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  • Aktuelle Wirtschafts- und Finanzlage

    Steuer­ein­nah­men im No­vem­ber 2018

    Die Steuereinnahmen insgesamt (ohne Gemeindesteuern) sind im November 2018 gegenüber dem Vorjahresmonat um 3,1 % gestiegen. Die Einnahmen aus den gemeinschaftlichen Steuern wuchsen um 3,9 %. Besonders das Lohnsteueraufkommen verzeichnete abermals einen signifikanten Zuwachs. Das Aufkommen der Steuern vom Umsatz stieg nur verhalten. Bei den Bundessteuern zeigte sich ein leichter Rückgang gegenüber dem Vorjahresmonat. Die Ländersteuern weisen gegenüber November 2017 eine Zunahme von 4,7 % auf.

    EU-Eigenmittel

    Im aktuellen Berichtsmonat lagen die Zahlungen von EU-Eigenmitteln inklusive der Zölle bei rund 2,5 Mrd. €. Dies entspricht einer Steigerung gegenüber den Zahlungen im November 2017 um 16,5 %. Die Mittelabrufe durch die Europäische Union (EU) orientieren sich an dem für das Jahr 2018 vorgesehenen Finanzrahmen. Unterjährige Schwankungen ergeben sich aufgrund des jeweiligen Finanzierungsbedarfs der EU.

    Gesamtüberblick kumuliert bis November 2018

    In den Monaten Januar bis November 2018 ist das Steueraufkommen insgesamt ohne Gemeindesteuern um 6,3 % gestiegen. Das Aufkommen der gemeinschaftlichen Steuern erhöhte sich um 5,6 %, das Aufkommen der Bundessteuern um 10,4 %. Bei den Ländersteuern lag das Aufkommen um 7,3 % über dem Vorjahresniveau.

    Verteilung auf Bund, Länder und Gemeinden

    Die Steuereinnahmen des Bundes nach Verrechnung von Bundesergänzungszuweisungen lagen im November 2018 um 1,0 % über dem Ergebnis des Vorjahresmonats. Die Steuereinnahmen der Länder konnten einen Zuwachs von 3,0 % verbuchen. Basis der Einnahmeentwicklung bilden die Zuwächse bei den jeweiligen Anteilen von Bund und Ländern an den gemeinschaftlichen Steuern. Hier erhöhten sich der dem Bund zustehende Anteil um 3,2 % und der Länderanteil um 3,7 %. Bei den Steuereinnahmen des Bundes dämpften das geringere Aufkommen aus Bundessteuern sowie erhöhte EU-Eigenmittelabführungen den Zuwachs der Einnahmen. Die Einnahmen der Gemeinden aus ihrem Anteil an den gemeinschaftlichen Steuern stiegen um 10,0 %.

    Entwicklung der Steuereinnahmen (ohne reine Gemeindesteuern) im laufenden Jahr

    Tabelle 1

    Gemeinschaftliche Steuern

    Lohnsteuer

    Das Lohnsteueraufkommen konnte im Berichtsmonat erneut einen deutlichen Zuwachs verbuchen. Das Bruttoaufkommen der Lohnsteuer stieg im November 2018 um 6,1 % gegenüber dem November 2017. Hier wirken weiterhin die stetige Beschäftigungsexpansion sowie steigende Einkommen. Das aus dem Lohnsteueraufkommen gezahlte Kindergeld verringerte sich gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres um 2,3 %. Probleme in einem Land bei Aufbereitung der Datengrundlage für das Kindergeld verzerren weiterhin das Bild. Allerdings ist das kassenmäßige Lohnsteueraufkommen von diesem Effekt nicht betroffen. Per saldo erhöhte sich das kassenmäßige Lohnsteueraufkommen gegenüber dem Vorjahresmonat um 7,8 %. In den Monaten Januar bis November 2018 stieg das kassenmäßige Lohnsteueraufkommen kumuliert um 6,7 %.

    Körperschaftsteuer

    Im eher aufkommensschwachen Veranlagungsmonat November wurden rund 0,2 Mrd. € Körperschaftsteueraufkommen erstattet. Im November 2017 waren noch rund 0,4 Mrd. € erstattet worden. Die Abweichung liegt innerhalb der üblichen Schwankungsbreite aufgrund von Veranlagungstätigkeit. Kumuliert für die Monate Januar bis November 2018 liegt das kassenmäßige Körperschaftsteueraufkommen um 24,0 % über dem Vorjahresniveau.

    Veranlagte Einkommensteuer

    Das Aufkommen aus veranlagter Einkommensteuer war ebenfalls von der Veranlagungstätigkeit geprägt. Insgesamt entwickelt sich das Steueraufkommen der veranlagten Einkommensteuer eher verhalten. Aus der Veranlagungstätigkeit resultierte in diesem Monat ein im Vergleich zum Vorjahr um 0,1 Mrd. € höheres Bruttoaufkommen. Nach Abzug von im Vergleich zum Vorjahresmonat höheren Arbeitnehmererstattungen ergab sich ein kassenmäßiges Erstattungsvolumen von rund 0,4 Mrd. €. In den Monaten Januar bis November 2018 stieg das kassenmäßige Aufkommen der veranlagten Einkommensteuer um 1,4 % auf 44,6 Mrd. €.

    Nicht veranlagte Steuern vom Ertrag

    Im November 2018 lag das Bruttoaufkommen der nicht veranlagten Steuern vom Ertrag um 7,9 % unter der Vorjahresbasis. Verbunden mit einem Rückgang der aus dem Aufkommen geleisteten Erstattungen durch das Bundeszentralamt für Steuern ergibt sich ein Rückgang des Kassenaufkommens der nicht veranlagten Steuern vom Ertrag um 5,3 %. Insgesamt entwickelte sich das Steueraufkommen der nicht veranlagten Steuern vom Ertrag im Jahresverlauf sehr volatil. Wichtiger ist der Blick auf das kumulierte Ergebnis: In den Monaten Januar bis November 2018 stieg das kassenmäßige Aufkommen der nicht veranlagten Steuern vom Ertrag um 12,7 %.

    Abgeltungsteuer auf Zins- und Veräußerungserträge

    Das Steueraufkommen aus der Abgeltungsteuer auf Zins- und Veräußerungsgewinne verzeichnete im Vergleich zum Vorjahresmonat einen Rückgang von 25,1 %. In den Monaten Januar bis November 2018 stieg das kassenmäßige Aufkommen der Abgeltungsteuer auf Zins- und Veräußerungserträge um 0,9 %.

    Steuern vom Umsatz

    Das Aufkommen der Steuern vom Umsatz wies im November 2018 einen Anstieg von 1,4 % auf. Das Aufkommen der Binnenumsatzsteuer verringerte sich um 4,2 % gegenüber dem Vorjahresmonat. Dem gegenüber stand eine Zunahme der Einnahmen aus der Einfuhrumsatzsteuer um 20,2 %. In den Monaten Januar bis November 2018 stieg das kassenmäßige Aufkommen der Steuern vom Umsatz um 3,2 %.

    Bundessteuern

    Das Aufkommen aus Bundessteuern lag im November 2018 um 1,6 % unter dem Vorjahresniveau. Ursache hierfür sind Rückgänge beim Aufkommen der Tabaksteuer (-12,7 %), Energiesteuer (-4,7 %) sowie der Alkoholsteuer (-6,1 %) gegenüber dem November 2017. Demgegenüber sind aufkommensrelevante Zuwächse beim Solidaritätszuschlag (+7,8 %), der Kraftfahrzeugsteuer (+6,6 %) sowie der Versicherungsteuer (+11,9 %) zu verzeichnen. Die Veränderungen bei den übrigen Steuerarten hatten betragsmäßig nur geringen Einfluss auf das Gesamtergebnis der Bundessteuern.

    Ländersteuern

    Das Aufkommen der Ländersteuern lag im November 2018 um 4,7 % über dem Vorjahresniveau. Ursächlich hierfür sind die höhere Grunderwerbsteuer- (+10,1 %) sowie Rennwett- und Lotteriesteuereinnahmen (+14,3 %) gegenüber November 2017. Höhere Einnahmen waren zudem bei der Feuerschutzsteuer (+35,8 %) sowie der Biersteuer (+16,2 %) zu verzeichnen. Beim Erbschaftsteueraufkommen zeigte sich ein Rückgang von 11,9 % im Vergleich zum Vorjahresmonat.

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