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  • Aktuelle Wirtschafts- und Finanzlage

    Steuer­ein­nah­men im Mai 2018

    Die Steuereinnahmen insgesamt (ohne Gemeindesteuern) sind im Mai 2018 gegenüber dem Vorjahresmonat um 6,8 % angestiegen. Ursache ist die anhaltend gute Entwicklung der gemeinschaftlichen Steuern mit einem Anstieg von 8,7 %. Besonders hohe Zuwächse verzeichneten die Lohnsteuer und die nicht veranlagten Steuern vom Ertrag. Auch die Steuern vom Umsatz konnten im aktuellen Berichtsmonat zulegen, nachdem sich diese in den Vormonaten eher verhalten bis rückläufig gezeigt hatten. Demgegenüber stand eine rückläufige Aufkommensentwicklung der Abgeltungsteuer auf Zins- und Veräußerungserträge. Bei den Bundessteuern ergab sich im Vorjahresvergleich ein Aufkommenszuwachs von 1,2 %. Bei den Ländersteuern zeigte sich im Vorjahresvergleich ein Rückgang von 2,3 %.

    EU-Eigenmittel

    Im aktuellen Berichtsmonat verringerten sich die Zahlungen von EU-Eigenmittel inklusive der Zölle um 21,8 % auf rund 1,8 Mrd. €. Die Mittelabrufe durch die Europäische Union (EU) orientieren sich an dem für das Jahr 2018 vorgesehenen Finanzrahmen. Unterjährige Schwankungen ergeben sich aufgrund des jeweiligen Finanzierungsbedarfs der EU.

    Gesamtüberblick kumuliert bis Mai 2018

    In den Monaten Januar bis Mai 2018 ist das Steueraufkommen im Vorjahresvergleich insgesamt um 4,5 % angestiegen. Das Aufkommen der gemeinschaftlichen Steuern erhöhte sich um 5,0 %, das der Bundessteuern um 1,9 %. Bei den Ländersteuern lag das Aufkommen um 6,9 % über dem Vorjahresniveau.

    Verteilung auf Bund, Länder und Gemeinden

    Die Steuereinnahmen des Bundes nach Verrechnung von Bundesergänzungszuweisungen lagen im Mai 2018 um 9,3 % über dem Ergebnis vom Mai 2017. Die Steuereinnahmen der Länder konnten ebenfalls einen deutlichen Zuwachs von 6,7 % verbuchen. Basis waren aktuell hohe Einnahmen aus den Länderanteilen an den gemeinschaftlichen Steuern. Die Einnahmen der Gemeinden aus ihrem Anteil an den gemeinschaftlichen Steuern stiegen um 10,2 %.

    Gemeinschaftliche Steuern

    Lohnsteuer

    Das Lohnsteueraufkommen konnte im Berichtsmonat erneut einen kräftigen Zuwachs verbuchen. Das Bruttoaufkommen der Lohnsteuer stieg im Mai 2018 um 5,0 % gegenüber Mai 2017. Hier zeigen sich die gute Lage am Arbeitsmarkt sowie die gute Lohnentwicklung. Das aus dem Lohnsteueraufkommen gezahlte Kindergeld verringerte sich gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres um 2,1 %, wobei der Vergleich aber durch eine veränderte statistische Datengrundlage beträchtlich verzerrt ist. Allerdings ist das kassenmäßige Lohnsteueraufkommen von diesem Effekt nicht betroffen. Die auch aus dem Lohnsteueraufkommen zu zahlende Altersvorsorgezulage verringerte sich gegenüber Mai 2017 deutlich um 5,1 %. Per saldo erhöhte sich damit das kassenmäßige Lohnsteueraufkommen gegenüber dem Vorjahresmonat um 8,5 %. In den Monaten Januar bis Mai 2018 stieg das kassenmäßige Lohnsteueraufkommen kumuliert um 6,6 % an.

    Körperschaftsteuer

    Im aufkommensschwachen Veranlagungsmonat Mai stiegen die Einnahmen aus der Körperschaftsteuer brutto gegenüber dem Vorjahr um 0,6 Mrd. € auf 0,9 Mrd. €. Nach Verrechnung der Investitionszulage ergab sich ein Anstieg des kassenmäßigen Körperschaftsteueraufkommens im Mai 2018 auf 0,9 Mrd. €. In den Monaten Januar bis Mai 2018 stieg das kassenmäßige Körperschaftsteueraufkommen um 14,4 %.

    Veranlagte Einkommensteuer

    Das Aufkommen der veranlagten Einkommensteuer brutto verringerte sich im aufkommensschwachen Veranlagungsmonat Mai im Vorjahresvergleich um 6,2 %. Nach Abzug der leicht niedrigeren Arbeitnehmererstattungen (-1,8 %) sowie der betragsmäßig nur noch unbedeutenden Investitions- und Eigenheimzulagen ergab sich per saldo im Mai 2018 ein Rückgang des kassenmäßigen Einkommensteueraufkommens um 0,1 Mrd. € auf 0,2 Mrd. €. In den Monaten Januar bis Mai 2018 stieg das kassenmäßige Aufkommen der veranlagten Einkommensteuer kumuliert um 3,7 %.

    Entwicklung der Steuereinnahmen (ohne reine Gemeindesteuern) im laufenden Jahr

    Tabelle 1

    Nicht veranlagte Steuern vom Ertrag

    Im Berichtsmonat ergab sich eine starke Zunahme des Bruttoaufkommens der nicht veranlagten Steuern vom Ertrag um 24,2 % gegenüber dem Vorjahr. Verbunden mit einem Rückgang der aus dem Aufkommen geleisteten Erstattungen durch das Bundeszentralamt für Steuern ergibt sich ein Anstieg des Kassenaufkommens der nicht veranlagten Steuern vom Ertrag im Berichtsmonat um 29,7 %. Die unterjährige Volatilität beim Aufkommen dieser Steuer beruht auf der Veränderung der Ausschüttungstermine, insbesondere bei den großen Kapitalgesellschaften. In den Monaten Januar bis Mai 2018 stieg das kassenmäßige Aufkommen der nicht veranlagten Steuern vom Ertrag um 12,3 %.

    Abgeltungsteuer auf Zins- und Veräußerungserträge

    Das Steueraufkommen aus der Abgeltungsteuer auf Zins- und Veräußerungserträge verzeichnete im aktuellen Berichtsmonat einen Rückgang von 24,3 % im Vergleich zum Vorjahresmonat. Der Rückgang ist vermutlich auf ein im Vergleich zum Vorjahr geringeres Aufkommen aus Veräußerungserträgen zurückzuführen. In den Monaten Januar bis Mai 2018 stieg das kassenmäßige Aufkommen der Abgeltungsteuer auf Zins- und Veräußerungserträge um 10,8 %.

    Steuern vom Umsatz

    Das Aufkommen der Steuern vom Umsatz wies im Mai 2018 einen deutlichen Anstieg von 4,4 % auf. Das Aufkommen der Binnenumsatzsteuer lag um 3,2 % über dem Vorjahresniveau. Die Einfuhrumsatzsteuer stieg im Vergleich zum Vorjahresmonat um 8,3 %, nachdem sich im Vormonat ein Rückgang von 6,5 % gezeigt hatte. In den Monaten Januar bis Mai 2018 stieg das kassenmäßige Aufkommen der Steuern vom Umsatz um 2,4 % an.

    Bundessteuern

    Das Aufkommen der Bundessteuern stieg im Mai 2018 um 1,2 %. Aufkommensrelevante Zuwächse waren beim Solidaritätszuschlag (+10,4 %), bei der Versicherungsteuer (+3,8 %) sowie der Stromsteuer (+4,7 %) zu verzeichnen. Der hohe Zuwachs bei der Tabaksteuer von 28,3 % ist auf eine kassentechnische Verschiebung des Steueraufkommens vom April in den Mai zurückzuführen. Ein wesentlicher Rückgang gegenüber Mai 2017 ergab sich bei der Energiesteuer (-12,2 %). Auch hier scheint eine kassentechnische Verschiebung von Steueraufkommen die Ursache zu sein. Die Veränderungen bei den übrigen Steuerarten hatten betragsmäßig nur geringen Einfluss auf das Gesamtergebnis der Bundessteuern.

    Ländersteuern

    Das Aufkommen der Ländersteuern lag im Mai 2018 um 2,3 % unter dem Vorjahrsniveau. Niedrigere Grunderwerbsteuereinnahmen (-6,9 %) konnten durch höhere Erbschaftsteuereinnahmen (+10,7 %) nicht kompensiert werden. Die übrigen Ländersteuern entwickelten sich uneinheitlich. Im Plus zeigte sich die Biersteuer (+3,4%), wohingegen die Rennwett- und Lotteriesteuer (-7,7 %) ebenso wie die Feuerschutzsteuer (-12,9 %) Rückgänge im Vergleich zum Mai 2017 verzeichneten.

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