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  • Aktuelle Wirtschafts- und Finanzlage

    Kon­junk­tur­ent­wick­lung aus fi­nanz­po­li­ti­scher Sicht

    Temporäre Belastungen für die Konjunktur, aber stabiler Ausblick

    Außenwirtschaftliche Entwicklungen haben laut Detailmeldung des Statistischen Bundesamts im 3. Quartal das Wirtschaftswachstum gebremst. Im Ergebnis sank das Bruttoinlandsprodukt (BIP) preis-, saison- und kalenderbereinigt um 0,2 % leicht gegenüber dem Vorquartal. Die Exporte waren im Vergleich zum Vorquartal um 0,9 % gesunken. Dagegen verzeichneten die Importe einen Anstieg von 1,3 %. Gestiegene Investitionen in Ausrüstungen (+0,8 %) und Bauten (+0,9 %) trugen zur Inlandsnachfrage bei, wohingegen die privaten Konsumausgaben um 0,3 % zurückgingen. Letzteres ist laut Statistischem Bundesamt auch auf die Zurückhaltung der privaten Haushalte beim Autokauf infolge der Umstellung auf den Abgas- und Verbrauchsstandard „Worldwide Harmonized Light-Duty Vehicles Test Procedure“ (WLTP, weltweit einheitliches Leichtfahrzeuge-Testverfahren) zurückzuführen. Die staatlichen Konsumausgaben sind im Vergleich zum Vorquartal leicht angestiegen (+0,2 %).

    Auch im Vorjahresvergleich zeigt sich eine leicht abgeschwächte Dynamik. So verzeichnete das BIP im 3. Quartal preisbereinigt einen Anstieg von 1,1 % (nach +2,3 % im 2. Quartal und +1,4 % im 1. Quartal). Positive Wachstumsimpulse kamen im Vorjahresvergleich von den Investitionen, insbesondere von den Ausrüstungs- (+3,7 %) und Bauinvestitionen (+3,3 %). Im Vergleich zum Vorjahr verzeichneten die Konsumausgaben im 3. Quartal insgesamt einen leichten Anstieg. Private Konsumausgaben stiegen um 0,5 % und staatliche Konsumausgaben um 0,9 %. Die Bruttolöhne und -gehälter lagen um 5,0 % über dem Vorjahresniveau, getragen von höheren Löhnen und steigender Beschäftigung.

    Die aktuelle Entwicklung stellt sich ambivalent dar: Zum einen starteten die Warenexporte mit einem leichten Anstieg positiv ins 4. Quartal. Diese Exportentwicklung könnte eine leichte Entspannung der temporären Belastung (WLTP-Umstellung in der Autoindustrie) zeigen, die den Außenhandel in den vergangenen Monaten mit gebremst hatte. Vorlaufende Exportindikatoren sprechen insgesamt für eine stabile Exportentwicklung. Jedoch bleiben Risiken bezüglich einer abnehmenden weltwirtschaftlichen Konjunkturdynamik weiterhin bestehen. Zudem verzeichnete die Industrieproduktion einen schwachen Einstieg ins 4. Quartal, vor allem in der pharmazeutischen Industrie und erneut im Kraftfahrzeugbau. Dies deutet auf ein Fortbestehen von Belastungsfaktoren hin. Die Auftragseingänge sind jedoch leicht angestiegen, was insgesamt positiv zu bewerten ist und andeutet, dass sich die konjunkturelle Dynamik leicht beschleunigen dürfte.

    Der Arbeitsmarkt entwickelte sich im November weiterhin positiv. Die Arbeitslosigkeit ist gegenüber dem Vormonat weiter gesunken und unterschreitet die Werte des Vorjahrs. Die entsprechende Arbeitslosenquote lag bei 4,8 % und damit 0,5 Prozentpunkte unter der Quote des Vorjahresmonats. Das gesamtwirtschaftliche Stellenangebot und der Bestand gemeldeter Stellen liegen deutlich über den Vorjahreswerten. Allerdings signalisieren kontinuierlich steigende Vakanzzeiten Schwierigkeiten bei Stellenbesetzungen. Insbesondere in den Berufsfeldern Technik, Bau, Gesundheit und Pflege zeigen sich Engpässe. Die zunehmenden Knappheiten am Arbeitsmarkt könnten sich zukünftig bremsend auf das Wirtschaftswachstum auswirken.

    Das Steueraufkommen entwickelte sich im November weiterhin robust. Insbesondere das Lohnsteueraufkommen trug zum Aufkommensanstieg der gemeinschaftlichen Steuern bei und spiegelt die gute Entwicklung am Arbeitsmarkt wider. Im November stieg das Aufkommen der Lohnsteuer brutto – ohne Abzug von Kindergeld und Altersvorsorgezulage – um 6,1 % gegenüber dem Vorjahresmonat. Die schwache Aufkommensentwicklung der Steuern vom Umsatz spiegelt auch den schwachen privaten Konsum im 3. Quartal wider.

    Finanzpolitisch wichtige Wirtschaftsdaten

    Tabelle 1

    Exporte stabilisiert, Importe spürbar gestiegen

    Die nominalen Warenexporte sind im Oktober gegenüber dem Vormonat um saisonbereinigt 0,7 % gestiegen, nach einem Rückgang von 0,4 % im September. Gegenüber dem Vorjahresmonat lagen die Warenausfuhren um 8,5 % höher. In Länder der Europäischen Union (EU) wurden im Zeitraum von Januar bis Oktober Waren im Wert von 655,2 Mrd.  € exportiert. Dies entspricht einem Anstieg von 5,0 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum, wobei die Ausfuhren in den Euroraum um 5,8 %, in den Nicht-Euroraum um 3,5 % und in Drittländer um 2,8 % gestiegen sind.

    Auch die nominalen Warenimporte stiegen im Oktober deutlich an, um 1,3 % gegenüber dem Vormonat (nach einer Seitwärtsbewegung im September). Gegenüber dem Vorjahresmonat ist ein Zuwachs von 11,3 % zu verzeichnen. Von Januar bis Oktober wurden Waren im Wert von 520,7 Mrd. € aus EU-Ländern importiert, was einem Anstieg von 7,1 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Die Einfuhren aus dem Euroraum nahmen um 7,8 % zu. Aus dem Nicht-Euroraum und aus Drittländern sind die Einfuhren um 5,7 % beziehungsweise um 5,9 % gestiegen.

    Die Handelsbilanz (Warenhandel nach Ursprungswerten, mit Ergänzungen zum Außenhandel) blieb somit auch im Zeitraum von Januar bis Oktober 2018 mit 209,0 Mrd. € unter dem entsprechendem Vorjahresniveau (-15,8 Mrd. €). Der Leistungsbilanzüberschuss für den Zeitraum Januar bis Oktober 2018 lag mit 203,0 Mrd. € um 3,3 Mrd. € unter dem Vorjahresniveau.

    Insgesamt startete der Außenhandel positiv ins letzte Quartal, nach einer Abwärts- beziehungsweise Seitwärtsbewegung seit Juni 2018. Im Dreimonatsvergleich ergibt sich dennoch weiterhin eine leicht negative Exportentwicklung von saisonbereinigt 0,3 %. Die vorlaufenden Exportindikatoren sprechen insgesamt für eine stabile Exportentwicklung. Die ifo Exporterwartungen im Verarbeitenden Gewerbe sind im November leicht gestiegen und auch die Auslandsaufträge im Oktober konnten leicht zulegen. Allerdings bleiben Risiken bezüglich einer abnehmenden weltwirtschaftlichen Konjunkturdynamik weiterhin bestehen. So war beispielsweise der Welthandel im September erneut deutlich schwächer.

    Produktion leicht rückläufig, aber stabiler Auftragseingang

    Insgesamt ist die Produktion schwach ins 4. Quartal gestartet. Die Produktion im Produzierenden Gewerbe ist im Oktober 2018 gegenüber dem Vormonat um saisonbereinigt 0,5 % gesunken, nach einem Anstieg im September um 0,1 %.

    Auch die Industrieproduktion sank im Oktober unter das Vormonatsniveau (0,4 %), nachdem sie im September unverändert geblieben war. Im Zweimonatsvergleich blieb die Industrieproduktion gegenüber der Vorperiode unverändert. Während die Produktion von Investitionsgütern (+0,3 %) und die Produktion von Vorleistungsgütern (+0,2 %) im Oktober im Vergleich zum Vormonat zunahmen, ist die Produktion von Konsumgütern (-3,2 %) deutlich zurückgegangen.

    Dagegen stiegen die Industrieumsätze im Oktober um 1,0 % gegenüber dem Vormonat an, nach einem deutlichen Rückgang im September (-1,0 %). Die Inlandsumsätze verzeichneten einen Anstieg von 2,3 % im Vergleich zum Vormonat, während die Auslandsumsätze um 0,2 % zurückgingen. Im Zweimonatsvergleich sind die Industrieumsätze insgesamt um 0,3 % gegenüber der Vorperiode gefallen (Inlandsumsätze: -0,5 %; Auslandsumsätze: -0,1 %).

    Im Oktober verzeichnete das Verarbeitende Gewerbe einen Anstieg neuer Aufträge von 0,3 % gegenüber dem Vormonat, nach einem Anstieg von 0,1 % im September. Ohne Großaufträge stiegen die Auftragseingänge im September ebenfalls um 0,3 % an. Bestellungen aus dem Inland sind im Vergleich zum Vormonat um 3,2 % gefallen. Dagegen sind Auslandsaufträge um 2,9 % angestiegen. Im Zweimonatsvergleich liegen die Auftragseingänge um 1,4 % über dem Niveau der Vorperiode.

    Die Bauproduktion ist im Oktober arbeitstäglich- und saisonbereinigt um 0,3 % gegenüber dem Vormonat gefallen. Im Zweimonatsvergleich verzeichnet sie einen Anstieg von 2,2 % gegenüber der Vorperiode.

    Rückläufige Produktionszahlen, vor allem in der pharmazeutischen Industrie, aber auch im Kraftfahrzeugbau, deuten auf die Fortdauer temporärer Belastungen im Verarbeitenden Gewerbe hin. Bisher konnte die Automobilindustrie noch nicht wieder den Produktionsausstoß des 1. Halbjahres erreichen. Zudem wirkten sich Transportbeeinträchtigungen im Zuge des niedrigen Pegelstands des Rheins in verschiedenen Branchen negativ aus. Die leicht gestiegenen Auftragseingänge sind insgesamt positiv zu bewerten. Vor allem der Kraftfahrzeugbau und die chemische Industrie konnten von höheren Aufträgen profitieren, die insbesondere aus dem Euroraum kamen. Dies deutet darauf hin, dass sich die konjunkturelle Dynamik wieder leicht beschleunigen dürfte.

    Konsumklima stabil, bei leicht eingetrübten Erwartungen

    Das Konsumklima blieb laut dem GfK-Konsumklimaindex im November 2018 stabil und mit saisonbereinigt 10,6 Punkten auf einem unverändert sehr hohen Niveau. Auch für Dezember wird nur eine geringe Abschwächung des Konsumklimas auf 10,4 Punkte prognostiziert. Bei der Befragung zeigte sich, dass die Verbraucher nicht mehr ganz so optimistische Erwartungen an die Konjunktur- und Einkommensentwicklung haben. Dennoch hat deren Anschaffungsneigung im November sogar leicht zugelegt. Die weiterhin sehr gute Arbeitsmarktsituation und steigende Einkommen stützen die Konsumlaune der Konsumenten, die sich wenig beeindruckt von externen Risiken zeigt. Somit dürfte der private Konsum im 4. Quartal wieder zu einer Stütze der Binnennachfrage werden.

    Die Einzelhandelsumsätze (ohne Kfz) sind im Oktober um 0,3 % im Vergleich zum Vormonat gesunken. Im Vorjahresvergleich verzeichnen sie dahingegen einen Anstieg von 5,0 %. Die Stimmung im Einzelhandel hat sich laut ifo Geschäftsklimaindex im November verbessert, wobei insbesondere die Geschäftserwartungen deutlich weniger pessimistisch ausfielen. Die Erwartungen der Unternehmer im Verarbeitenden Gewerbe und im Bauhauptgewerbe sind im Vormonatsvergleich hingegen etwas gesunken.

    Anhaltender Arbeitsmarktaufschwung

    Die Zahl der Erwerbstätigen (Inlandskonzept) lag nach Ursprungswerten im Oktober bei 45,24 Millionen Personen (+559.000 Personen beziehungsweise +1,3 % gegenüber dem Vorjahr). Saisonbereinigt nahm die Erwerbstätigenzahl um 37.000 Personen gegenüber dem Vormonat zu (September: +39.000 Personen). Wie schon in den Vormonaten beruht der Anstieg der Erwerbstätigkeit überwiegend auf dem Zuwachs der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung, die (nach Hochrechnung der Bundesagentur für Arbeit, BA) im September bei 33,41 Millionen Personen lag. Der Vorjahresstand wurde damit um 675.000 Personen überschritten. Saisonbereinigt verzeichnete die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung im September einen Zuwachs von 19.000 Personen gegenüber dem Vormonat. Die größten Zuwächse zeigten sich in der Metall- und Elektroindustrie sowie bei qualifizierten Unternehmensdienstleistern.

    Im November waren nach Ursprungswerten 2,186 Millionen Personen als arbeitslos registriert. Das waren rund 18.000 Personen weniger als im Vormonat und 182.000 Personen weniger als vor einem Jahr. Die entsprechende Arbeitslosenquote lag bei 4,8 % und damit 0,5 Prozentpunkte unter der Quote des Vorjahresmonats. Die Arbeitslosenzahl sank ebenfalls spürbar um 16.000 Personen gegenüber dem Vormonat. Die Zahl der Erwerbslosen (nach Konzept der International Labour Organization, ILO, und Ursprungszahlen) betrug im Oktober 1,41 Millionen Personen. Die Erwerbslosenquote lag nach Ursprungszahlen bei 3,2 % (3,3 %).

    Der Stellenindex der BA (BA-X), der die Arbeitskräftenachfrage am ersten Arbeitsmarkt abbildet, ist im November 2018 im Vergleich zum Vormonat unverändert auf einem sehr hohen Niveau von 252 Punkten verblieben. Im Vergleich zum Vorjahr liegt der BA-X um 3 Punkte höher. Das weiterhin sehr hohe Niveau des BA-X zeigt die anhaltend hohe Arbeitskräftenachfrage am deutschen Arbeitsmarkt. Das gesamtwirtschaftliche Stellenangebot und der Bestand gemeldeter Stellen liegen deutlich über den Vorjahreswerten. Laut der aktuellen Stellenerhebung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) erreichte das gesamtwirtschaftliche Stellenangebot im 3. Quartal 2018 mit rund 1,24 Millionen offenen Stellen ein neues Rekordhoch und lag damit um 140.000 Stellen beziehungsweise um 13 % höher als ein Jahr zuvor. Kontinuierlich steigende Vakanzzeiten deuten zudem auf Schwierigkeiten bei Stellenbesetzungen hin. Insbesondere in den Berufsfeldern Technik, Bau, Gesundheit und Pflege zeigen sich Engpässe. Anhaltende Schwierigkeiten bei Stellenbesetzungen könnten die Investitionstätigkeit der Unternehmen hemmen, was sich bremsend auf das Wirtschaftswachstum auswirken kann.

    BIP-Wachstum und ifo Geschäftsklima Deutschland
    Die In­fo­gra­fik stellt den BIP-Wach­tum und ifo Ge­schäfts­kli­ma dar.
    Im April 2018 löste das ifo Geschäftsklima Deutschland den bisherigen Index für die Gewerbliche Wirschaft ab. <br> Quellen: Statistisches Bundesamt, ifo Institut, eigene Berechnungen
    nullBIP (Quartal), real, % zum VorjahrGeschäftsklima, saisonbereinigte SaldenGeschäftserwartungen, saisonbereinigte SaldenGeschäftslage, saisonbereinigte SaldenBIP (Jahresdurchschnitt), real, % zum Vorjahr
    01.01.2012null14,927442,8281627,748470,5
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    01.04.2012null17,058785,1937629,609860,5
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    01.06.2012null11,61174-0,3028724,237220,5
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    01.11.2018null23,068137,0736540,29803null
    Abbildung 1

    Verbraucherpreisanstieg im November leicht abgeschwächt

    Nach Angaben des Statistischen Bundesamts ist der Verbraucherpreisindex im November 2018 im Vorjahresvergleich um 2,3 % gestiegen (nach +2,5 % im Oktober). Gegenüber dem Vormonat lag der Anstieg bei 0,1 %. Die stark angestiegenen Energiepreise (+9,3 %) sind auch im November Haupttreiber des Preisanstiegs (nach +8,9 % im Oktober). Die Preise für Nahrungsmittel stiegen mit 1,4 % leicht schwächer an als im Vormonat (+1,9 % im Oktober). Die Dienstleistungspreise (+1,5 %), darunter auch die Wohnungsmieten (+1,5 %), erhöhten sich im November unterdurchschnittlich. Der Harmonisierte Verbraucherpreisindex lag im November um 2,2 % über dem Niveau des Vorjahresmonats (+0,1 % über dem Vormonat).

    Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte stiegen im Oktober 2018 gegenüber dem Vorjahresmonat um 3,3 % an (+0,3 % gegenüber dem Vormonat). Der Anstieg wurde ebenfalls maßgeblich durch die steigenden Preise für Energiegüter getragen, die gegenüber dem Oktober 2017 einen Anstieg von 9,4 % verzeichneten (+1,1, % gegenüber dem Vormonat). Ohne Berücksichtigung von Energie fiel der Anstieg der Erzeugerpreise deutlich moderater aus (+1,6 % gegenüber dem Vorjahresmonat). Gegenüber dem Vormonat blieben sie unverändert.

    Auch die Importpreise erhöhten sich im Oktober erneut deutlich. Im Vergleich zum Vorjahresmonat stiegen sie um 4,8 % (nach +4,4 % im September und +4,8 % im August). Auch der Verlauf der Importpreise wurde maßgeblich durch die Entwicklung der Einfuhrpreise für Energie bestimmt, die um 37,2 % höher lagen als im Vorjahresmonat. Insbesondere Rohöl (+42,8 %) und Erdgas (+36,8 %) waren deutlich teurer als im Vorjahr. Ohne Berücksichtigung von Energie stieg der Einfuhrpreisindex um 1,1 % an.

    Insgesamt verzeichnete das Verbraucherpreisniveau auch im November einen deutlichen Anstieg, auch wenn dieser etwas schwächer ausfiel als im Vormonat. Allerdings liegt die Wachstumsrate der Kerninflationsrate (ohne Energie- und Nahrungsmittelpreise) weiter deutlich unter den Wachstumsraten des gesamten Verbraucherpreisindex.

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