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  • Aktuelle Wirtschafts- und Finanzlage

    Steuer­ein­nah­men im De­zem­ber 2018

    Die Steuereinnahmen insgesamt (ohne Gemeindesteuern) sind im Dezember 2018 gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,5 % gestiegen. Die Einnahmen aus den gemeinschaftlichen Steuern wuchsen um 3,0 %. Das Aufkommen der Steuern vom Umsatz konnte dabei einen deutlichen Zuwachs verzeichnen. Auch das Lohnsteueraufkommen entwickelte sich weiterhin gut. Bei den Bundessteuern zeigte sich abermals ein leichter Rückgang gegenüber dem Vergleichsmonat Dezember 2017. Die Ländersteuern wiesen demgegenüber eine deutliche Zunahme von 12,0 % auf.

    EU-Eigenmittel

    Im aktuellen Berichtsmonat lagen die Zahlungen von EU-Eigenmitteln inklusive der Zölle bei rund 3,3 Mrd. €. Dies entspricht einer Steigerung gegenüber den Zahlungen im Dezember 2017 um 49,5 %. Die Mittelabrufe durch die Europäische Union (EU) orientierten sich an dem für das Jahr 2018 vorgesehenen Finanzrahmen. Unterjährige Schwankungen ergeben sich aufgrund des jeweiligen Finanzierungsbedarfs der EU.

    Gesamtüberblick im Haushaltsjahr 2018

    Im Haushaltsjahr 2018 stieg das Steueraufkommen insgesamt ohne Gemeindesteuern um 5,8 % an. Das Aufkommen der gemeinschaftlichen Steuern erhöhte sich um 5,2 %, das Aufkommen der Bundessteuern um 8,7 %. Bei den Ländersteuern lag das Aufkommen um 7,7 % über dem Vorjahresniveau.

    Verteilung auf Bund, Länder und Gemeinden

    Die Steuereinnahmen des Bundes nach Verrechnung von Bundesergänzungszuweisungen verzeichneten im Dezember 2018 einen Rückgang um 4,1 % gegenüber dem Ergebnis vom Dezember 2017. Die Steuereinnahmen der Länder konnten einen Zuwachs von 7,4 % verbuchen. Wesentliche Ursache war die geänderte Umsatzsteuerverteilung im Dezember 2018. Nach dem Gesetz zur fortgesetzten Beteiligung des Bundes an den Integrationskosten der Länder und Kommunen und zur Regelung der Folgen der Abfinanzierung des Fonds „Deutsche Einheit“ änderte sich die vertikale Verteilung der Umsatzsteuer gegenüber dem Rechtsstand der 1. Verordnung 2018 zugunsten der Länder und zulasten des Bundes um rund 1,6 Mrd. €. Zudem konnten die Ländersteuern mit einem Plus von 12,0 % einen deutlichen Zuwachs verbuchen. Das geringere Aufkommen aus Bundessteuern sowie erhöhte EU-Eigenmittelabführungen dämpften zusätzlich die Steuereinnahmen des Bundes. Die Einnahmen der Gemeinden aus ihrem Anteil an den gemeinschaftlichen Steuern stiegen um 4,5 %.

    Entwicklung der Steuereinnahmen (ohne reine Gemeindesteuern) im laufenden Jahr

    Tabelle 1

    Gemeinschaftliche Steuern

    Lohnsteuer

    Das Lohnsteueraufkommen entwickelte sich im Berichtsmonat erneut gut. Das Bruttoaufkommen der Lohnsteuer stieg im Dezember 2018 um 4,3 % gegenüber Dezember 2017. Hier wirken weiterhin die stetige Beschäftigungsexpansion sowie steigende Einkommen. Das aus dem Lohnsteueraufkommen gezahlte Kindergeld verringerte sich gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres um 1,9 %. Probleme in einem Land bei Aufbereitung der Datengrundlage für das Kindergeld verzerren weiterhin das Bild. Allerdings ist das kassenmäßige Lohnsteueraufkommen von diesem Effekt nicht betroffen. Per saldo erhöhte sich das kassenmäßige Lohnsteueraufkommen gegenüber dem Vorjahresmonat um 5,2 %. Im Haushaltsjahr 2018 stieg das kassenmäßige Lohnsteueraufkommen kumuliert um 6,5 %.

    Körperschaftsteuer

    Das Körperschaftsteueraufkommen brutto war im aufkommensstarken Vorauszahlungsmonat Dezember mit einem Minus von 8,9 % rückläufig. Allerdings war das Aufkommen im Dezember 2017 durch einen Sondereffekt deutlich überhöht. Im Haushaltsjahr 2018 stieg das kassenmäßige Körperschaftsteueraufkommen um 14,2 %.

    Veranlagte Einkommensteuer

    Das Aufkommen aus veranlagter Einkommensteuer (brutto) konnte im aufkommensstarken Vorauszahlungsmonat Dezember einen Zuwachs von 2,3 % verbuchen. Insgesamt entwickelte sich das Steueraufkommen der veranlagten Einkommensteuer im Haushaltsjahr 2018 eher verhalten. Nach Abzug von im Vergleich zum Vorjahresmonat leicht höheren Arbeitnehmererstattungen ergab sich ein kassenmäßiger Zuwachs von 2,4 %. Im Haushaltsjahr 2018 stieg das kassenmäßige Aufkommen der veranlagten Einkommensteuer um 1,7 %.

    Nicht veranlagte Steuern vom Ertrag

    Im Dezember 2018 lag das Bruttoaufkommen der nicht veranlagten Steuern vom Ertrag um 13,1 % unter der Vorjahresbasis. Verbunden mit einem Rückgang der aus dem Aufkommen geleisteten Erstattungen durch das Bundeszentralamt für Steuern ergibt sich ein Rückgang des Kassenaufkommens der nicht veranlagten Steuern vom Ertrag um 6,2 %. Insgesamt entwickelte sich das Steueraufkommen der nicht veranlagten Steuern vom Ertrag im Jahresverlauf sehr volatil. Wichtiger ist der Blick auf das kumulierte Ergebnis: Im Haushaltsjahr 2018 stieg das kassenmäßige Aufkommen der nicht veranlagten Steuern vom Ertrag um 10,8 %.

    Abgeltungsteuer auf Zins- und Veräußerungserträge

    Das Aufkommen aus der Abgeltungsteuer auf Zins- und Veräußerungsgewinne verzeichnete im Vergleich zum Vorjahresmonat einen kräftigen Rückgang von 54,2 %, was wahrscheinlich auf ein geringeres Steueraufkommen aus Veräußerungserträgen zurückzuführen ist. Im Haushaltsjahr 2018 verringerte sich das kassenmäßige Aufkommen der Abgeltungsteuer auf Zins- und Veräußerungserträge um 6,0 %.

    Steuern vom Umsatz

    Das Aufkommen der Steuern vom Umsatz wies im Dezember 2018 einen Anstieg von 9,0 % auf. Das Aufkommen der Binnenumsatzsteuer stieg sehr kräftig um 10,5 %, die Einnahmen aus der Einfuhrumsatzsteuer um 4,7 %. Im Haushaltsjahr 2018 stieg das kassenmäßige Aufkommen der Steuern vom Umsatz um 3,7 % und spiegelt damit die robusten gesamtwirtschaftlichen Konsumausgaben wider.

    Bundessteuern

    Das Aufkommen aus Bundessteuern lag im Dezember 2018 leicht um 0,7 % unter dem Vorjahresniveau. Ursache hierfür sind Rückgänge beim Aufkommen der Stromsteuer (-20,4 %) und der Kraftfahrzeugsteuer (-4,4 %) gegenüber Dezember 2017. Demgegenüber sind aufkommensrelevante Zuwächse beim Solidaritätszuschlag (+1,1 %) sowie bei der Alkoholsteuer (+13,8 %) zu verzeichnen. Die Veränderungen bei den übrigen Steuerarten hatten betragsmäßig nur geringen Einfluss auf das Gesamtergebnis der Bundessteuern. Im Haushaltsjahr 2018 lag das Aufkommen der Bundessteuern um 8,7 % über dem Vorjahresniveau. Allerdings waren im Vorjahr Erstattungen von Kernbrennstoffsteuer in Höhe von 7,3 Mrd. € erfolgt, was den Vergleich verzerrt.

    Ländersteuern

    Das Aufkommen der Ländersteuern lag im Dezember 2018 um 12,0 % über dem Vorjahresniveau. Ursächlich hierfür waren höhere Einnahmen aus der Erbschaftsteuer (+30,8 %) sowie der Grunderwerbsteuer (+7,6 %) gegenüber dem Dezember 2017. Höhere Einnahmen waren zudem bei der Feuerschutzsteuer (+1,4 %) zu verzeichnen. Beim Biersteueraufkommen zeigte sich ein Rückgang von 31,9 % im Vergleich zum Vorjahresmonat.

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