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  • Aktuelle Wirtschafts- und Finanzlage

    Kon­junk­tur­ent­wick­lung aus fi­nanz­po­li­ti­scher Sicht

    Deutsche Konjunktur bewegt sich am Jahresanfang mit etwas moderaterem Tempo

    Der konjunkturelle Aufschwung in Deutschland ist robust und wird durch ein breites außen- und binnenwirtschaftliches Fundament getragen.

    Allerdings ist die deutsche Wirtschaft mit etwas moderaterem Tempo als noch zum Jahresende 2017 in das Jahr 2018 gestartet. Die Konjunkturindikatoren deuten zur Mitte des 1. Quartals auf ein etwas weniger dynamisches Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) hin. So war etwa die Industrieproduktion im Februar rückläufig, nachdem sie im Januar auf konstant hohem Niveau verharrt hatte. Ein ähnliches Bild zeigt sich für die Umsätze im Verarbeitenden Gewerbe und für die deutschen Exporte.

    Die in die Zukunft weisenden Konjunkturdaten und die günstigen binnen- und außenwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sprechen dafür, dass sich der Konjunkturaufschwung fortsetzt. So weist die Weltwirtschaft eine solide konjunkturelle Dynamik auf; das außenwirtschaftliche Umfeld hatte sich bereits im Verlauf des vergangenen Jahres deutlich aufgehellt. Bei den vorlaufenden Indikatoren schlägt positiv zu Buche, dass sich die Stimmung der Unternehmer auf einem ausgesprochen hohen Niveau bewegt. Zudem zeigen insbesondere die Auftragseingänge aus dem Ausland am aktuellen Rand nach oben. Zuletzt war auch die Auftragsreichweite angestiegen.

    Ferner stützen auch das weiterhin günstige Finanzierungsumfeld und der außerordentlich robuste Arbeitsmarkt die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland. In einigen Segmenten des deutschen Arbeitsmarktes wird die Knappheit an Fachkräften jedoch zunehmend spürbarer. Gleichzeitig zeichnet sich zu Jahresbeginn eine moderate Entwicklung der Verbraucherpreise ab, wodurch die Kaufkraft der privaten Haushalte gestärkt wird.

    Das Steueraufkommen insgesamt stieg im März um 1,9 % gegenüber dem Vorjahresmonat an. Bei der Lohnsteuer (+6,3 %) spiegelt die günstige Dynamik die weiterhin positiven Entwicklungen bei Beschäftigung und Einkommen wider. Die Zuwachsrate der veranlagten Einkommensteuer fiel im März etwas schwächer aus. Dies ist allerdings u. a. auf eine hohe Vorjahresbasis zurückzuführen und kein Anzeichen einer generellen Abschwächung der Dynamik. Das Aufkommen der Steuern vom Umsatz erhöhte sich um 0,7 % gegenüber März 2017.

    Finanzpolitisch wichtige Wirtschaftsdaten

    Tabelle 1

    Gedämpfte Industrieproduktion im Februar

    Die Produktion im Produzierenden Gewerbe sank im Februar gegenüber dem Vormonat saisonbereinigt spürbar um 1,6 %, nachdem sie im Januar auf hohem Niveau nahezu konstant verblieben war (+0,1 %). Im Zweimonatsvergleich ist gegenüber der Vorperiode nun ein leichter Abwärtstrend zu beobachten (-0,9 %).

    Auch die Industrieproduktion ging im Februar zurück, um saisonbereinigt 2,0 % gegenüber dem Vormonat. Im Januar war sie noch annähernd konstant verlaufen (-0,1 %). Der Zweimonatsvergleich gegenüber der Vorperiode zeigt somit einen Rückgang von 1,3 %. Zwei Teilbereiche weisen dabei eine abnehmende Tendenz auf (Investitionsgüter: -2,2 % gegenüber der Vorperiode; Vorleistungen: -1,3 %). Konsumgüter nehmen in der Zweimonatsbetrachtung um 0,9 % zu.

    Der Umsatz in der Industrie nahm im Februar erneut ab (saisonbereinigt -2,1 % gegenüber dem Vormonat; Januar -0,4 %). Dabei war der Rückgang vor allem durch abnehmende Auslandsumsätze geprägt. Diese nahmen das dritte Mal in Folge ab, um nunmehr spürbare 2,9 %. Die Inlandsumsätze waren im Februar mit -1,2 % ebenfalls rückläufig. Der Zweimonatsdurchschnitt der Gesamtumsätze ist mit -1,6 % gegenüber der Vorperiode nun abwärtsgerichtet (Januar: +1,1 %).

    Der Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe zeigte im Februar nach einem deutlichen Rückgang im Januar (saisonbereinigt -3,5 % gegenüber dem Vormonat) eine Gegenbewegung (+0,3 %). Der Anstieg war vor allem durch Auslandsbestellungen (+1,4 %) geprägt. Dabei wirkten sich insbesondere die Bestellungen aus dem Euroraum aus (+4,5 % gegenüber dem Vormonat; Nicht-Euroraum: -0,6 %). Bestellungen aus dem Inland waren das zweite Mal in Folge rückläufig (-1,4 % gegenüber dem Vormonat; Januar: -2,3 %). Der Zweimonatsvergleich der gesamten Aufträge ist aufgrund des schwachen Januars gegenüber der Vorperiode abwärtsgerichtet (-2,1 %). Dabei sind Bestellungen bei den Produzenten von Vorleistungen und Investitionsgütern tendenziell abwärtsgerichtet (-3,4 % gegenüber der Vorperiode; -1,6 %). Die Neuaufträge für Konsumgüter sind tendenziell konstant (-0,2 %).

    Die Bauproduktion nahm im Februar merklich um saisonbereinigt 2,2 % gegenüber dem Vormonat ab (Januar: +2,7 %). Der Februar-Rückgang resultiert maßgeblich aus den Teilsektoren Hoch- und Tiefbau (-9,7 % und -5,8 % gegenüber dem Vormonat) und stellt eine Korrekturbewegung auf die starke Januarentwicklung dar. Der Zweimonatsvergleich zeigt aber weiterhin einen Aufwärtstrend (+1,1 % gegenüber der Vorperiode).

    Abschwächung der Exporte im Februar

    Die Exporte haben sich im Februar nach einer Stagnation im Dezember und einem leichten Rückgang im Januar erneut abgeschwächt. Die nominalen Warenexporte lagen im Februar saisonbereinigt um 3,2 % unter dem Vormonat (nach -0,4 % im Januar). Der Zweimonatsvergleich für Januar bis Februar zeigt derzeit eine rückläufige Tendenz an, während der stabilere Dreimonatsvergleich nach wie vor eine Aufwärtstendenz anzeigt (+1,2 %). Das Vorjahresniveau wurde im Februar erneut überschritten (+2,4 %). Nach Regionen betrachtet stiegen die Exporte in die Europäische Union (EU) im Januar um 10,8 % (Euroraum: +11,3 %) und in Drittländer um 5,4 % gegenüber Januar 2017.

    Nominale Warenimporte gingen im Februar ebenfalls weiter zurück. Sie lagen saisonbereinigt um 1,3 % unter dem Januar-Wert 2018. Der weniger schwankungsanfällige Dreimonatsdurchschnitt zeigt auch bei den Importen eine Aufwärtsbewegung, während der Zweimonatsvergleich eine Abschwächung signalisiert. In der Vorjahresbetrachtung übertrafen die Importe das Niveau vom Februar 2017 um 4,7 %. Die Einfuhren aus EU-Ländern lagen im Januar um 7,1 % über dem Vorjahresniveau, aus Drittländern wurden 6,6 % mehr Waren importiert.

    Die Handelsbilanz belief sich (nach Ursprungswerten, mit Ergänzungen zum Außenhandel) im Zeitraum Januar bis Februar 2018 auf 38,1 Mrd. € und überschritt das entsprechende Vorjahresniveau um 0,1 Mrd. €. Der Leistungsbilanzüberschuss lag mit 41,1 Mrd. € im Zeitraum Januar bis Februar um 5,9 Mrd. € über dem Niveau des Vorjahres.

    Die Rahmenbedingungen für den deutschen Export sind weiterhin günstig. Die Weltwirtschaft entwickelt sich positiv. Kürzlich hatte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung ihre Prognose für das weltweite BIP-Wachstum für die Jahre 2018 und 2019 deutlich nach oben angepasst. Besonders stark wurde die Prognose für die USA heraufgesetzt. Dies wird auf die Steuerreform zurückgeführt.

    Die ifo Exporterwartungen der Unternehmen hatten sich zuletzt, beeinflusst von der US-Handelspolitik, spürbar eingetrübt. Es werden aber weiterhin Zuwächse im Auslandsgeschäft erwartet. Die Auftragseingänge aus dem Ausland nahmen nach einem Rückgang im Vormonat im Februar wieder zu, insbesondere bei Investitionsgütern.

    Gemischtes Bild beim privaten Verbrauch

    Der private Konsum hatte nach einem starken 1. Halbjahr 2017 zum Jahresende an Dynamik verloren. Die für den privaten Konsum relevanten Konjunkturindikatoren zeigen trotz der für den Konsum günstigen Rahmenbedingungen für den Jahresbeginn aktuell ein gemischtes Bild.

    Die Einzelhandelsumsätze ohne Kfz gingen im Februar das dritte Mal in Folge leicht zurück. Die Stimmung der Einzelhandelsunternehmen laut ifo Konjunkturumfrage hat sich im Februar zum dritten Mal in Folge und diesmal merklich verschlechtert.

    Der Kfz-Handel ist hingegen aufwärtsgerichtet, und auch die Neuzulassungen für private Pkw legten im Zeitraum Januar bis Februar merklich zu. Auch hat sich das GfK-Konsumklima im März auf hohem Niveau stabilisiert. Alle Komponenten (Konjunktur- und Einkommenserwartung; Anschaffungsneigung) stiegen laut GfK nach einem Rückgang im Vormonat leicht an. Der leichte Aufwärtstrend der Verbraucherstimmung setzt sich damit fort.

    Stützend für den Konsumoptimismus wirken weiterhin die guten konjunkturellen Aussichten sowie die positive Lage am Arbeitsmarkt. Die Lohnsteigerungen vor dem Hintergrund der hohen Arbeitskräftenachfrage und einer moderaten Inflation sowie die vereinbarte Rentenerhöhung zur Mitte des Jahres lassen eine solide Einkommensentwicklung erwarten.

    Die Wirtschaftsforschungsinstitute sehen für das Jahr 2018 weiterhin einen robusten Anstieg der privaten preisbereinigten Konsumausgaben.

    Positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt setzt sich fort

    Der Arbeitsmarkt entwickelte sich im März weiter sehr gut. Die Beschäftigung nahm zu, wenn auch nicht so stark, wie in den beiden Vormonaten. Die Erwerbstätigenzahl lag im Februar bei 44,32 Millionen Personen. Das waren 618.000 Personen beziehungsweise 1,4 % mehr als im Vorjahr. Bereinigt um saisonale Einflüsse nahm die Erwerbstätigenzahl um 45.000 Personen gegenüber dem Vormonat zu (Januar: +62.000 Personen). Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung lag im Januar bei 32,47 Millionen Personen. Der Vorjahresstand wurde damit um 762.000 Personen überschritten. Gegenüber dem Vormonat verzeichnete die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ein Plus von 89.000 Personen (saisonbereinigt, nach +88.000 Personen im Dezember). Die größten Zuwächse zeigten sich im Vorjahresvergleich in den Bereichen qualifizierte Unternehmensdienstleister sowie Verkehr/Lagerei, Handel, Instandhaltung von Kfz und Pflege sowie Soziales.

    Die Arbeitslosigkeit nahm weiter ab. Im März waren 2,46 Millionen Menschen als arbeitslos registriert. Das waren rund 88.000 Personen weniger als im Vormonat und 204.000 Personen weniger als vor einem Jahr. Die entsprechende Arbeitslosenquote lag bei 5,5 % und damit 0,5 Prozentpunkte unter dem Vorjahr. Die saisonbereinigte Arbeitslosenzahl sank erneut deutlich um 19.000 Personen. Die entsprechende Arbeitslosenquote liegt derzeit bei 5,3 %. Im Februar 2018 betrug die Zahl der Erwerbslosen 1,63 Millionen Personen. Die Erwerbslosenquote belief sich auf 3,8 % (saisonbereinigt: 3,5 %).

    Die vorausschauenden Indikatoren für den Arbeitsmarkt zeigen eine fortgesetzte positive Entwicklung in den kommenden Monaten an. Das Arbeitsmarktbarometer des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) erreichte im März den höchsten Stand seit dem Beginn der Zeitreihe im Jahr 2011. Während die Arbeitskräftenachfrage weiter sehr hoch ist, dürfte das Potenzial für weitere Beschäftigungszunahmen laut IAB jedoch mit der zunehmenden Knappheit an Arbeitskräften perspektivisch an seine Grenzen stoßen.

    Die jüngsten Prognosen der Wirtschaftsforschungsinstitute erwarten einen weiteren deutlichen Anstieg der Erwerbstätigkeit im Jahr 2018.

    BIP-Wachstum und ifo Geschäftsklima
    Die In­fo­gra­fik stellt den BIP-Wach­tum und ifo Ge­schäfts­kli­ma dar.
    Quellen: Statistisches Bundesamt, ifo Institut, eigene Berechnungen.
    nullBIP (Quartal), real, % zum VorjahrGeschäftsklima gewerbliche Wirtschaft, saisonbereinigte SaldenGeschäftserwartungen gewerbliche Wirtschaft, saisonbereinigte SaldenGeschäftslage gewerbliche Wirtschaft, saisonbereinigte SaldenBIP (Jahresdurchschnitt), real, % zum Vorjahr
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    Abbildung 1

    Inflation im März etwas stärker, aber insgesamt immer noch moderat

    Der Verbraucherpreisindex ist nach Berechnungen des Statistischen Bundesamts im März 2018 im Vorjahresvergleich um 1,6 % angestiegen (nach +1,4 % im Februar und +1,6 % im Januar). Im Jahresdurchschnitt für 2017 waren die Verbraucherpreise gegenüber dem Vorjahr um 1,8 % gestiegen. Im März 2018 nahmen die Energiepreise gegenüber dem Vorjahr um 0,5 % zu. Die Preise für Nahrungsmittel stiegen um 2,9 %. Die Dienstleistungspreise erhöhten sich im März um 1,8 %. Dabei nahmen Wohnungsmieten etwas weniger stark zu (+1,6 %). Der harmonisierte Verbraucherpreisindex für Deutschland stieg im März 2018 um voraussichtlich 1,5 % gegenüber März 2017 an.

    Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte lagen im Februar 2018 um 1,8 % höher als im Februar 2017. Im Vormonat Januar hatte die Jahresveränderungsrate +2,1 % betragen. Im Jahresdurchschnitt 2017 waren die Erzeugerpreise um 2,6 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Im Februar wirkte sich erneut die Preisentwicklung bei Vorleistungsgütern (+2,8 % gegenüber dem Vorjahr) am stärksten aus (insbesondere bei Stahl). Energie war im Februar 2018 um 1,8 % teurer als im Februar des Vorjahres. Ohne Energie betrachtet stiegen die Erzeugerpreise um 1,9 %.

    Die Einfuhrpreise sanken im Februar im Vorjahresvergleich leicht. Sie lagen im Februar 2018 um 0,6 % niedriger als im Februar des Vorjahres. Dies war der erste Rückgang gegenüber dem Vorjahresmonat seit Oktober 2016 (ebenfalls -0,6 %). Im Januar 2017 lag die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahr noch bei +0,7 %. Der Rückgang der Importpreise gegenüber dem Vorjahr war vor allem durch die Entwicklung der Einfuhrpreise für Konsumgüter beeinflusst. Diese machen rund ein Fünftel des gesamten Warenimportwertes aus. Energiegüter waren dagegen im Februar 2018 um 3,0 % teurer als im Februar 2017. Der Index der Importpreise ohne Energie lag im Februar 2018 um 1,1 % niedriger als im Februar vor einem Jahr.

    Für das Gesamtjahr 2018 erwartet die Bundesregierung in ihrer aktuellen Jahresprojektion einen Anstieg der Verbraucherpreise um 1,7 %. Die aktualisierte Frühjahrsprojektion erscheint am 25. April 2018.

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