Navigation und Service

  • Aktuelle Wirtschafts- und Finanzlage

    Über­blick zur ak­tu­el­len La­ge

    Wirtschaft

    • Die Bundesregierung erwartet in ihrer Herbstprojektion vom 11. Oktober eine schwungvolle Fortsetzung des Konjunkturaufschwungs in Deutschland. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte im Jahr 2017 preisbereinigt um 2,0 % wachsen und damit spürbar schneller als in der Frühjahrsprojektion erwartet. Für das Jahr 2018 wird mit einem Wirtschaftswachstum von 1,9 % gerechnet.
    • Der Beschäftigungsaufbau am Arbeitsmarkt setzt sich fort. Die Erwerbstätigkeit verzeichnete im August den kräftigsten Anstieg seit Januar dieses Jahres. Das Bild der Industrieindikatoren im August zeigt eine Fortsetzung der Aufwärtsdynamik, die Stimmung der Unternehmen bewegt sich auf hohem Niveau.
    • Die Verbraucherpreisinflation zeigte sich im September stabil. Der zugehörige Index stieg erneut um 1,8 % an (nach 1,8 % im August und 1,7 % im Juli). Damit steht die aktuelle Preisentwicklung im Einklang mit den Erwartungen der Bundesregierung in der Herbstprojektion. Diese geht von einem jahresdurchschnittlichen Anstieg der Verbraucherpreise um 1,8 % im Jahr 2017 aus.

    Finanzen

    • Die Steuereinnahmen insgesamt (ohne Gemeindesteuern) stiegen im September 2017 um 4,6 % gegenüber dem Vorjahresmonat. Diese Zunahme basiert auf der weiterhin günstigen Entwicklung bei den gemeinschaftlichen Steuern. Deren Aufkommen stieg um 4,8 %.
    • Das Steueraufkommen aus Bundessteuern stieg im September 2017 um 3,8 %. Im aktuellen Berichtsmonat verzeichneten die aufkommensstärkeren Bundessteuern teilweise deutliche Zuwächse: die Energiesteuer (+0,8 %), die Tabaksteuer (+14,2 %), der Solidaritätszuschlag (+4,6 %), die Versicherungsteuer (+18,8 %) und die Stromsteuer (+3,5 %).
    • Im Zeitraum Januar bis September 2017 beliefen sich die Einnahmen des Bundeshaushalts auf 237,3 Mrd. €, das sind rund 74 % des Solls. Das entsprechende Vorjahresniveau wurde um 1,8 % beziehungsweise 4,2 Mrd. € überschritten. Die Ausgaben des Bundeshaushalts betrugen im Zeitraum von Januar bis September dieses Jahres 243,8 Mrd. €. Damit wurden rund 74 % der veranschlagten Mittel verbraucht. Die Ausgaben waren insgesamt um 5,2 % beziehungsweise 12,1 Mrd. € höher als vor einem Jahr. Bis September 2017 überschritten die Ausgaben die Einnahmen um 6,4 Mrd. €.

    Europa

    • Der aktuelle Monatsbericht enthält einen Rückblick auf die Sitzungen der Eurogruppe und des ECOFIN-Rats am 15./16. September 2017 in Tallinn, Estland sowie am 9./10. Oktober in Luxemburg.
    • Schwerpunkte der Sitzungen im September waren die Vertiefung der Wirtschafts- und Währungsunion und Fragen der Digitalwirtschaft, darunter FinTech-Unternehmen und Besteuerung im Bereich der digitalen Wirtschaft. Die zukünftige Rolle des ESM, die Nachprogrammüberwachung in Portugal sowie Steuerfragen waren u. a. Themen der Sitzungen im Oktober.

Footer