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  • Aktuelle Wirtschafts- und Finanzlage

    Über­blick zur ak­tu­el­len La­ge

    Wirtschaft

    • Das Bruttoinlandsprodukt ist nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamts im Gesamtjahr 2017 um real 2,2 % angestiegen und damit etwas kräftiger als noch in der Herbstprojektion der Bundesregierung (+2,0 %) erwartet. Der Aufschwung setzte sich demnach kräftig fort und stützte sich auf eine breite binnen- und außenwirtschaftliche Basis. Die Jahresprojektion der Bundesregierung für das Jahr 2018 wird am 31. Januar 2018 mit dem Jahreswirtschaftsbericht veröffentlicht.
    • Begünstigend wirkte die weiterhin sehr positive Entwicklung des Arbeitsmarkts. Die Arbeitslosenquote fiel um 0,4 Prozentpunkte auf 5,7 %. Die Erwerbstätigkeit stieg nach vorläufigen Berechnungen auf den neuen Rekordstand von 44,28 Millionen Personen.
    • Im Dezember 2017 erhöhte sich das Verbraucherpreisniveau um 1,7 % gegenüber dem Vorjahr. Im Jahresdurchschnitt betrug die Verbraucherpreisinflation 1,8 %. Das ist der stärkste Anstieg seit 2012, aber die Inflationsrate bleibt moderat.

    Finanzen

    • Die Steuereinnahmen insgesamt (ohne Gemeindesteuern) stiegen im Dezember 2017 um 3,8 % gegenüber dem Dezemberergebnis 2016. Im aktuellen Berichtsmonat entwickelten sich die gemeinschaftlichen Steuern mit einem Anstieg von 4,7 % weiterhin gut und waren damit wesentliche Säule der Aufkommensdynamik. Die Lohnsteuer, die Steuern vom Umsatz sowie die Abgeltungsteuer auf Zins- und Veräußerungsgewinne erzielten hohe Aufkommenszuwächse. Im wichtigen Vorauszahlungsmonat Dezember waren zudem bei der veranlagten Einkommensteuer sowie insbesondere bei der Körperschaftsteuer gute Ergebnisse zu verzeichnen.
    • Das Steueraufkommen aus Bundessteuern lag im Dezember 2017 mit 1,3 % leicht über dem Vorjahresniveau. Im Haushaltsjahr 2017 verringerte sich das Aufkommen aus Bundessteuern bedingt durch die Erstattungszahlungen der Kernbrennstoffsteuer um 4,3 %. Die Steuereinnahmen des Bundes, die sich aus den Bundessteuern und dem Bundesanteil an den gemeinschaftlichen Steuern zusammensetzen, überstiegen im Jahr 2017 das Vorjahresergebnis um 7,0 %.
    • In Bundeshaushalt 2017 wurde der Haushaltsausgleich nach den Ergebnissen des vorläufigen Haushaltsabschlusses das vierte Mal in Folge ohne Neuverschuldung erreicht.
    • Die Einnahmen (ohne Umlaufmünzen und ohne besondere Finanzierungsvorgänge) beliefen sich im Jahr 2017 auf 330,4 Mrd. €. Damit nahm der Bund 8,4 Mrd. € beziehungsweise 2,6 % mehr ein als im Soll veranschlagt. Die Ausgaben des Bundes (ohne besondere Finanzierungsvorgänge) beliefen sich im Haushaltsjahr 2017 auf 325,4 Mrd. €. Damit wurde das Soll des Jahres 2017 um 3,7 Mrd. € beziehungsweise um 1,1 % unterschritten. Angesichts dieser Gesamtentwicklung ergab sich ein Überschuss von 5,3 Mrd. €, der nach dem Haushaltsgesetz 2017 der Rücklage zur Finanzierung von Belastungen im Zusammenhang mit der Aufnahme und Unterbringung von Asylbewerbern und Flüchtlingen zuzuführen war. (Nähere Informationen zum vorläufigen Haushaltsabschluss 2017 finden Sie im Artikel „Vorläufiger Abschluss des Bundeshaushalts 2017“.)

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