen Regionen verabschiedete sich Asien im 1. Halbjahr 2014. Im 1. Halbjahr 2015 wies es mit Nettoverkäufen von fast 48 Mrd. € das bisher negativste Nettohandelsergebnis auf, das seit Beginn der Datenerhebung für eine Region gemessen wurde. Zeitgleich kamen aus dem übrigen Europa die bisher höchsten Nettokäufe einer Region. Das erste negative Nettohandelsergebnis wurde in Höhe von 1,2 Mrd. € im vergangenen Halbjahr für die arabischen Staaten verzeichnet, die seit dem 2. Halbjahr 2015 per saldo kaum noch spürbar als Käufer von Bundeswertpapieren auftraten. Der Grund für die Kaufzurückhaltung aus dieser Region könnte in den ab Mitte 2014 rückläufigen Erdölpreisen begründet liegen. Ein größerer Teil der Erlöse aus dem Erdölgeschäft dürfte zuvor als Devisen in Euro und damit in Bundeswertpapieren angelegt worden sein. Dagegen wandelte sich das Nettohandelsvolumen über 2 Mrd. € mit Amerika erstmals seit dem 2. Halbjahr 2014 wieder ins Positive. In den dazwischenliegenden Halbjahren lag es mit Nettoverkäufen von 2 Mrd. € bis 14,5 Mrd. € teils deutlich im negativen Bereich.

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